31 Tage RPG-Quest 13/31 Hast Du jemals versucht ein eigenes Rollenspielsystem zu schreiben, und wie weit bist Du gekommen?

G_31Tage

Ja, aber das ist eine ziemlich lange Zeit her – und es war nicht nur ein System sondern es waren gleich mehrere. Eine typische Alltagsbeschäftigung für meine HTL-Zeit. Keine Empfehlung, alles andere als eine Empfehlung, dass man seine Schulzeit mit Rollenspielen verbringt, auch wenn ich zugeben muss, dass es mir wohl auch nicht merklich geschadet hat (aber ich hätte z.b. in organischer Chemie ein bisserl mehr mitnehmen können).

Warum gehe ich nicht näher auf die Entwicklung ein? Naja okay, ein bisserl näher ist sicherlich drin – meine Rollenspielsysteme waren von sehr vielen Seiten aufgezogen – neue Spielwelten, neue Würfelmechanismen und neue Interaktionsmöglichkeiten. Ich habe begonnen Rollenspiele (allerdings typische Spielbuchrollenspiele oder Soloabenteuer) auf meinen TI-81 Taschenrechner zu “programmieren” und später sehr viel auf Papier niederzuschreiben – vieles davon residiert noch immer im “noch nicht entsorgt” Regal hinter mir. Warum ich mir nicht die Mühe mache das wieder aufzuziehen? Weil ich der Meinung bin, dass das Spielsystem ausgesprochen unwichtig ist, solange sich die Komplexität im Rahmen hält. Ich kann mit Cyberpunk 2020, Shadowrun, Gurps und Fate das gleiche Spiel in unterschiedlichsten Systemen spielen – und im Endeffekt (bin ich wirklich und ehrlich überzeugt) läuft es einzig und alleine auf die Spieler am Tisch hinaus. Für die Art von Rollenspiel, die ich gerne am Wochenende zelebriere benötige ich nur ein Rahmensystem und nicht mehr – die Lethalität, die Mechanismen und die Gimmicks der einzelnen Systeme sind gut – und keines davon ist perfekt. Aber im Endeffekt läuft es in meinen Augen zu 99% auf Spielleiter und Spieler hinaus. Deswegen ist das System in meinen Augen deutlich weniger wichtig geworden.

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