Belfast calling – also eigentlich war’s ja “nur” der sensationelle Giant’s Causeway (aka Tag fünf)

August 28th, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Tag fünf führt uns entlang der Küste zum Giant’s Causeway, leider haben wir ein kleines sprachliches Problem und deuten “Küstenrundfahrt” als Bootstour. Bevor wir dann wider Erwarten zum Bus kommen, fährt die Ambulanz weg, wir machen uns ein wenig Sorgen, nehmen das aber bei knapp 2500 Leuten an Bord nicht als ungewöhnlich zur Kenntnis. Überhaupt beim Altersschnitt von geschätzten 50 Jahren kann schnell mal etwas passieren oder einer der wenigen Jugendlichen hat’s übertrieben.
Jetzt haben wir, wie gesagt mehr aus einem Missverständnis heraus,  eine laaaaange Bustour gebucht mit Tee-, Kaffeepause und einem traditionell irischen Mittagessen das neben einem Rindsbraten mit Gemüse, Erdäpfel als Mash und in frittierter Form mit Gravy enthält. Wir fahren mitunter durch die Stadt Bushmills namensgebend für den irischen Whiskey und man merkt die Stadt ist sehr stark auf den Tourismus dazu ausgelegt. Mittlerweile gehören die Nordiren allerdings einem mexikanischen Tequilakonzern und das dürfte die Lokalen doch ein wenig im Nationalstolz kränken. Das ist in Nordirland wohl ohnehin eine große Sache nebst dem vor achtzehn Jahren erst beendeten Bürgerkrieg der im Vergleich die Berliner Mauer und alles um diese herum wie ein Kindergartenspiel aussehen hat lassen. Täglich die Bedrohung durch Heckenschützen, in 30 Jahren knapp 3.500 Tote – zahllose Bombenattentate durch die verfeindeten Fronten der IRA und der Ulfer Republicans – klingt nicht gerade sehr nach einem angenehmen Platz zu leben, aber zurück zum Ausflug, die Busfahrten waren lang und “Lassie” unser Guide hatte im Schatten von der brillianten Susan gestern nur wenig Chancen uns wirklich zu begeistern. Insbesondere wo die Tour am Giant’s Causeway den einzig echten Höhepunkt hatte. Die Basaltformationen sehen aus als wären sie viel, aber nicht zufällig dort gelandet und auch die Geschichten des Riesens Fin, der knapp 16m groß gewesen sein dürfte und seinen schottischen Rivalen zu einem Zweikampf herausgefordert hatte und ihn mittels einer Täuschung die sich seine Frau ausgedacht hatte besiegt – hat die Erinnerung an diesen wunderschönen Ort mit einem wohligen Gefühl verewigt – sehenswert ist ein viel zu schwaches Wort um den Platz zu beschreiben. Übrigens die Ambulanz heute morgen hat unseren Kapitän abgeholt, der Schwede ist nicht wieder zurückgekommen und der neue Kapitän ist ein Grieche. Seltsam..

Vierter Tag – Seetag

August 27th, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Nach einem gemütlichen Aufstehen und dem aktiven Vermeiden des Atlantik Lokals, das für den morgendlichen Start einfach deutlich schlechter ist als das Frühstück beim Buffet. Das tägliche Omelett mit Käse, Zwiebel, Paprika und Tomaten oder auch ein klassisches englisches Frühstück von Juli, der Abschluss mit einer knusprigen Waffel mit Ahornsirup – es lässt sich leben, also gerade noch so. Dann bekomme ich noch die Überraschung des Tages mitgeteilt, ich bin um 17:10 bei der Wellenbrecher Männerkosmetik. Noch weiß ich nicht was mir blüht, aber schauen wir uns das doch mal an.
Damit wir nach getaner Essensarbeit den Tag nicht zu hart beginnen, geht es weiter ins SPA zur Massage für Kathi und zum ersten Saunagang in der Horizont Sauna – mit breitem Panorama und gutem Überblick. Bei der Ruhe nach der Hitze schlafen Lucky und ich am Außendeck ein, als wir aufwachen ist Juli nicht hier. Also machen wir uns auf den Weg zum Vortrag über die Tudors und die Stuarts. Wo wir nicht ansatzweise rechtzeitig ankommen, aber trotzdem noch ein bisserl etwas lernen. Nach so viel Action in der Sauna gönnen wir uns Tee, Kuchen und ein kleines Eis, wo wir Kathi und Juli auch wieder antreffen.
Dann geht es natürlich zurück zum SPA auf Deck elf und zum nächsten Saunagang mit Wahnsinnsaussicht. Mittlerweile (knapp nach 16:00) ist es aufgrund des begehrten Aufgusses deutlich gefüllter, also nutzen wir die gähnende Leere der Tea Lounge zum Ausruhen.
Die “Wellenbrecher” Männerkosmetik ist erholsam, entspannend und entlockt mir wieder die Wahrnehmung, wie viele kleine Schmerzen unsere Frauen täglich wegstecken um Häärchen und Mitesser zu entfernen. Aua, aber ich werde ja mit einer Kopf und Schulternmassage entschädigt und fühle mich erholt. Zwischenzeitlch so sehr, dass ich einen Augenblick einnicke nur um von meinem ersten, kleinen Schnarchen wieder aufgeschreckt zu werden. Ja, sehr entspannend…
Die nächste Verabredung haben wir im Surf & Turf, also in Schale geschmissen und auf zu Wagyu und Langusten, begleitet mit österreichischem (wir riskieren ja besser mal nix beim Wein) Chardonnay aus der Südsteiermark. Ja, so lässt es sich aushalten. Nicht, dass am Seetag zu viel Stress aufkommt und eventuell mal der Bauch ein paar Sekunden hat ohne etwas zu tun.
Wir stellen unsere schicken Kleidungsensembles dann noch vor die Kamera bevor wir Lenni abholen und den Abend ausklingen lassen.

