31 Tage RPG-Quest 10/31 Was ist dein Lieblingskaufabenteuer?

G_31Tage

Die zehnte Frage am zehnten Tag des Oktobers – soll so sein. Aber ich muss sie vorab schon ein wenig negativ beantworten. Ich mag keine Kaufabenteuer. Ehrlich gesagt hab ich noch keines gefunden, dass mir wirklich gefallen hat und ich finde es auch gar nicht gut sich mit vorgefertigten Abenteuern hinzusetzen und Spieler in diese Bahn loszusetzen. Warum? Das ist wohl Philosophie-Frage – oder so würde ich das sehen…

Kurz ausgeholt. Ich als Spielleiter lese gerne Hintergründe der Charaktere mit denen ich zu tun habe, die können natürlich kurz und prägnant sein – aber ich habe auch nichts gegen Charaktere, wo sich der Spieler etwas mehr dazu ausgedacht hat. Punkte die er für seinen Charakter ersonnen hat, Charaktere die in dessen Leben eine wichtige Rolle spielen oder gespielt haben – und so schätze ich sowohl als Spielleiter, wie auch als Spieler selbst nicht so sehr, als wenn diese Hintergründe und Beweggründe die Rahmenhandlungen für Abenteuer bieten.

Dafür benötige ich nicht die fremde Feder anderer Autoren – sondern mag es, wenn bekannte Gesichter und Kreaturen auftreten – und sich die Geschichte primär um die Helden selbst dreht. Ich kenne die Schwachpunkte und potentiellen Fehler dieser Art zu leiten und zu spielen natürlich auch. Und nach vielen, vielen Jahren des Spielens bin ich noch immer nicht gefeit vor ihnen. Das macht aber nichts ;).

Wenn ich jetzt trotzdem ein Kaufabenteuer auswählen soll, entscheide ich mich für folgende:

Fantasy: Der Krieg der Magier, ein DSA Kaufabenteuer, welches sehr offen im Stil gehalten war – trotzdem kaum so ausgehen wird wie im Abenteuer geplant (mit den Spielern die ich über die Jahre so kannte zumindest)

Science-Fiction: Der Harlekin, ein Shadowrun Klassiker

Last stop before Toronto – North Bay (und die Duchesnay Wasserfälle)

Uns hatte es ja planmäßig nochmals weiter nach Nordosten verschlagen – quasi nach dem Prinzip, was wir noch nicht kennen – das sehen wir uns dann zumindest noch an. Das ging sich natürlich nicht für gesamt Ontario, geschweigedem Kanada aus, trotzdem war Northbay noch drinnen und ich für meinen Teil kann sagen – es war eine gute Entscheidung, dass wir den Schwenk noch gemacht haben bevor wir zurück nach Toronto fahren.

Wie kamen wir denn überhaupt darauf, dass es hier etwas gibt und nein, North Bay ist total unspannend. So oder so ähnlich wurden wir ja gestern hier begrüßt. Aber ganz im Gegenteil – es gibt hier – in dem kleinen Städchen wirklich unweit der Stadtgrenze Wasserfälle, quasi die “brauch-nicht-wandern-bin-schon-da” Wasserfälle von Northern Ontario. Und sie sind sehenswert – photographierenswert da bin ich mir noch ein wenig uneins – warum? Natürlich weil das Wasser (leider) ziemlich braun-rot ist und deswegen die Bilder nicht unbedingt den “wow” touch und Effekt haben, den sie eventuell haben könnten. Aber es ist ein toller Ausflug gewesen.

Danach ging es noch etwas in die Stadt – zu Essen haben wir etwas in der Mall gefunden, das ist irgendwie normal hier und auch die günstigste Lösung an qualitativ stabiles Essen zu kommen. (Einer der Punkte wo ich mich wirklich wieder auf daheim freue ist in der Tat: Essen und insbesondere auch Essen gehen) und auf nicht vollkommen übersüßte Getränke und kleinere Packungen bei allen Dingen. Natürlich auch auf Menschen die nicht nahezu ständig mit sich selbst sprechen (nicht alle – aber es scheint wirklich fast immer einer in der Nähe zu sein, wenn man draußen unterwegs ist).

31 Tage RPG-Quest 9/31 Was ist das Verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (outgame)?

G_31Tage

Outgame haben sich die Verrücktheiten, die mir in den letzten 20 Jahren widerfahren sind ehrlich gesagt sehr in Grenzen gehalten. Das Verrückteste was mir einfällt waren unsere Sommerrunden, bei denen wir wortwörtlich (nahezu) tagtäglich uns gegen die Mittagszeit getroffen hatten (in der Nähe der Mariahilferstraße) und uns nach kurzem Einklang bis zum nächsten Morgen (es war meistens so gegen 04:00 morgens) gespielt haben. Das war die Hardcorezeit in der ich insbesondere die World of Darkness näher kennengelernt hatte (aber nicht nur). Und wir auch so manchen Spieler und Spielleiter zur Verzweiflung getrieben hatten. Das System ließ sich derartig pervers ausnutzen, dass wir mit einer Sabbat-Runde zu dritt ganze Städte auslöschen konnten, natürlich primär weil wir so gestrickt waren und noch dazu die Regeln einfach besser kannten.

Das hat mich damals auch nach dem Sommer sehr schnell zurück zur Heldenspielweise getrieben, es machte schon Spaß zu lernen wie man Systeme ausnützt, es war auch eine tolle Zeit mit vielen unterschiedlichen Stärken und ich will sie um nichts missen, aber mir fehlte damals ganz eindeutig das Miteinander und das Füreinander, sowie der Heldenepos, der für mich ganz essentiell Bestandteil eines Rollenspiels ist – zumindest öfters mal – es muss ja nicht jeden Abend düster-dunkel und böse sein.