Magic the Gathering: Commander, Lords of Waterdeep & Forbidden Stars

September 19th, 2016 by TheLemming (0) deutsch,Games,Reviews

Endlich sind wir mal wieder dazugekommen – ein paar Partien Magic im Commander Modus zu spielen. Früher war das halt doch alles etwas einfacher mit dem “treff ma uns” – jeder hatte 5-10 Decks dabei und wir haben so manchen Nachmittag unsicher gemacht. Nachdem ich mich nie der Competitiven Szene bei Magic sehr zugehörig gefüht habe, geht auch nix verloren, wenn man nahezu ausschließlich Themendecks hat. Das war übrigens auch einer der größten Fehler den ich im Bezug auf Spiele gemacht hab, ein Elfendeck und ein Engeldeck bei Ebay vor ein paar Jahren einzustellen und diese für ein paar Euro loszuwerden. Klarerweise waren es irgendwelche Shops, die wohl jede Einzelkarte für den Preis des Gesamtverkaufs wiederverkaufen werden. Meine Magic-Sammlung ist aber mittlerweile eine schicker Bestandteil der Spiele geworden und lockt mich immer gerne aus der Reserve, insbesondere wenn wir es schaffen (ewig her) zu viert eine Partie Two-Headed Giant zu spielen oder halt das Commander Format. Was ist das Besondere am Commander? 100 “UNIQUE” Karten mit Ausnahme von Standardländern, ein “Commander” und ein paar Regeln, welche die Partien kurzweilig und actionreich machen – üblicherweise. Natürlich hatten wir (Weckerl und ich) auch wieder ein paar Mana-screwed Games bei denen sich die Länder sehr gut versteckt haben – bei 100 Spielkarten ist der Zufall nicht immer so perfekt wie man ihn gerne hätte. Oder so. Der Commandermodus hat bei mir 7 von 10 sammelwütigen Kartenpunkte verdient und ist ein super Weg die alten Karten nochmals für eine Partie rauszuräumen ohne den “4 gleiche Karten” Effizienzwahnfaktor bei den Decks zu “benötigen”.

Danach haben wir uns endlich über “Lords of Waterdeep” hergemacht. Mein kurzes Urteil dazu: GENIAL. Das Spiel eignet sich für alle, die ein wenig Fantasy Setting mögen und gerne mal eine Spielerfahrung erleben möchten eines Cooperativ-Intrigig-Competitiven Spiels. Kurz zusammengefasst: Ihr schlüpft in die Rolle eines der Lords von Tiefwasser und versucht sicherzustellen, dass es der Stadt gut geht (Coop Teil), verfolgt dabei aber primär eure eigenen Interessen und nutzt die eine oder andere Intrige um Euren Mitlords und/oder -ladies kleine Stolpersteine im Sinne von “kümmer Du dich darum, dass ist wichtig” in den Weg zu stellen. Am Ende siegt derjenige der am meisten Rubine (Siegpunkte) einsammeln konnte (Competitiv). Wir haben nur eine Partie gespielt, die Regeln sind sehr klar formuliert und es hat einfach eine Menge Spaß gemacht. Wenn ihr mit Tiefwasser (Waterdeep) vertraut seid und ein paar von Ed Greenwoods oder R.A. Salvatores Bücher gelesen habt gibt das gleich nochmals ein paar extra Grinser und ein Plus an Flair für die Wiedererkennung alter Geschehnisse in der City of Splendors. Für mich eine glatte 9/10 intrigenlastigen Stadtherrscherpunkten für kurzweilige Nachmittage oder wie in unserem Fall einen perfekten Sonntagmorgen – das Spiel verspricht übrigens, dass es die 10/10 Punkten knacken könnte, so im Modus mit 3,4 oder 5 Spielern.