Invergordon – Tag drei

August 27th, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Der erste Landausflug führt uns von Invergordon ins Gebiet des Clans Munro, auf eine Reise zwischen schottischen Schlössern und Loch Ness. Mitten in den Highlands, die ein drittel des Gebiets Schottlands ausmachen aber nur etwa 8% der Einwohner, lernen wir kurz nach dem Anlegen “Susan” kennen, die mitverantwortlich ist, dass unser Ausflugstag der etwa 8 1/2 Stunden dauern wird ein wundervoller ist – Kategorie: something to behold. Beim Grundkurs “Gälisch für Anfänger” lernen wir Worte wie Strath (breites Tal) und Glen (schmales Tal), Inver (Mündung) und das Invergordon nicht die Mündung von Gordon war sondern nur jemand der nachträglich den Namen der Ortschaft angepasst hatte.
Wir lernen schon am Weg warum Loch Ness schwarz ist (torfige Erde) und, dass der See der zweittiefste und voluminöseste des vereinten Königreichs ist, aber nicht der größte. Nessie kann sich in einem Becken austoben welches knapp 230m tief ist, durchschnittlich 1500m breit und etwa 35km lang. Ich hab schwarzer See erwähnt, oder? Zum Baden ist er nur für hartgesottene Kaltbader geeignet da er kaum wärmer als 5,5°C wird, er liegt übrigens am Great Glen.
Nebst strahlendem Sonnenschein treibt unser erster Halt uns direkt an Loch Ness an die historischen Ruinen von Urquhart, nebenbei ist das natürlich für Lenni der ideale Ort um sich etwas auszutoben. Ein paar Bilder und schon bekommen Juli und ich schelte, da wir 5min zu spät am Bus ankommen – Strafe: wir sollen singen (die haben ja keine Ahnung, für wen das eine Strafe wäre 🙂 ) – 10min Verspätung würde bedeuten, dass man tanzen und singen darf und nach fünfzehn Minuten darf man tanzen und singen wo der Bus stand.
Im Anschluss geht es weiter nach Inverness, der lokalen “Großstadt”, die von Königin Elisabeth II zum Jahrtausendwechsel als solche benannt wurde. Hier gibt es alle mögliche Industrie (Blutteststreifen) und ein wunderbares, ruhiges Krankenhaus. Kurzfristig hat man das Gefühl, Susan macht absichtlich Werbung dafür, wir sind allerdings beruhigt, dass von unseren 35 Leuten im Bus niemand vor oder nach der Reise den Bedarf zu einem Aufenthalt verspürt. Das kleine Städtchen ist lebenswert grün, wir halten direkt an der Kirche die wohl mit Pokemon GO! wirbt und auch für ihr gratis WLAN berühmt zu seien scheint. Im Highland Kilt Store von Fraser deckt sich Robert mit ein paar Gimmicks ein die super zu seinen neuen Anzügen passen und wir streunen auch durch den viktorianischen Markt, der uns aber wider Erwarten keine Fish & Chips bringt, also schauen wir noch flink zu Marks & Spencer auf eine Kleinigkeit zu beißen bevor es weiter nach Cawdor Castle fahren. Das Schloß wird nach wie vor bewohnt – also manchmal. Die Inneneinrichtung ist nicht halb so sehenswert wie die wundervolle Gartenanlage mit Labyrinth und die CCC (Chainsaw carving company) hat hinter der Burg ein kleines Meisterwerk hinterlassen an dem wir wieder die Photoapparate glühen lassen. Die Rückfahrt nutzt Susan um uns noch über die Schlacht von ******* an der die Jakobiten von den Hanoveranern verschnichtend geschlagen wurden zu erzählen, für die kommenden 40 Jahre waren sehr viele der schottischen Traditionen wie Kilt tragen oder Dudelsack spielen oder ähnliches strafbar. Am Rückweg lernen wir noch über die teuersten Flaschen Whisky, die um 50.000 – 150.000 € Besitzer gefunden haben, die teuerste von der lokal ansässigen Distillerie “große Wiese” Dalmore. Die Lagerhäuser sind tief schwarz gefärbt vom verdampften Alkohol, etwa 2% des Alkohols pro Jahr entweichen aus den Fässern, welcher von den Schotten liebevoll “Angel’s share” genannt wird, das entspricht etwa 100 Millionen Flaschen Whiskey im Jahr die hier an die Engel direkt weitergegeben werden, damit stellen die Schotten nachhaltig sicher die glücklichsten Engel auf der gesamten Welt zu haben.
Zurück am Schiff entscheiden wir uns diesmal für ein Abendessen im La Vela der italienischen Kombüse. Drei Sorten Pizza am Tag und Pasta die man selbst zusammenstellen darf. Der Service ist tatsächlich etwas italienisch, da wir alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten unsere Hauptgerichte einnehmen, macht aber nix, die Pizza ist gemessen an der Distanz / Luftlinie Italien gut mit dünnem, knusprigen Teig und wir stibizen uns noch ein kleines Dessert am Weg zur Bar wo wir den Abend bei Klavierklängen langsam ausklingen lassen.
Motto des Tages: Friendship is like Whisky, the older the better. Too much of anything is bad, but too much of good Whisky is barely enough.

Tag zwei aka erster Seetag

August 25th, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Wie schön es doch ist, wenn man faul in der Kabine knotzen kann bis zum vereinbarten Treffpunkt und dieser erst um 10:30 (inklusive einer Stunde Zeitumstellung also 11:30) ist – allerdings schon fast zu spät um noch in Ruhe Frühstücken zu können, dafür war noch genau 30min Zeit. Dafür waren sowohl die frisch gemachten Omeletts, wie auch die Waffeln vom Prädikat “nomnom”. Juli genießt ihr erstes englisches Frühstück (Baked Beans, Würstchen, Spiegelei) welches mit Pancakes und original Sirup abgeschlossen wird. Nebst Obst, Obst und nochmals Obst.

Der Vortrag im Theater war unser nächster variabler Fixpunkt, Mythen und Legenden in Schottland rund um unser Zielgebiet war das Thema und doch gut aufbereitet erfahren wir einiges über die Geschichte der nördlichen Insel des vereinten Königreichs. Insbesondere unser morgiges Ausflugsziel “Inverness, Castle Cawdor, Castle Urgquhart und Loch Ness sind nochmals im Spotlight. Letzteres Schloss wohl mit einem französischem Garten direkt am Atlantik – frei nach dem Motto “wenn man sich schon sonst nichts leistet”. Am Bug konnte man ziemlich gut auch fühlen, wie sich das Schiff in den Wellen bewegt. In der Bar am Rückweg konnten wir die Reflexionen der Sonne an den Wellen beobachten und wir haben kurzerhands beschlossen gleich die Gunst der Stunde zu nutzen und den Whirlpool an Deck 11 auszunutzen, während Juli und Robert sich über Currywurst und Pommes hermachen.

In der Himmel und Meer Lounge durften wir dann ausprobieren was es heißt einen notfallersatzungeeignet-Barkeeper mit Kardomom und Koriander experimentieren zu lassen. Die Vital-Shakes/Smoothies hatten eine Menge Balaststoffe die einen ungewollten, oagen Müslicharakter hinterließen. Würgs! Den restlichen ersten Seetag verbrachten wir damit uns fürs Abendessen auszuruhen, gleich zum zweiten Mal in Folge im Atlantik – diesmal gab es ein Schwertfischtartar gefolgt von einer weiße Spargelcremesuppe mit Morcheln bzw. Melonenkaltschale mit Minzöl, als Zwischengang Gartengemüse mit Salat auf schwarzer Olivenerde und als die vier Hauptgerichte Ente, Hokkaido, Hummer-Linguini und Kalbsrücken. Den Abschluss gab es mit Käseplatte, Schokoladentörtchen mit Zitronensorbet oder einer kleinen Erdbeer Panna Cotta. Alles in allem, ein gemütlicher zweiter Tag aka erster Seetag und morgen geht’s endlich ab in die Highlands!

