Gunkl, Bawag und die Killerspiele

April 18th, 2007 by TheLemming (3) Events,Private Life,Reviews

Gestern war der schon länger geplante Besuch im Andino – ein sehr nettes mexikanisches Restaurant – mit wirklich 1a Ambiente und guter (nicht exzellenter, aber doch guter) Küche. Eigentlicher Anlass unseres Besuches war Herr Günther Paal, wohl den meisten besser bekannt unter dem Pseudonym Gunkl. Das neue Programm “wir – schwierig” hatte uns dorthin gelockt (und ein hoffentlich freudeverbreitendes Geburtstagsgeschenk an die Beschenkten).

Die Vorstellung erwies sich als zweifelsohne Unterhaltsam. In meinen Augen ist und bleibt Gunkl ein hervorragender Kabarettist – der es insbesondere schafft eine Faszination für Wortspiele und einen übertriebenen Einsatz von Fremdwörtern rechtzufertigen. Bislang war ich hellauf begeistert, doch muss ich (leider) sagen, dass meine Begeisterung im Programm selbst einen (wenn auch nur kleinen) Dämpfer abbekommen hat. Es war eigentlich relativ einfach (ich möchte bitte nochmals darauf hinweisen, dass Gunkl -relativ einfach- einem normalen “schwierig” ausmacht…) dem Herren zu folgen – die Enthüllungen des Verständnis und die Entschlüsselungen komplexer Fakten und/oder Aufzeigung von interessanten Phänomenen bliebt außen vor – es ging bei dem Programm auch wesentlich mehr um soziale Aspekte – trotzdem fand ich, dass gerade gunkl-typische physikalische Abnormitäten und Beschreibungen bei denen man gut und gerne noch ein paar Minuten für einen Satz benötigt, nachdem man ihn auf DVD daheim hat – einfach gefehlt haben. – Aber es war Gunkl und allemal den Besuch wert und deswegen kann ich es vorbehaltslos weiterempfehlen. (Hey Feedback eines anderen Besuchers war: endlich konnte man dem Herren folgen, im Fernsehen ist er immer viel komplizierter. – Schade, genau die Eigenschaft hatte ich so geschätzt, dass man einige Worte nachschlagen muss und 100% Konzentration benötigt um dem Programm zu folgen).

Bawag. Oh ja, ein genialer Streich war es die Bank zu verkaufen – schön, dass es kritische Blogs gibt, die sich mit einigen Gedanken daraus auseinandersetzen – so auch das Kritikus Blog von Johann Waba. Nachdem die BAWAG jetzt alle Kubanischen Kunden rausgeworfen hat (nachdem es einer US-Firma ja nicht möglich ist mit Kubanern in Geschäftsbeziehungen zu treten) – kommt man ja langsam darauf, dass es doch nicht so eine gute Idee ist, die privaten Daten der Bawag-PSK in diese Hände zu geben. Klingt ja vielleicht alles harmlos, aber auch ich würde Wetten darauf abschliessen, dass alle Informationen über interessante Geldflüsse mittlerweile im US-Archiv gelandet sind. Schön, dass die Herren von der ÖVP/SPÖ da weniger Skrupel und Bedenken hatten im Vorfeld. Sehr schön :(.

Killerspiele.

Wunderschönes Wort, für mich war’s ja erstmals von einem gewissen Herrn Stoiber wahrnehmbar – der das Zensurrecht mit seiner Partei immer weiter ausdehnen möchte (hallo – hallo? wie kommt man auf solche ideen liebe nachbarn? Zensur ist doch nichts was man erweitern soll, wie wär’s mit aufklärung?) Es geht doch letztenendes darum, dass heute die Erziehung fehlt – das viele Eltern aufgrund beruflicher Gegebenheiten einfach keine Zeit mehr für die Kinder haben und diese vorm PC verenden – ohne Respekt für Menschen und ohne Achtung vor sich selbst. Ich finde es auch hier erschreckend, dass der Direktor eines Kriminologischen Institutes genau so eine Zensur fordert… Schaut doch mal hier herüber! Ich will Österreich wirklich selten als Vorzeigeland propagieren – aber hier gab es (und ich bete – ja wirklich B-e-t-e, dass es so bleibt) noch keine Amokläufer / Massaker u.ä. in dem Kontext und hier gibt es bekanntlich keine Zensur – Quake 3 gibt’s bei uns in jedem Saturn / Mediamarkt und Spieleshop… Bin ja selbst leidenschaftlicher FPS (First person Shooter) Spieler – und ich behaupte mal ganz dreist, solange man sich dem (virtuellen) Umfeld bewusst ist – kann das eigentlich sehr positiv genutzt werden – zum Stressabbau und quasi als (e-)Sport, ein ganz normaler Wettbewerb der unserer technologisierten Welt angepasst ist.
Ja, ich bin auch dafür, dass die Kids mehr rausgehen, aber seht ihr denn nicht was ihr mit Zensur und Verboten anrichtet? Ihr macht die beste PR die man sich wünschen kann – das Internet wird sich nie 100%ig kontrollieren lassen, dafür wird es zu vielfältig genutzt. Seid nicht so naiv, anstelle darüber nachzudenken wie man härtere Strafen verhängen könnte für Delikte die in meinen Augen keine darstellen (Spiele spielen – SPIELE) – versucht doch lieber Eltern zu einer besseren und liebevolleren Erziehung anzuregen.
Achso, das geht ja nicht – dazu müssten sie ja weniger arbeiten und das wäre schlecht für den Staat… Denkt mal drüber nach.

