Diesmal haben wir die Zeitumstellung (1h dazu) im Blick und wachen einfach 1h später als sonst auf. Der Blick aus dem Fenster verheißt erstmal einen nebligen Tag. Eine so eingeschränkte Sicht von unter 10 Metern hatten wir während der gesamten Kreuzfahrt nicht. Der Captain informiert uns auch darüber, dass er aus diesem Grund auf der Brücke bleiben wird und nicht an einer geplanten Show des heutigen Programms teilnehmen kann.

Das Lied der Buckelwale
Bei diesem Wetter lassen wir es gemütlich angehen und besuchen noch vor dem Frühstück erstmal einen Vortrag zu den “Giants of the Sea”. Der Filmvortrag wird von unserer Naturalist/Ranger Emryn moderiert informiert uns sehr tief gehend über die 17 verschiedenen Walarten unserer Erde. Der beliebteste ist der Buckelwal, den wir ja vorgestern beim Whale Watching gesehen haben. Wir lernen etwas über die besondere Fangtechnik “Bubblenet Feeding” und erfahren, dass Walgesang die selben Muster aufweist wie Jazzmusik!
Unter den Killerwalen (auch Orcas genannt) haben sich 2 genetisch verschiedene Gruppen entwickelt: Die transienten Killerwale und die residenten Killerwale. Die Unterschiede manifestieren sich in der Ernährung (Meeressäugetiere vs. Fische), der Jagdtechnik (leise vs. laut) und dem sozialen Verhalten (kleine, flexible Gruppen vs. eng verbundene Großfamilien).
Wale sind uns emotional sehr ähnlich: Sie pflegen genauso intensive Mutter-Kind-Beziehungen und empfinden auch Trauer. Durch jahrzehntelang etablierte Schutzmaßnahmen und gesetzliche Vorschriften haben sich die Bestände der Wale weltweit langsam aber stetig erholt. Dazu trug natürlich auch der Schutz ihrer Nahrung (Lachs) enorm bei.
Urlaubsfeeling an Deck
Nach diesem informativen Start holten wir noch unser spätes Frühstück im Lido Market nach. Den restlichen Tag verbrachte Markus hauptsächlich in der Kabine, um sich noch etwas mehr auszukurieren. Juli genoss unterdessen an Deck die Sonne, die sich allmählich durch den Nebel kämpft und schließlich die Überhand gewann. Es war noch ein richtig sonniger, warmer Tag geworden – perfekt für Wildlife Spotting. Aber mehr als ein paar Otter, Delphine und einen vermeintlichen Wal, gab es nur ganz viel Wasser und wunderschöne Landschaft am Weg nach Vancouver zu sehen.


Unser letzter Abend an Bord

Gegen 18.30 Uhr hatten wir unsere 3. Und letzte Reservierung – diesmal im Morimoto at Sea, ein asiatisches Restaurant mit Sushi-Variationen. Als Vorspeise gab es für Markus eine Ramen und Juli hatte ein paar Gyoza mit einer Ingwer-Knoblauch Marinade. Als Hauptspeise hatte Markus eine Spicy-Tuna-Rolle und Juli die Chef’s Combo, eine Sushiplatte nach Gusto des Küchenchefs. Ein Dessert haben wir beide nicht mehr geschafft. Das Essen war super angerichtet, hat sehr gut geschmeckt und die frische des Fischs war natürlich unvergleichlich.
Nachdem Markus sich wieder auf’s Zimmer verkrümelt hatte und schon schlief, hat Juli den letzten Abend nochmal voll ausgekostet. Zuerst ging’s in die World Stage, wo die Show “Rock Brittania” mit bekannten Songs aus UK dargeboten wurde. Immerhin, ein Lied hat Juli erkannt 🙂 Danach wurde noch ein bisschen in der Rolling Stones Lounge abgetanzt und zwischendurch kurz Austin am Klavier in der Billboard Onboard Bar gelauscht. Gegen 22.30 Uhr noch fix einen Tee für Markus aus dem Lido organisiert und auf’s Nachtkastl gestellt. Und dann ging’s auch für Juli ab ins Bett.