Anreise Hamburg

August 25th, 2016 by TheLemming (0) Private Life,Vacation

Mit dem 07:15 Flieger ging es in Richtung Hamburg. Das hieß um 04:00 aufstehen, Zähne putzen, ein Glas Orangensaft und Chai und los aber was tut man nicht alles für den Urlaub. Die Koffer von 4 1/2 Personen passen auch neben 6 Personen gut in den Sharan und Herbert hat für die Urlauber in den sauren Apfel gebissen und uns am Flughafen abgesetzt. Um 08:55 geht es von Flughafen in Hamburg weiter in Richtung des Hafens.

Dort angekommen und nach ersten Koordinationsschwierigkeiten, wo man denn das Gepäck abgeben kann gibt es ein fischiges Frühstück bei “Fisch und So”. Danach ging es durch einen Teil des Hamburger Hafens weiter zum “Eierkarl” – der mit dem Leitsatz “Hier gift dat seowes gemackten, Klöten-Köm” der wohl soviel bedeutet wie “Hier gibt’s selbstgemachten Eiersaft” eine Verkostung von vanilligem “Original”, nussigem “Haus” und fruchtiger “Helene”. Das Ratsherrn West Coast IPA war auch ausgezeichnet.
Treffsicher haben wir uns dann noch zur Eingewöhnung der längeren Zeit am Schiff die Ausstellung U-434 angesehen. Genauer gesagt, wir haben das ehemalig sowjetische Spionageuboot inklusive Führung unsicher gemacht. Das war toll, Justus unser Guide mit WGT 2014 Staff Shirt war sattelfest bei Fragen und hat uns näher gebracht wie 84 Menschen, davon 16 Offiziere, 16 Unteroffiziere in einem U-Boot auf engstem Raum bei durchgehend 40°C bis zu im Maschinenraum sogar 70°C funktionieren. Bei Flüsterfahrt, die bis zu neun Tage lang möglich war mit der Vorgabe keinen Mucks von sich zu geben. Und auch wenn es zu den meisten Dingen keine Aufzeichnungen der Details gab, meinte Justus es wären bis zu 9 Tage in Folge wo die Besatzung kein Essen, keine Klogänge und eigentlich auch gar keine Bewegungen machen durften. Die Matrosen, die großteils am blanken Boden schlafen mussten hatten 3 Monate auf See und danach 3 Monate Landgang. Die Offiziere waren 10 Monate auf See und hatten jedes Jahr 2 Monate Landgang. Ich empfehle dringend ein U-Boot zu begehen, dann hat man einen Eindruck wie wenig Platz das für 84 Menschen war. Die maximale Körpergröße von 1.65m und das maximale Körpergewicht von 60kg sind da sicherlich sinnvoll. Ach was red ich, wenn es nach mir ginge wäre die maximale Körpergröße 1.50cm damit man nicht an jeder Luke sich den Kopf anhaut. Die Offiziersmesse war dagegen schon echter U-Boot Luxus, sie war auch gleichzeitig ein OP-Tisch. Ich denke neben den Medizinern hatten es nur die Chef de Kombüse noch halbwegs gut mit ausreichend Platz in der Küche. Im Aufsatzturm, der übrigens geflutet wird und sonst nur zum Schutz vor der Gischt war bei Überwasserfahrten gab es die einzigen Minifenster im gesamten Boot, an anderer Stelle wäre das zu riskant wegen des enormen Drucks. Die U-434 war für 20m Periskoptiefe ausgelegt, hatte knapp 5.400 Pferdestärken und konnte mit Werftgarantie auf 400m absinken, den maximalen Tiefgang den sie erlebt hat war 440m – bei 600m wäre sie konstruktiv am Ende und den >60bar in der Tiefe materialseitig erlegen. Ich denke das schockierendste war für mich der Maschinenraum, bei verwendetem Dieselantrieb soll es hier etwa 70°C gehabt haben, durchgehend und das bei rationiertem Wasser von ca 1l / Tag. Nahezu unvorstellbar. Das U-Boot hat umgerechnet übrigens etwa 110 Mio Euro gekostet, ein vergleichbares Exemplar der Amerikaner oder Deutschen kostet im Vergleich knapp 1 Millarde. Da war der Preis für die Erstehung durch zwei Deutsche von knapp 1 Mio und nochmals soviel für den Umbau, inklusive Wendeltreppen wohl ein Schnäppchen. Auf jeden Fall ist man später für jeden m² in der eigenen Kajüte dankbar und es war ein tolles Erlebnis das nicht zuletzt ob unseres Guides eine Empfehlung in Hamburg ist.
Nach der Abgabe des Gepäcks ging es weiter zum Check-in, wo wir mitgeteilt bekommen, dass in Julis Gepäck ein Wurfmesser gefunden wurde. Sehr uncharmant formuliert von einem original deutschen Zollbeamten war erstmals die Stimmung im Keller, nebst der einfachen Wahrnehmung “wir haben sicherlich keine Wurfmesser dabei”. Das Wurfmesser sollte uns aber die nächsten Tage als Running-Gag begleiten – wird schon passen und wir werden das klären. Der erste Halt war daraufhin in der TUI-Bar an Deck 6, ein Aperol Spritz (Juli), Swimming Pool (Kathi), Campari Orange mit frisch gepresstem Orangensaft (Robert) und einen Caipirinha (Markus). Nach dem dritten Cocktail besserte sich die Laune langsam und wir konnten noch Beweisbilder machen, dass wir quasi alleine die Bar belagert hielten. Wenig später sollte es zur ersten Erkundungstour durch das Schiff gehen. 13 Decks – mit Outside Bars, Sportmöglichkeiten einer sehr aufmerksamen Crew, soweit man das am ersten Tag schon sagen kann – ja doch es ist ein guter Start. Die Klärung der Wurfmesser-Affäre würde noch weitere drei Gänge zur Rezeption beinhalten, konnte aber als hübsches Kiltaccessoire doch erklärt und geklärt werden. Alles halb so wild und “Much ado about nothing”. Um 18:15 ging es dann zur Seenotrettungsübung, neben dem 7 kurz 1 lang Warnsignal wurde uns vorgeführt wie man eine Schwimmweste anlegt – danach durften noch ein paar Hundert Leute darauf warten, dass ein paar andere Menschen ausgerufen wurden, der eine aus unserer Gruppe der nicht anwesend war, darf das am zweiten Tag in einer Einzelsession mit dem Kapitän nachholen *gähn*.
Um 19:00 quetschten wir uns noch in die Abendgarderobe und konnten die MeinSchiff 1 unter den Klängen von Unheilig – große Freiheit ablegen sehen. Wir haben uns das von Deck 11 oder 12 angesehen und auch die Gelegenheit genutzt ein paar Bilder zu machen, man legt ja nicht jeden Tag in Hamburg ab und die österreichische Marine kann so etwas seit knapp 100 Jahren nicht mehr anbieten.Den Abendausklang hatten wir im Restaurant. Ein Rindstartar und einen Zander als Vorspeise, gefolgt von Käsesuppe und einem Blattsalat als Zwischengang bevor es zu Barrakuda mit Kokosreis und Kochbanane oder dem Rinderfilet in einer Chili-Schokoladenreduktion kam. Als Nachspeise gab es Erdbeer-Lycheemousse oder ein Pralinenmousse mit Mandarinen. Abseits des Rotweins, der das Prädikat “Spucken nicht schlucken” hatte, war Cola-Zitrone das Modegetränk des Abends, dem alle außer Kathi folgten. Robert war da der Trendsetter – tolle Sache. Nachdem wir um 04:00 den Tag begonnen hatten, war es dann umso schöner den Abend in der Kajüte schon vor Mitternacht zu beenden und uns auf den ersten Seetag vorzufreuen mit einer zusätzlichen Stunde Schlaf.
Stilblüten des Tages:
Wenn wir ein Magazin für Männer (Beef) und ein veganer Magazin kaufen, haben wir doch auch geniale Beilagen zum Essen.