Dann gab es noch ein ungeöffnetes Brettspiel, welches schon seit langem auf einen Versuch wartet. Forbidden Stars, angesiedelt im Games Workshop(R) Warhammer 40k Universum. Ihr schlüpft in die Rolle von Space Marines, Chaos, Eldar oder Orks und breitet euch in der Galaxie aus. Ziel des Spiels ist es Objektiv-tokens zu bekommen, die üblicherweise in einer feindlichen Welt untergebracht sind. Typisch für 40k ist die sehr kriegerische Auslegung und meiner Meinung nach gewohnt schön und detailreich sind die unterschiedlichen Einheiten. Das war’s aber auch schon wieder mit dem positiven Lob, die Spielanleitung ist eine Aneinanderreihung von Querverweisen, die bislang einzig vom Order of the Stick Brettspiel geschlagen wird in Komplexität und gefühlter Unlesbarkeit. Ich hab denke ich jeden vierten Absatz drei bis viermal vorlesen müssen um die Satzkonstruktionen zu verstehen und hatte bislang nicht das Gefühl, dass meine Sprachkenntnisse so mies wären. Dem nicht ganz genug ist das Kampfsystem, welches eine essentielle Spielmechanik darstellt komplex, schwerfällig und langwierig. Schade eigentlich, die Artworks auf den Karten sind sehr gelungen fangen die dystopische Stimmung gewohnt gut ein. Auch wenn wir bislang nur Space Marines vs. Chaos gespielt haben leidet das ganze sehr unter den schlechten Manuals. Ich hoffe trotzdem, dass es noch ein paar weitere Partien geben wird, auch wenn mir schon ein wenig vor dem Drei- oder Vierspielermodus graut, wenn das “noch” langsamer wird schlafen sicherlich ein paar Leute bei den Kämpfen ein. Fazit es sind bittere 3/10 endzeitversprechenden Blutgottopferpunkte, welches Forbidden Stars verspricht – in meinen Augen mit einem besseren Manual und ein paar Quicksheets wären mindestens 6/10 drinnen gewesen.

Alles in allem ein geniales Wochenende, welches nach baldiger Wiederholung schreit, also wenn irgendwann mal wieder Zeit ist für Brettspiele.

Einmal um die Inseln – ein kurzes Fazit

September 3rd, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Nach zehn Tagen auf engem Raum mit der Mein Schiff 1  befinden wir: die Kreuzfahrt war ein Heidenspaß mit vielen Aha und Wow Momenten. Unsere große Angst, dass es mit so vielen Leuten an Bord einfach nur eng wird, hat sich nicht im Geringsten bewahrheitet. Stattdessen hatten wir jedes Mal in einem der drei (maximal 6 Personen) Whirlpools problemlos Platz – meistens waren wir zu zweit oder zu dritt. Im Vergleich zu einem Hausboot ist es durchwegs geräumig und luxuriös und die vorherige Besichtigung der U-434 hat unser gemeinsames Verständnis von Platzangst und Komfort ohnehin noch kurzfristig angepasst.
Mit Lanyards auf dem Schiff rumzulaufen ist einfach nicht schick, es mag praktisch sein, aber aus unserer einstimmigen Perspektive geht sowas einfach gar nicht. Ganz im Gegenteil, ich hab ein Captain’s Dinner vermisst, dass ich eigentlich nicht kenne und sehr viel Vergnügen gehabt schick mit Kilt oder Hemd am Abend die Restaurants unsicher zu machen. Die Verfügbarkeit von frischen Mangos, Maracujas, diversen Melonen, Erdbeeren und anderer Früchte trägt sehr zur guten Laune von Juli und mir bei – bei Juli ist noch dazu das englische Frühstück, inklusive baked beans ein großes Plus und schmeckt ihr auch nach zehn Tagen noch immer.
Die Engländer verstehen sich im Marketing (Pokemon Go, gratis WLAN und hab ich das großartige Merchandise schon erwähnt – von Rezeptbüchern, Postkarten über diverseste nützliche und wohlüberlegte Geschenkartikel) – und hier reden wir von einer Kirche, die Ausstellungszentren und Besucherzentren der Sehenswürdigkeiten toppen das meist nochmals. Uns war vorher schon ziemlich klar oder wir waren uns halbwegs sicher, dass wir native-speaker als Reiseführer bevorzugen würden – das hat sich bewahrheitet. Übrigens haben wir rausgefunden, dass insbesondere Schotten – aber auch Iren, die Deutsch reden, sich sehr stark nach Holländern anhören.
Die Heritage Sites (UNESCO Weltnaturerbe) von Stonehenge und Giant’s Causeway in so kurzer Zeit (4 Tage) zu besuchen, war überwältigen. Beide sind ewig in unserer Erinnerung verankert. Apropos verankern, die typisch englischen Vorurteile wie (regnerisches) Wetter und (schlechtes) Essen – konnten wir nicht ansatzweise bestätigen.
Wissensvorträge (bei TUI heißen die “Kompass: Wissen”) sind äußerst informkativ, unterhaltsam und eignen sich hervorragend, um sich auf die Landausflüge einzustimmen. Man darf sich aber darauf vorbereiten, dass man von legendären Orten wie Giant’s Causeway auf dieser Cruise von fünf Personen fünfmal eine nahezu idente Geschichte erzählt bekommt – zu unserer Verwunderung erzählen Iren und Schotten diese auch noch gleich.
Ein Business Class Upgrade am Rückflug nach Wien rettet für Juli dann auch noch den Tag, nachdem dieser ja mit einem beschädigten Koffer nicht so toll begonnen hatte.