3 Responses to “Gunkl, Bawag und die Killerspiele”

  1. Wavatar WurstFinger89 Says:

    Hi erstmal.
    Also ich finde dein statemend zutreffend, Zensur wird im rahmen der “Killerspiele”zu weit ausgedehnt.
    Selbst wenn die Spiele komplett verboten werden finden die “Gamer” einen weg an diese troz des Verbotes ran zu kommen.

    Situation:
    “Killerspiele” werden verboten und der import auch.
    Die Spieler werden ins Ausland reisen um sich die Spiele dort zu besorgen und schmuggeln sie nach Deutschland.
    1 Grosserwirtschaftszweig wird gestuzt- deutschland macht weniger Gewinn und das ganze Geld wird nun nicht mehr in Deutschalnd ausgegeben sondern im Ausland.
    Wenn der Staat es dann versucht mit strengeren Sicherheitsmassnahmen unter kontrolle zu kriegen wird wieder einiges Ausgegeben.
    ALso werden die FPS´ler zu einem Feind vom staat weil diese dem staat zwingen geld auszugeben etc.
    Es folgen härtere Strafen die die Spieler ignorieren.
    Die FPS´ler fangen an den Staat zu hassen, drehen durch und veruschen mit allen mitteln – welche auch immer – ihre spiele zurück zu bekommen.
    Denn rest werden wir vllt in 5 Jahren sehn :).

    Also stimme ich zu das der Staat mit der Zensur eigentlich das “richtige Ãœbel” provoziert.

    Um mal denn Politikern auf den Zahn zu fühlen:
    Ihr solltet mal unter die Gamer gehen für sagen wir mal 1 Jahr…sieh beobachten etc., dann werdet ihr feststellen das Viele “killerspieler” die wohl sympatischten Menschen sind die ihr vllt je kennen gelernt habt.
    Ihr findet auch herraus das bei den Jugendlichen, der Krieg, in spielen, ausserordentlichen spaß macht, denn es ist einfach lustig mitanzusehen wie eine Virtuelle Figur mit einer brennenden Dynamitstande verrückt durch die gegend ennt anstatt sie einfach weg zuwerfen.
    Und so lange man weiß das das NUR EIN SPIEL ist wird man wenn man jemanden sterben sieht das nötige unternehmen um dieser Person zu helfen. Und wenn man in manchen spielen einen Sanitäter integriert mit dem man die anderen verarzten kann lernt man auch ein bisschen das wenn jemand am Bodenlieg man hilft und nicht einfach weitergeht oder zuschaut.

    Ich glaube fest daran das wenn man fehler macht fürs Leben lernt.
    Allso wenn ihr die Spiele verbietet werdet ihr einen fehler machen, 100%tig.
    Wenn ihr aber sagt okay komm die Spiele werden nicht verboten ab 18 alles standart blablub dann ist die wahrscheinlichkeit das etwas schlimmes passiert so hoch wie in Österreich.

    MFG Wursty

  2. Wavatar doc Says:

    oh mann…
    lern deutsch-das is ja wohl nicht zum lesen, was du da für einen käse schreibst…

  3. Wavatar ricdes dot com Says:

    Der Typische Fall – Amoklauf in der Schule = Durchgedrehter Spieler?…

    Wie ich berichtet hatte, wurden anfangs dieser Woche an der Virginia Tech in der USA, durch einen Irren Studenten erschossen.
    Mein Beileid ist bei allen Angehörigen und denen die diese Leute kannten.
    Leider kommen nun die typischen selbsternannt…

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