 

PS: Bilder gibt es erst nach dem Urlaub. Sorry!

Rockharz 2015

July 13th, 2015 by TheLemming (0) deutsch,Events,Private Life

Rockharz 2015

(aka Zelten Segeln unter der Regenbogentriskele)

Das Rockharz 2015 ist vorbei. Es war mein erstes Rockharz und auch wenn die generelle Masse mir etwas zu einheitlich war (ich hab es letztes Jahr doch sehr genossen mich mit Schweden, Holländern, Portugiesen und Japanern an einem Tisch zu finden) und es nicht 100%ig “asshole-free” war (da gab’s diese zwei Situationen – eine beim Ankommen und die andere während des Konzerts der apokalyptischen Reiter) wird es mir sehr positiv in Erinnerung bleiben. Ich denke aufgrund der lieben Gesellschaft mit der wir angereist sind.

Musikalisch gab es natürlich auch einiges, das mir in Erinnerung bleiben wird.

Donnerstag

Majesty – kurzweilig aber hat mich nicht 100%ig überzeugt. Das ist aber auch ziemlich unfair von mir, ich denke es war ein Problem mit dem Posing des Bassisten und der Stimme des Sängers.

Skálmöld – hat Potential – leider nur aus der Distanz mitbekommen…

Letzte Instanz – unverändert. Ohne Robin Sohn (aka Sebstian Lohse) einfach nicht mehr letzte Instanz. Ich fand “Willkommen im Paradies” okay, hab leider vermisst, dass sie mehr von dem alten Zeugs gespielt hätten. War trotzdem okay dort gewesen zu sein, man(n) muss denen ja auch mal ‘ne Chance geben. On the upside: sympathischer Zugang zum Publikum.

Epica – macht Spaß.

Alestorm – zum dritten Mal live gesehen, kein einziges Mal bereut – die werden jedes Mal besser. Fun-pirate-metal vom Feinsten.

Hammerfall – für mich noch immer “billiger” als Manowar, aber wahrscheinlich der erste Sänger des Festivals der singen kann.

Fiddler’s Green – eines der Festival Highlights. Egal ob es die umfunktionierte Wall of Death war, in der es um unauffälliges Antapschen geht oder die Aufforderung bei den Temperaturen die T-Shirts höher fliegen zu lassen, der Haufen war einfach sympathisch, die Lieder sind und bleiben zum Mitsingen und es war ein würdiger erster Festivaltag.

Freitag

Die ersten Bands hab ich nicht so richtig geschafft… War auch nicht übermäßig motiviert hier Experimente zu machen.

Delain – hab ich etwas zu spät gesehen, sind aber durchwegs eine Empfehlung wert.

Coppelius – hätt ich mir wirklich gerne angehört – aufgrund des tollen Sounds (gefühlt: Bass 100%; Höhen -88%) kann ich nur sagen: Chello und Kontrabass sind tolle Instrumente. Sympathischer Haufen, wenn sie nach Wien kommen, wär’s sicherlich ‘nen (ver-) Besuch wert.

Schandmaul – immer noch gut. Selbst vor tausenden Menschen und mit schlechtem Sound.

Fear Factory – ist und bleibt mir zu amerikanisch.

W.A.S.P – diesmal nur das Ende gesehen, aber die haben’s schon noch drauf.

Eisbrecher – Alex in 100% Partymode. Miststück und selbst ein kurzer Pokemon Rap konnten hier nix verkehrt machen. Ich hatte ‘ne Menge Spaß.

Tanzwut – hatten ‘nen miesen Slot, zu Beginn der Merseburger Zaubersprüche (die hier den alkoholgeschwängerten Metalheads im Bett helfen sollten) war die Energie weg. (Oder es war “dafür” einfach nicht genug Strom da) – die Jungs haben cool reagiert und versucht mit den Dudelsäcken noch etwas zu retten. Nach den (gefühlten) 30 Minuten Pause war’s dann aber auch ziemlich sehr vorbei – schade. Hätte sicherlich mehr getaugt und Potential für ein ähnlich bombastisches Ende wie Tag eins gesorgt.

Samstag

Cripper – nein, ich mag noch immer keine gröhlend-grunzenden Frontfrauen, auch wenn die Musik stellenweise echt okay war.

Hell – Judas Priest light. Eigentlich gefallen mir die UK Rocker sogar besser. War einfach eine coole Show, eine Menge Spaß und überhaupt. Also Hell war wirklich lustig und musikalisch auch gut erträglich.

Artillery – hmmm, ja ging so. War als Hintergrundbeschallung okay.

Varg – hat mich wirklich ein paar Minuten gekostet, bis ich die Referenz zu den Vargen (mystischen Wölfen) geschafft hab. Aber waren durchwegs hörenswert.

Die apokalyptischen Reiter – Spaßmetal mit Hintergrund. Immer sehenswert, immer hörenswert. War toll – freu mich schon auf das nächste Konzert von den Apo4.

Eluveitie – Folkpagan – yeah! Call of the Mountains in schwitzerdütsch war für mich ein absolutes Highlight. Auch wenn’s rein akustisch für mich nicht ganz klar (abseits des Refrains) vom Original unterscheidbar war *husthust* 🙂

Dream Theater – klasse Musiker, aber für mich nicht so “die” Festivalband. Trotzdem ein würdiges Ende, für Trollfest und leider auch für Ghost Brigade waren meine Füsse dann schon zu tot. Das tut mir auch ein wenig Leid, wäre sicherlich wieder Spaß gewesen. (2011 Trollfest und 2014 Ghost Brigade sind mir beide sehr gut in Erinnerung)

 

Fazit: Rockharz war Spaß. Mal sehen ob wir 2016 auch mitnehmen, oder ob es doch in Richtung Skandinavien geht (oder wieder nach Tjolmin oder…)

Beginn der Kälte

November 4th, 2013 by TheLemming (0) deutsch,Private Life

Der Beginn der Kälte, nicht nur passend zur Jahreszeit (die Temperaturen morgen rücken langsam in die Nähe des Dreiphasenpunkts von Wasser) sondern auch passend zum diesjährigen NaNoWriMo. Warum? Nun “Beginn der Kälte” ist bislang mein Working Title zu den ersten paar Tausend Worten. Die Geschichte spielt in den vergessenen Reichen (was für eine Verwunderung, mein Fantasy-Lieblings-RPG-Setting) und beschäftigt sich mit dem Königreich der Göttin Auril. Hauptinspiration war natürlich meine liebe Frau, die seit einigen Jahren immer wieder am NaNoWriMo sitzt und das ziemlich geübt durchzieht. Ich bin gespannt ob ich neben Dienstreisen, Trainingstagen und dem ganz normalen Arbeits- und Privatalltag (Spielrunden vorbereiten, ISO:TS Zertifizierung arbeitsseitig vorbereiten, neuen Mitarbeiter aufnehmen, neuen Mitarbeiter suchen) dazu auch wirklich Zeit ist, oder besser ob ich das gesamte Monat den Kopf dazu besitze mir kontinuierlich die Zeit dafür zu nehmen.