Und nochmals ganz kurz: 10 Tage – davon 4 Seetage – TOP Wetter – mehr als 2000 Bilder – viel gelacht und (leider nur?) 22 Postkarten geschrieben – persönliche Top 3 von Juli und mir: Stonehenge, Giant’s Causeway und Eden Project. Die besten Reiseleiter waren Jake, Ian und Susan und während wir es anfangs bezweifelt hätten – wir täten’s wieder tun.

Tag Elf – Rückfahrt zum Hafen Hamburg

September 3rd, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Den letzten Tag bevor es uns wieder nach Hamburg verschlägt verbringen wir auf See. Ausschlafen und danach gemütlich Frühstücken, ein paar Runden Exploding Kittens (Kartenspiel) am Pooldeck, nachdem wir uns bei Tischtennis (und Fußball mit Lenny) verausgabt haben. Einfach genial, ich hab das Gefühl wir werden lange von den Erinnerungen zehren können die uns die Kreuzfahrt und ihre unvergesslichen Landausflüge vermittelt haben. Ein wenig Zeit im Whirlpool zum Seele baumeln lassen und das finalisieren der gut gekauften aber ungeschriebenen Postkarten lässt unser letztes Highlight der Reise sehr flink auf uns zukommen: das letzte Abendmahl im Blaue Welt Sushi-Restaurant auf Deck 5. Eine gute Wahl, beide japanischen Biere schmecken ­- wie japanische Biere halt so schmecken – gut trinkbar aber charakterlos / flach. Dafür lassen weder die Maki Rollen noch Aal, Thunfisch, Lachs und Oktopus Wünsche offen. Auch ist es einer der Abende wo ich nicht das Gefühl habe, dass wir uns danach aufs Zimmer rollen lassen müssen. Bis 23:00 müssen wir fertig gepackt haben, Juli und ich haben das irgendwie schon am Nachmittag geschafft und gönnen uns einen Ausklang der Reise – erst wartend auf unseren Pianoman, der leider am letzten Abend nicht im Atrium ist aber uns zuvor beim Sushi schon verwöhnt hatte und danach noch mit einer unvernünftigen Portion Pommes, die vom Grillmeister unseres Vertrauens nochmal zusätzlich unvernünftig groß gestaltet wird – ein würdiges Ende wie Juli und ich finden. Die Nacht wird etwas unruhiger, ich nehme an es waren die Gepäckbewegungen unter Deck, aber wer weiß das schon… Morgens gibt es dann nach dem Anlegen und den letzten Packaktionen ein genüssliches Frühstück, Getummel beim von Bord gehen, ein wenig Ärger mit einem beschädigten Koffer von Juli, den wir nach dem Urlaub einschicken müssen und regnerischem Wetter in Hamburg. Aber was soll es – diese Kleinigkeiten ruinieren uns nicht den unvergesslichen Urlaub in den britischen Inseln.