Abseits davon freu ich mich, es ist ein tolles Projekt und als Wintermensch ist es in etwa so schön wie langsam die Welt morgens im Nebel entschwinden zu sehen und zu beobachten wie die wundervollen, farbenprächtigen Blätter des Herbsts dem kühlen Weiß des Winters weichen. Ich bin gespannt ob sich im Winter nicht ein toller Makroworkshop findet, den ich mit meinem Paps wahrnehmen kann, danach haben wir quasi das ganze Jahr gesucht und sind bislang nicht fündig geworden. Weihnachten wird heuer auch etwas ungewohnt im Ablauf, da wir firmenseitig einen Umzug planen.

 

(Ost)Kanada 2013

October 16th, 2013 by TheLemming (3) deutsch,Private Life

Kanada 2013

Nein, es war kein ins kleinste Detail geplanter Urlaub. Aber lange vorbereitet und erwartet. Ein Wunsch den meine Frau und ich uns erfüllen wollten und ein mehr als dreiwöchiger Ausflug der uns hoffentlich ewig in Erinnerung bleiben wird. Ich für meinen Teil habe keine Zweifel daran.

Begonnen hat das ganze mit einem Flug Wien – Toronto, mit Austrian Airlines (Economy Class) – wenn man Turkish Airlines Flüge (z.B. nach Istanbul) gewöhnt ist empfehle ich das schon mal niemandem. Die Economy Class ermöglicht bestenfalls kurzes Dösen, an Schlaf kann man kaum denken – es ist laut und die Snacks und Getränke lassen zu wünschen übrig, aber ich nehme an das gehört so – ist ja Economy Class und die Airline dürfte sehr wollen, dass jemand der bequem reist Business Class bucht.

Toronto Teil 1

EichhörnchenIn Toronto angekommen haben wir unser Mietauto in Empfang genommen. Nach kurzem Upgrade, da wir etwas viel Gepäck hatten, haben wir einen Nissan Altima mit bislang 300km übernommen. Nach knapp 4.000km die ich mit dem Auto gefahren bin darf ich sagen: grundsätzlich eine positive Erfahrung. Ich bin kein übermäßig begeisterter Automatik Fahrer, aber es war durchwegs ein verlässliches Auto, dass viel Platz bietet und insbesondere in den entlegeneren Gegenden Kanadas mit solidem Satellitenradio auch für Unterhaltung und Informationen unterwegs gesorgt hat. Erste Station war Bonnevue Manor, und eine ganz klare 9 von 10 Punkten Empfehlung. Das exzellente Frühstück wird nur von der Gastfreundlichkeit des Besitzers (Glen) überboten. Die Zimmer (wir hatten Balkon) sind sicherlich nicht das günstigste Quartier Torontos, aber mit der guten Lage direkt zwischen Queen Street und King Street (mit Public Transport ca. 15min westlich des Stadtzentrums) war es eine großartige Ausgangslage für unsere Stadttouren, sowie um Ruhe zu finden und morgens wieder aufzutanken. Abends dann der erste Ausflug entlang der Queen Street ins Zentrum der Stadt – gefühlt würde ich sagen sind wir jeden Tag in Toronto mindestens 15km gegangen. Von Toronto gab es unter anderem einen Tagesausflug zu den Niagara Fällen, nicht zuletzt, da wir zu Weihnachten einen Helirundflug geschenkt bekommen haben. Dazu bietet es sich an in dem wunderschönen Örtchen Niagara-on-the-lake einen Zwischenstop zu machen und etwas die Auslagen zu bewundern. Leider war es unser erster Reinfall den wir essenstechnisch hinnehmen mussten aber trotzdem hat dieses Örtchen einen bleibenden Platz hinterlassen auf dem Weg zum Wasserfall. Ost-Kanada-31 Gut zu wissen ist auch, dass Niagara Falls übrigens eine unterschiedliche Ortschaft jeweils in Kanada und in den USA ist. Die Fälle selbst kann man schon aus der weiteren Distanz (bei gutem Wetter sogar vom CN Tower in Toronto) erkennen, da das Wasser hoch hinaus sprüht – ein toller Anblick wenn man die Fälle erreicht hat. Wenn ich mich richtig erinnere sind es so knapp eine Million Badewannen pro Sekunde die unglaublichen Wassermassen die hier unweit Torontos den Wasserfall hinabbrechen und gleichzeitig die Grundlage für knapp 1/3 der benötigten Energie Torontos. Der Heliflug war ein definitives Highlight. Eine unglaubliche Perspektive, die sich eigentlich gar nicht “so” auf Bildern festhalten lässt. Ost-Kanada-54Los ging es in Virgil und der Rundflug (ca. 25min) über Niagara Falls und den gesamten Fluss zurück zum Lake Ontario. Es ist sicherlich etwas zu laut (trotz Kopfhörern) um ein perfektes Sightseeing Erlebnis daraus zu machen, aber es war in jedem Fall unvergesslich.

Kingston und der Sandbanks Provincial Park

Eine Empfehlung die auf Glen aus Bonnevue Manor zurückgeht und die wir als ausgesprochen sehenswert empfanden ist der Sandbanks Provincial Park. Da wir ohnehin einen Zwischenstopp auf dem Weg nach Ottawa (haben wir aus Buchungsgründen auf Montréal geändert) machen wollten, bot sich das am Weg gelegene Kingston an. Am Weg dorthin liegt südlich von Belleville der Sandbanks Provincial ParkOst-Kanada-65. Also direkt am Lake Ontario Sanddünen und Sandstrände, weiter als man zu gehen vermag. Selbst Ende September ist bei gutem Wetter, wovon wir mehr als ausreichend hatten, der Strand ausgesprochen sehenswert und begehbar. Es passt einfach super in die Landschaft und bringt Abwechslung in das kanadische Landschaftsbild.

Die Übernachtung in Kingston war im Seven Oaks Motel, eine durchwegs angeneheme Motelübernachtung, wenngleich ein wenig zu laut durch immer wieder vorbeifahrende Züge, wenn ich mich richtig erinnere. Das fehlende Frühstück wurde uns primär aufgrund des wirklich sehr guten Frühstücks in Toronto bewußt, da half auch der Einkauf von Schoko-Soymilch und Orangensaft nur marginal für einen ähnlich guten Start in den Tag. In Kingston haben wir uns dann erstmals ein nettes Kaffeehaus gesucht und kurz 1000 Islands Cruise gegoogelt und sind fündig geworden – leider konnten wir uns den $5 (gesamt $10) Gutschein nicht ausdrucken und er wurde nicht von der Cruise-Gesellschaft anerkannt – Ost-Kanada-77das hat uns fast zum “Pfeif drauf” geführt, aber wir waren zum Sight Seeing in Kanada, und die 1.000 Islands Cruise war schon durchwegs sehenswert und geschichtsträchtig, deswegen zähneknirschend bezahlt und eine sehenswerte kleine Rundfahrt gemacht. Der Weg nach Montréal hätte dann so gegen 15:00 beschritten werden sollen und gegen 17:30 zu Ende – wäre da nicht der kleine Stau in Brockville gewesen der diese Reise um knapp fünf Stunden ausgedeht hat, letztlich waren wir knapp vor 22:30 in unserem B&B in Montréal angekommen.

Montréal

Die Auberge Manoir Ville-Marie war insbesondere frühstückstechnisch ein ziemlicher Reinfall, die Unterkunft sonst war groß und die Lage in Ordnung. Der erste Fehler nach Ankunft war, die Ratschläge zum Ausstieg und die Stationen der U-Bahn nicht ganz exakt zu lesen, so sind wir anstelle am Place des Arms am Place des Arts gelandet und haben dort relativ verzweifelt die große Notre Dame von Montreal gesucht.Ost-Kanada-84

Meiner Meinung nach hatte Montréal trotzdem schöne Ecken, es ist halt vom Stadtbild keine attraktive Stadt, aber man ist als Österreicher, der Wien gut kennt einfach ein wenig architektonisch verwöhnt. Montréal dagegen bietet in einigen Gegenden halt primär das Hochhausflair einer Großstadt und nicht Mal dieses. Sehenswert waren in jedemfall Vieux-Montréal davon insbesondere der alte Hafen und die Rue St Paul. Allerdings ein wenig befremdlich empfand ich, dass nahezu jede Straße im frankokanadischen Teil Saint… hieß. Irgendwie nicht nachvollziehbar, aber gut.Ost-Kanada-88

Den zweiten spannenden Teil von Montréal fanden wir mit dem Mont Royal, dem Hausberg Montréals an dessen Fuß wir eine freundliche & nette Bäckerei ausgemacht haben: Patisserie La Ruche eine 4,5 von 5 Sterne Empfehlung von der wir auch die Rue Saint Denis, die in der Umgebung wahrscheinlich bekannteste und nicht zu unrecht empfohlene Einkaufsstraße gefunden haben. Auch sehenswert.

Am Tag vor unserer Abreise aus Montréal haben wir uns dann das Stars und Sternchen Lebensgebiet und das Erholungsgebiet der Montréaler angesehen – Saint-Agathe-des-Monts – ich würde sagen im Indian Summer bleibt nichts anderes als atemberaubend zur Beschreibung schon alleine der Wegstrecke. Es war definitiv den Ausflug wert und etwas, dass man den Montréalern dann neben ihrem Hausberg ein wenig neidig sein kann. Für uns war es dann aber wieder genug hier und wir machten uns auf den Weg in die Hauptstadt Québecs nach Québec City.

Québec Stadt, der Chute Montmorency und ein Frühstück für Götter

Ost-Kanada-110Unser nächster Stopp war etwas weiter im Nordosten angesiedelt und führte uns nach Québec Stadt unser Quartier war in Cháteau-Richer angesiedelt, etwa 25 Autominuten entfernt und wir haben es nicht bereut, ganz im Gegenteil. Wir kamen am Nachmittag in Cháteau-Richer in unserem B&B “Gîte Un air d’été” (ein Hauch Sommer, wenn ich mich richtig erinnere) an und wurden von der Tochter der Besitzerin kurz herumgeführt. Jacuzzi am Zimmer, überdachter Whirlpool im Garten, daneben ein Pool, eine eigene kleine Insel mit Wasserfontäne und ein Frühstück, dass seinesgleichen sucht. Ich bin ja zugegeben nicht so der große Frühstücker, mir reicht oft ein Glas Orangensaft oder eine Tasse Tee zum Frühstück, aber was Linda jeden Tag für uns gezaubert hat, hat uns nicht nur davon abgehalten mehr als eine kleine weitere Mahlzeit am Tag zu uns zu nehmen, sondern insbesondere die mit viel Geschick zubereiteten lokale Spezialiltäten waren einfach ein Einblick in eine ganz besondere Form der Kulinarik. Es war bezaubernd.

Ost-Kanada-109Aber genug den Schwärmereien für das Frühstück, auch Québec Stadt weiß zu verzaubern und das schon am ersten Abend, als wir die Montmorency Wasserfälle aufgesucht haben, welche unweit unseres Quartiers auf uns gewartet haben. Seitlich, direkt im Schiefergestein des kleinen Vorsprungs gibt es einen gesamten Stiegenpark, der zur Begehung der Chutes wunderbare Auflegeplattformen für Photos bietet. Die gesamte Anlage wird (nicht zu unrecht) von dutzenden Québecern für ihren Morgen und Abendsport genutzt, zumindest bot sich uns das Bild in dieser Form. Die bunten Blätter der Umgebung waren wundervoll und die abendliche Beleuchtung hat uns für den nicht geplanten Wiederaufstieg entschädigt, welcher aufgrund der eingeschränkten Zeiten der Gondel (letzte Fahrt 17:00) stattgefunden hat.

Ost-Kanada-140In der Stadt selbst hatte es uns Vieux-Québec angetan, neben dem Chateau Frontenac und der Zitadelle findet man nahezu unzählige kleine Straßen und Gassen die sehens- und begehenswert sind. Die Québecer sind freundlich und an Touristen gewöhnt und insbesondere die kleine La Chocolaterie du Village hatte es meiner Frau angetan. In Québec war auch der Höhepunkt der Poutinekunst gefunden im Le Chic Shack und obendrein gute Shakes. Abseits davon sollte man in Vieux-Québec die Rue Champlain nicht verpassen, eine kleine touristische Seitenstraße, welche für mich das traditionelle Flair der Stadt an einem Ort festhält… und nachdem man sich nichts entgehen lassen sollte, ging es dann einen Tagesausflug nach Baie St. Catherine zum

Whale Watching

Ost-Kanada-156Mit AML Croisières haben wir für moderate $80 pro Person einen dreistündigen Ausflug zum Whale Watching gebucht. Wir haben uns gegen den Pickup mit Bus in Québec City entschieden und sind direkt von unserem B&B nach Norden gefahren bis zur Baie St. Catherine von wo wir in unser Schiff, die Grande Fleuve eingestiegen sind. Der Ausflug war atemberaubend schön und ich war das erste Mal dankbar, dass ich eine warme Jacke eingepackt hatte, die Strömu

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ng des Atlantiks, welche die Wale in den Sankt Lorenz Fluss schickt hat schon eine gewisse Kälte um sich. Aber die Aktivität an Deck war unbeschreiblich, das ständige Ausschau halten nach Walen war aufregend und jede Aufnahme – insbesondere jede Schwanzflosse die wir einfangen konnten hat uns die Kälte mehr als vergessen lassen. Für mich ein definitives Highlight unseres Urlaubs. Die drei Stunden waren auch im Umfang richtig gewählt und so ging es viel zu bald wieder zurück nach Chauteau-Richer, von wo wir uns packenderweise am nächsten Tag aus dem Staub gemacht haben. In Québec City ist noch der Aufenthalt in den Galeries de la Capitale erwähnenswert. Ja ich weiß, das ist nur eine Mall – aber mit Eislaufplatz, Hochschaubahn und und und … innenliegend. Das war schon sehenswert – für uns ging es dann bald weiter in Richtung Ottawa, der kanadischen Landeshauptstadt.