Tag Zehn – Salisbury & Stonehenge

September 3rd, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Die Einfahrt in den Hafen von Southhampton war nicht vergleichbar mit der gestrigen in Falmouth, das Spektakel Naturhafen in Tenderposition war zeitlich suboptimal aber ganz klar etwas, dass man gesehen und erlebt haben sollte. Heute steht ein ganz besonderes Highlight auf unserer “Kultur-Speisekarte” – und zwar geht es nach Stonehenge und Salisbury. Es ist der erste Ausflug bei dem deutlich mehr Leute in der Bar (Treffpunkt vor Abreise) warten und die beiden Busse sind gut gefüllt. Wir kommen zu unserem Reiseleiter Jake in den zweiten Bus und erfahren, dass der Ausflug in umgekehrter Reihenfolge stattfinden wird, d.h. wir fahren als erstes Salisbury und danach Stonehenge an. Aber wir sollen es nicht bereuen, da vormittags um die Steinkreise immer sehr viel los ist, erklärt Jake. Während der Busfahrt bittet Juli zum Glück nach kurzer Zeit unsere Reisebegleiterin Eva an, ob wir zusätzlich zu ihrer Übersetzung auch Jakes “Originalton” hören können – super Sache und ein deutlich geringerer Informationsverlust als bei den Übersetzungen die in der ersten Reihe von einer zugegeben bemühten, aber nicht sehr fähigen Eva unternommen werden. Außerdem kommen wir in den Genuß eines fabelhaften britischen Akzents, der meiner Meinung nach nur Ian ein wenig nachsteht, in der angenehmen Art zu sprechen und uns über die Geschichte der Plätze zu informieren, die wir besuchen (und uns für Salisbury auch ein ausgezeichnetes Fish & Chips Lokal empfiehlt, dass wohl auch von > 50% der Leute besucht wird.)
Salisbury selbst zeigt uns die beeindruckende Marienkathedrale und ihre Ausgabe der vier erhaltenen, in lateinischer Sprache verfassten und auf Tierhaut geschriebenen Magna Carta. Selbst dort in der Kirche verstehen es die Engländer stil-, liebevolles und sehenswertes Merchandise anzubieten. Kaum 100m weiter fallen wir in einen legendären Fudge-Laden ein – bei dem Geruch hatten wir auch wirklich keine Wahl. Wir nehmen uns alle ein wenig Wegzehrung mit auf den Spaziergang durch die schicke Stadt, die vor knapp 800 Jahren erbaut wurde.
Circa 20min weiter mit dem Bus fahren wir nach Stonehenge, der Weg dorthin ist – ja, Weg halt – auch die Informationen über die alte Druidenstätte ist wenig Neues – die Mysterien sind ja mannigfaltig. Aber sobald man in die Nähe des Besucherzentrums kommt, den (yay, englischsprachigen) Audioguide und die Karte erhält, kann uns kaum etwas halten – gut, wir lassen den Tross der anderen 50 Leute mal in den ersten Shuttlebus und nehmen gemütlich den Nächsten. Ich bin mir nicht sicher, ob es die hohe Erwartungshaltung war, aber es war einfach unglaublich genial. Einerseits der Steinkreis mit den kleineren Steinen aus Blaustein in der Mitte, die trotz der knapp 7 Tonnen Gewicht von Wales hierher geschleppt wurden (vor tausenden Jahren), aber auch die größeren 40 Tonnen Sarsen-Steine, die nicht nur schwer sondern auch extrem hart sind – alles hier hinterlässt einen Eindruck von “one of a kind”. Jede Perspektive und jeder Winkel bei den beiden Umrundungen gibt zwei tolle Bilder ab, ein geniales im Kopf und hoffentlich auch ein brauchbares von der Kamera. Die Wege sind toll gestaltet, sodass man trotz des Besucherandrangs immer einen guten Blick behält. Auch die freundlichen Angebote verschiedenster Leute Fotos von einem zu machen, tragen einfach zu dem genialen Ausflug bei. Wir sind alle verzückt als wir zurück ins Besucherzentrum und zur Ausstellung kommen, für die beide eigentlich gerade noch etwas Zeit ist – aber hey, die Steinkreise waren jeden Weg wert und jede Minute war perfekt investiert. Abends entspannen wir uns noch mit ein paar Cocktails an Board und gehen gemütlich im Atlantik essen, der Hauptgang (Hochrippe vom Rind) schmeckt allen – auch sonst wieder ein kulinarisches Highlight wie immer.