Ottawa

Ost-Kanada-173Was für Québec Samuel de Champlain war ist in Ottawa der Herr By. Unser Quartier am Byward Market (die Byward Blue Inn) hatte eine tolle Sache an sich – großartige Lage. Wir haben schon bei Ankunft noch einen Gang durch das Szeneviertel von Ottawa gewagt und die geschlossene amerikanische Botschaft bewundert – und uns gewundert ob das am Shutdown liegen mag, dass keine schwerbewaffnete amerikanischen Soldaten vor der Botschaft patroullieren oder das in Kanada normal ist. Byward Market ist wieder eine sehr lebendige Gegend und zum wahrscheinlich ersten Mal neben Toronto eine richtig saubere Stadt. Ottawa erinnert sogar entfernt ein wenig an Wien, wäre der Kaffee trinkbarer (was ja kein k.o. Kriterium für mich wäre) aber definitiv für meine liebe Frau, die generell in Kanada ihre liebe Not mit bitterem Kaffee hatte.

StarWarsIdentities_tootwee_5252dec04bb14Ottawa waren leider die ersten und glücklicherweise die einzigen zwei Regentage auf unserem gesamten Urlaub. Was neben der Gelegenheit zu lesen auch einen tollen Museumsaufenthalt mit sich brachte. Im Aviation & Space Museum Ottawa residierte nämlich zum Zeitpunkt gerade noch die Star Wars Identities Ausstellung. Schöne Sache für Erwachsene und Kinder zu gleichen Teilen würde ich sagen. Die Herkunft von Yoda und die ersten Skizzen von Jabba waren doch etwas, dass man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Obendrein konnte man seine eigene Identität ergründen. Bei mir ist es ein Ewok Bounty-Hunter namens Tootwee geworden. Das Aviation Museum hat dann Klaudia umso glücklicher gemacht und ich bin mit meinem Buch deutlich weitergekommen bevor wir am nächsten Tag nach North Bay aufgebrochen sind.

 

North Bay

Ost-Kanada-184In North Bay sind wir im Sunset Inn geblieben wo wir mit den Worten “Hier gibt es quasi nichts zu sehen” empfangen wurden. Okay, wäre auch nicht weiter schlimm gewesen – ein wenig Erholung bevor wir nach Toronto zurückkehren, aber wir haben dann doch etwas gefunden. Im Nordwesten der Stadt liegen nämlich die Duchesnay Falls, die für einen Spaziergang einladen in einer malerischen Umgebung, sehr einfach zu begehen – entlang kleiner Trampelpfade und für Bilder waren sie fast perfekt, wäre das Wasser ein wenig klarer gewesen. Abse

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its davon war North Bay wirklich nicht aufregend, es war unser erster Besuch in einem Walmart – und man könnte tagelang durch diesen Supermarkt gehen und würde trotzdem noch Neues entdecken – endlose Weiten insbesondere zur Zeit von Helloween. Ein paar abendliche Schnappschüsse gab es dann noch vor unserem B&B und wenig später ging es weiter – oder besser zurück – nach Toronto.

Toronto Teil 2

In Toronto hatten wir das Glück, dass eine liebe Freundin meiner Mutter dort vor vielen Jahren ihr Quartier bezogen hat und so hatten wir noch das Vergnügen von ein paar Einheimischen Highlights in der Umgebung gezeigt zu bekommen. Zuerst hatten wir unseren vertagten Ausflug in den CN Tower, den ich nachträglich betrachtet um nichts in der Welt missen möchte. Die Reservierung im Restaurant 360° hat uns die Wartezeit erspart – UND – ein gutes Mahl eingebracht. Der Service war mehr als zuvorkommend, das Bier gut und das Essen auch einwandfrei. Aber deswegen besucht man nicht den CN Tower – der Ausblick… Mir fehlen die Worte. Schon beim Essen, im sich drehenden Restaurant (eine Drehung pro 72min) war sensationell. Aber danach waren wir noch auf der Aussichtsplattform, dem Glasboden und danach entschieden wir uns noch dazu in den Skypod hinaufzufahren. Alles idealerweise noch direkt beim Sonnenuntergang – ein Traum.Ost-Kanada-222

Unser nächster und letzter Ausflug führte uns am Tag darauf mit unseren Gastgebern in den Norden in den Algonquin National Park, wo sich Bär, Elch und Eichhörnchen noch Gute Nacht sagen. Auch wenn es nicht für Bären und Elche gereicht hat (die trifft man lt. Reiseführern auch am besten im März oder April des Jahres) war es ein farbenfroher Ausflug der uns auch durch das andersartige Muskoka geführt hat in dem die Flora ihre Eigenheiten auf wundervolle Weise präsentiert. Und unterwegs durften wir einen Pumpkin Day Flea Market besuchen, das ist auch ein netter Ort gewesen.Ost-Kanada-242

Am letzten Tag haben wir uns dann noch den Toronto Distillery District zeigen lassen und die ehemaligen Anwesen der Ziegelfabrik Toronto Bricks, die in ein ähnliches grünes Zentrum für allerlei Aktivitäten umgebaut werden. Danach ging es bald zum Flughafen, der Flug retour war ähnlich schlecht wie der Hinflug, ein paar Stunden Schlaf waren zwar drinnen, aber wie gesagt die Economy Class der Austrian Airlines besteht für mich nur dazu um den Aufpreis zur Business Class zu rechtfertigen…Ost-Kanada-246

Am nächsten Morgen sind wir dann in Schwechat angekommen und wenige Stunden später via CAT und S-Bahn daheim, wo unsere Mietztiger nach kurzer Wiedereingewöhnung ein wenig verschmuster als sonst sind.

Mein Fazit zu Ostkanada

Meine Highlights waren: Heliflug um Niagara, Whale Watching mit AML und der CN Tower

Die schönsten Städte waren: Ottawa, Toronto und Québec City

Was ich nächstes Mal anders machen würde: nicht viel, vielleicht andere Prioritäten – und ich hätte gerne in Toronto Zoo und Aquarium besucht (letzteres hatte leider noch nicht offen)

Was mich an daheim am meisten gefreut hat: die österreichische Küche

Zum Abschluss noch 250 Highlights von knapp 2.600 gemachten Bildern

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Last stop before Toronto – North Bay (und die Duchesnay Wasserfälle)

October 10th, 2013 by TheLemming (0) deutsch,Private Life

Uns hatte es ja planmäßig nochmals weiter nach Nordosten verschlagen – quasi nach dem Prinzip, was wir noch nicht kennen – das sehen wir uns dann zumindest noch an. Das ging sich natürlich nicht für gesamt Ontario, geschweigedem Kanada aus, trotzdem war Northbay noch drinnen und ich für meinen Teil kann sagen – es war eine gute Entscheidung, dass wir den Schwenk noch gemacht haben bevor wir zurück nach Toronto fahren.

Wie kamen wir denn überhaupt darauf, dass es hier etwas gibt und nein, North Bay ist total unspannend. So oder so ähnlich wurden wir ja gestern hier begrüßt. Aber ganz im Gegenteil – es gibt hier – in dem kleinen Städchen wirklich unweit der Stadtgrenze Wasserfälle, quasi die “brauch-nicht-wandern-bin-schon-da” Wasserfälle von Northern Ontario. Und sie sind sehenswert – photographierenswert da bin ich mir noch ein wenig uneins – warum? Natürlich weil das Wasser (leider) ziemlich braun-rot ist und deswegen die Bilder nicht unbedingt den “wow” touch und Effekt haben, den sie eventuell haben könnten. Aber es ist ein toller Ausflug gewesen.

Danach ging es noch etwas in die Stadt – zu Essen haben wir etwas in der Mall gefunden, das ist irgendwie normal hier und auch die günstigste Lösung an qualitativ stabiles Essen zu kommen. (Einer der Punkte wo ich mich wirklich wieder auf daheim freue ist in der Tat: Essen und insbesondere auch Essen gehen) und auf nicht vollkommen übersüßte Getränke und kleinere Packungen bei allen Dingen. Natürlich auch auf Menschen die nicht nahezu ständig mit sich selbst sprechen (nicht alle – aber es scheint wirklich fast immer einer in der Nähe zu sein, wenn man draußen unterwegs ist).

Québec, Ottawa und die Ankunft in North Bay

October 9th, 2013 by TheLemming (0) deutsch,Private Life

Nachdem ich die Woche mit WordPress einen halben Artikel verloren hatte, hab ich ein wenig den Spaß am Urlaubsbloggen verloren – aber der Ärger hat sich wieder gelegt und ich werde versuchen unsere Reise nochmals kurz zusammenzufassen:

 

Nach Montréal sind wir bekanntlich in Québec gelandet, die mit Abstand sehenswertere Stadt, von der wir uns am dritten Tag losgesagt haben (oder losgerissen) um entlang des Saint Laurent Rivers nach Nordosten zu fahren und dort uns Wale anzusehen…. Wale im Landesinneren? Ja, da der Saint Laurent (einer der größten Ströme Nordamerikas) direkt vom Atlantik eine frische (ja, es war kühl) Strömung und mit ihr allerlei Meeresgetier abkriegt. Whale-watching war unbeschreiblich, viel mehr als man auf unseren Bildern sehen kann ist es das stetige hin-und-her suchen an Deck des Schiffes nach Luft-Wasser Stößen oder Walkörpern die je nach Art zwischen wenigen Metern bis zu drei dutzend Meter lang werden können. Wenn wir unserer stetig kommentierenden Bootsführerin glauben schenken darf war der zweite Wal einer der wirklich größeren (wenn auch kein Blauwal). Sehr spannend sind die kleineren Beluga-wale die dort heimisch sind und sich aus dem Gebiet auch nicht wegbewegen. Ich glaube neben dem Heliflug über Niagara war das mein absolutes Highlight im Urlaub… Sonst kann man nur sagen, dass Québec einen sehr angenehmen Charakter als Stadt hinterlässt, etwas ruhiger und geordneter und ansprechender als manch andere Stadt hier – sie hat obendrein noch Kultur und das sieht man ihr an. Unser Quartier in Cháteau-Richer war “Gite un air d’ete” und für mich die absolute Empfehlung für diese Region. Unsere Gastgeber (Linda und Claude) haben uns das ohne Übertreibung beste Frühstück bereitet, dass man sich vorstellen kann und was will man mehr als ein Quartier etwas außerhalb – direkt am Strom gelegen mit Jacuzzi im Garten, bei dem man den Sternenhimmel und die Nacht im Warmen genießen kann? Aber irgendwann (am nächsten Tag) wollten wir weiter.

Ottawa war unser nächster Stop auf der Liste. glücklicherweise (nicht so wie am Weg von Kingston nach Montréal) auch ohne gröbere Staus oder Zwischenfälle auf der Straße. Einquartiert haben wir uns im Byward Blue Inn, welches uns aufgrund seiner Downtown Lage angesprochen hat, zu Recht. Das Hotel selbst ist nicht übermäßig “toll”, auch nicht wirklich günstig, aber man findet sich mitten in der Stadt wieder und wir hatten das erste Mal seit unserer Ankunft in Kanada Regen ab dem ersten Morgen. Den Abend hatten wir zum Glück noch für einen Ausflug durch die nähere Umgebung genutzt, ohne wirklich das Nightlife zu genießen, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen. Am nächsten Tag haben wir uns durch ein paar Malls bewegt und den Tag zur Regeneration genutzt. Am Tag vor unserer Abreise wollten wir erst ins Museum of Science & Technology (leider geschlossen am Montag) dafür waren wir im Space & Aviation Museum und sind dort vorab gleich in die Star Wars Identities Ausstellung gestolpert. Schöne Ausstellung, hat Spaß gemacht – nur leider ist bislang meine e-Mail mit der “eigenen” Star Wars Identität nicht angekommen, sehr schade. Eigentlich sogar ärgerlich.
Im Aviation Bereich hat es natürlich insbesondere meine Frau von links nach rechts gezogen – ich hab die Zeit für mich genutzt um etwas weiterzulesen nachdem ich 1 1/2 mal durch die Ausstellung geschlendert bin.

Mittlerweile sind wir in North Bay angekommen, die Reise auf der 417 / Highway 17 ist unbeschwert und mit sehr wenig Verkehr entlang einer ausgesprochen schönen Gegend. Leider sind wir ein paar Wochen zu spät für einiges was man hier am Weg hätte sehen können und in North Bay wurden wir im Sunside Inn ohnehin mit den Worten begrüßt “Was macht ihr denn hier – hier ist es langweilig” – oder so ähnlich kann man das übersetzen. Naja, wir sind seit mehr als 2 Wochen on the Road(trip) durch Kanada und wir werden hier wohl auch die eine oder andere schöne Ecke finden – oder wir genießen einfach die Landschaft mit einem Buch oder Laptop & iPad oder so. Langweilig wird uns sicherlich nicht und ein bisserl Erholung find ich persönlich gerade auch gar nicht so verkehrt.

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