Tag Neun – Eden Project und Falmouth

September 3rd, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Früh morgens treibt es uns am neunten Tag aus den Federn, wir liegen im drittgrößten Naturhafen den es gibt – Falmouth. Die beeindruckende Festungsanlage Pendennis liegt über uns der zweite Teil ist auf der anderen Seite der Stadt (St. Mawes) den wir leider nicht sehen werden, aber man kann ja wiederkommen, das ist hier durchwegs einladend genug um darüber nicht nur nachzudenken. Wir sind hier in einem Tenderhafen, das bedeutet wir werden mit Booten an Land gebracht und da unsere Liegezeit nicht übermäßig lange ist, verlassen wir das Schiff schon vor 08:00. An Land werden wir von einem Hamburger begrüßt (Name hab ich verdrängt) – ich denke wir sind die vier in unserer Reisegruppe die es nicht so toll finden, dass uns jemand in Norddeutsch seine Highlights hier erklärt, wir hätten lieber einen Briten gehabt. Nun ja, der Weg in Richtung des Eden Projekts führt uns durch ein paar kleine Städtchen, Cornwall zeichnet sich durch eine besondere Form der Parzellierung aus, wo jedes Grundstück komplett umgeben sein muss und die mit Hecken gemischten und begrünten Mauern geben ein eigentümliches, wunderschönes Landschaftsbild.
Kurz nach 09:00 kommen wir am Parkplatz des Eden Projects an, es sind zwei bis drei Autos vorhanden, aber wir sind die erste Reisegruppe und können mit unseren Eintrittskarten sehr schnell an die Biome ran. Erster Schritt ist das Educational Centre – wo wir auch die Ausstellung “The invisible me” sehen, eine liebevoll aufbereitete Ausstellung zu den Mikroorganismen im menschlichen Körper – von denen die uns jeden Tag begleiten an der Haut bis zu den mannigfaltigen Symbiosen die wir in unserem gastrointestinalem System haben, wie gesagt liebevoll und kindgerecht aufbereitet. In dieser Ausstellungshalle “The Core” werden weitere Details zum Eden Projekt und der Entwicklung seit 2001 gezeigt und auch geniale Maschinen und Ideen gezeigt.
Der frühmorgendliche Sprühregen hat die vielfältige Pflanzenwelt mit feinen Tröpfchen übersät, die alle fotografiert werden wollen. In den Gärten sind ein paar bronzefarbene Metallspinnen in Übergröße versteckt, auch sehr kreativ wenn man von düsteren, schwarzen Augen fixiert wird. Nachdem es etwas zu feucht wurde sind wir dann auch in die Biome hineinspaziert. Der kleinere Biom war nicht so stark besucht und zeigt uns Fauna aus dem mediterranen Raum, gefolgt von einem Indian Pale Ale für die Jungs und einem Chai für die Mädls freuen wir uns schon, dass wenig los ist. Zu früh gefreut, kaum gehen wir in den tropischen Biom hinein, werden wir kontinuierlich durchgeschoben, die Palmenvielfalt ist hier noch größer als in der kornischen Riviera, die uns mit ihrer Artenvielfalt schon bei der Herfahrt in Staunen versetzt hat. Die Wege sind mit einer schier endlosen Vielfalt an Informationen ausgestattet zu Umwelt und man spürt die Liebe zu Detail und unserem Planeten. An den Cashews angekommen erklärt uns einer der Projektmitarbeiter was wir bislang nur vom Preisschild vermuten konnten, Cashew Ernte ist ein Knochenjob mit geringem Ertrag und hohem Aufwand für viele Leute die mitarbeiten. Als das Makroobjektiv langsam zu rauchen beginnt haben wir den zweiten Biom auch hinter uns gelassen und müssen, wie jedesmal feststellen, Marketing & Merchandise wird hier verstanden und gelebt. Der Rückweg durch die Gärten wird mit ein paar Umleitungen zum Irrweg 3.1 – aber mit Sonne über uns ist es gerade noch so auszuhalten, wir wollen ja nicht mehr jammern als unbedingt und absolut notwendig. Beim Verlassen lesen wir ein “Come back soon and see how we’ve grown” – eine Einladung die wir wohl in positiver Erinnerung behalten werden. Nachher schaffen wir noch eine kleine Runde in Falmouth und genießen eine Pastry, eine typische Spezialität, der ich ja etwas skeptisch gegenüber gestanden wäre, aber Juli ist da deutlich mutiger als ich – was ich auch keinen Augenblick bereue. [sarcasm] Und wir werden hier ja ein ums andere Mal von Hunger angetrieben. [/sarcasm] Das Städchen ist wunderschön, die Menschen freundlich und die kleinen Gassen und die Hafenanlage entlockt uns mehr als nur ein Lächeln bevor wir uns wieder auf den Weg zurück an Bord machen mit einem schicken kleinen Boot dessen Kapitän in der Hafenanlage abbiegt und uns mit den Worten beruhigt “Don’t worry guys, we’re not lost” – er findet tatsächlich das kleine Mein Schiff 1 und wir legen in Richtung Southampton ab – voller Vorfreude auf Salisbury und Stonehenge.

Tag Acht – Seetag

September 3rd, 2016 by TheLemming (0) Vacation

Tag Acht führt uns nochmals zu Erholung pur, nebst eines späten Frühstücks sehen Juli und ich uns das Obstschnitzen in der Außenalsterbar an und sind verblüfft wie man mit einem kleinen Messer aus verschiedenen Früchten in kürzester Zeit einen Pinguin und eine Eule zaubern kann, oder mit ein paar geschickten Handgriffen eine Wassermelone mit einem Relief aufhübscht aus dem uns ein Papagei entgegenlacht. Da wir die Seetage nutzen um uns auch ein bisserl historisch Weiterzubilden, gehen wir als nächstes zum Vortrag “Kelten, Gärten, Cornwall” und lernen es gibt sehr viele schöne Seiten des Südwestzipfels der Insel, und mit den Scilly Islands auch eine sehenswerte Erweiterung dieser.
Vor dem Mittagessen knotzen wir am Heck des Schiffes mit Spielkarten herum, ich lerne das Spiel “Schnauzer” und wir spielen auch eine Runde Mau Mau und eine Runde Rommy/Jolly. Solange bis uns der Gusto zu frisch gegrillten Garnelen ins Gosch-Sylt treibt. Nach dem Essen geht’s weiter in den Whirlpool und von dort zum Saunaaufguss mit nordischem Nadelgehölz um den krönenden Abschluss mit einer Wohlfühlmassage zu zweit zu finden. Apropos finden, wir finden um kurz nach 21:30 sollten wir uns noch einen Burger und Pommes gönnen und lassen danach, wie so oft, den Abend im Atrium mit Pianoklängen ausklingen.

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