Tag Sieben – Dublin

Der erste Blick aus dem Schiff morgens war ja nicht wirklich sehr einladend, die riesigen Guiness Tankanhänger luden zwar zum Schmunzeln ein, aber die Stadt hatte aus Hafensicht sehr wenig Charme. Zum Glück änderte sich das schon beim Verlassen der Rampe als wir von der irischen Musik dreier, junger Musiker begrüßt wurden. In Dublin hatte ich selbst die Keystones unserer “Should-see”‘s festgelegt und um uns etwas orientieren zu können, gab es erstmals für € 10 (24h) eine Hop-on/off Tour entlang der violetten Route. Sehr zu empfehlen, man kommt an den wichtigsten Orten der Stadt vorbei, idealerweise sitzt man im Stock oben und kann noch die Sonnenstarhlen genießen dabei. Vom Trinity College, der riesigen Grünfläche des Dublin Zoos und des War Memorials, dem Guiness Storehouse. Der Busfahrer war übrigens mindestens genau wichtig wie die Informationen die es rundherum gab, direkt beim Guinness Storehouse musste er uns ja auch von dem tragischen Unfall erzählen zu dem es am Samstag gekommen ist.
Die wieder aktive Destillerie T…. in der Stadt bis zum Spire, für den die Iren, wie für alles andere sehr liebevolle Nicknames haben (Stiffey at the Liffey oder Stiletto in the Ghetto), waren es einige sehr sehenswerte Orte die gepaart mit einer netten Audiotour (Kopfhörer nicht vergessen, obwohl es gibt im Zweifelsfall auch Gratisdinger) und einem humorvollen Busfahrer einen tollen Einstieg in die Stadt verpassen. Dublins Architektur ist alleine schon die Reise wert, die liebevoll wirkenden Pubs und Geschäfte sorgen dafür, dass die gesamte Stadt ein sehr lebenswertes Flair hinterlässt ab den ersten Minuten die man hier verbringt.
Wenn wir beim Spire den Hop-off vom Bus machen verschlägt es uns nachdem wir uns in ein Souvenirgeschäft verlaufen haben gleich zum nächsten Höhepunkt unseres Dublintrips, dem Leprachaunmuseum. Es ist mehr das liebevolle Storytelling von Nora als das eigentliche Museum, dass uns hier ein Lächeln vermittelt und uns einen Zugang zu den Fabelwesen und Mythen des Landes gibt. Mittlerwelie haben wir die Geschichte des Giant Causeways zum dritten oder vierten Mal in voller Pracht gehört, zumindest wissen wir, dass die Schotten und Iren die gleiche Story erzählen und zum Glück ist die ist ja auch hörenswert. Wir streunen vom Norden des Liffeys wieder Richtung Trinity College wo wir gegenüber im wundervoll eingerichteten Bank Pub eine Stärkung zu uns nehmen, das Bier ist von mäßig (Roberts IPA) zu brauchbar (Markus’ IPA) aber das Essen ist wirklich optisch und geschmacklich sehr gut, Juli genießt ebenso wie Kathi das Soup & Sandwich special, während Robert Fish & Chips knabbert und Markus den Superfood salad.
Nachdem wir einigen Opas und Omas dabei zugesehen haben, wie sie Molly Malone an die Brüste grapschen und selbst noch das eine oder andere Selfie mit der guten Fischverkäuferin erhaschen machen wir uns auf den Weg nach Norden um durch die Einkaufsstraßen von Dublin zu ziehen, dabei stolpern wir über ein paar geniale Läden unter anderem “….” in der Andrew Street, der mit seinen Kleinigkeiten für jeden Anlass ein dauerhaftes Lächeln auf unseren Lippen hinterlässt. Ich darf erstmals in meinem Leben in einen Disney Store und stelle entsetzt fest, dass Marvel offensichtlich auch von Disney gekauft wurde. In einer riesigen Mall namens St. Stephen’s Green finden wir noch ein hübsches Kleid für Juli und eine weitere passende Kopfbedeckung für Robert und entscheiden uns die Dublina, das mittelalterliche Museum von Dublin auf den nächsten Besuch hier zu verschieben. Unser letztes Ziel wäre Tee im Peacock bei der Christ Church Cathedral gewesen, aber hier kommen wir Augenblicke zu spät – naja, vielleicht war es besser so da die Teepause im Queen of Tarts nicht nur ein Augenschmaus sind und wir wieder gestärkt uns durch die zahllosen Pubs und kleinen Geschäfte um Temple Bar wieder zurück zum Bus am North Merrion Square aufmachen. Fazit des Tages – Dublin in einem Tag reicht nicht. Die Stadt ist grün und liebenswert schön, dürfte aber mit Einbrüchen und Diebstählen zu kämpfen haben, wir kommen trotzdem wieder.

Tag Sechs – Greenock

Über Nacht sind wir von Belfast nach Greenock gekommen. Die morgendliche Einfahrt in den Hafen war ruhig und direkt danach gab es ein ausgiebiges Frühstück – nicht, dass bei uns irgendjemand noch das Wort Hunger kennen würde. Morgens lernen wir dann Ian kennen der uns auf unserer Reise zum Culzean Castle begleiten wird, er hat eine angenehme, ruhige Stimme und vermittelt uns ein paar Eigenheiten der Landschaft, der Bevölkerung und der Geschichte dieses Landstriches. Die Rundfahrt durch Südwestschottland lässt keine Wünsche offen, nach dem ersten Regen der uns schon beim an Land gehen erwartet wird das Wetter kontinuierlich besser und die Grüntöne werden immer tiefer, die Landschaft lässt keine Wünsche mehr offen. Nach knapp zwei Stunden sind wir in Culzean Castle angekommen, die Einfahrt auf das Gelände des Schlosses lässt uns viel erwarten, gepflegte Gärten und ein Schloss direkt an den Klippen des Atlantiks. Der Eingangsbereich ist eine Waffenkammer die formschön Musketen, Handfeuerwaffen, Dolche und Schwerter in unterschiedlichen runden Formen angeordnet zeigt. In einer Kammer nach dem ovalen Stiegenhaus spielt ein Duo alte keltische Melodien und singt für uns, sie waren vor mehr als einem Jahrzehnt in Österreich und haben bei Karl Moik’s Musikantenstadl gespielt. Der zweite Teil unseres Tagesausflugs führt uns nach Ayr, am Weg dahin erleben wir einen sogenannten “elektrischen Hang” – man hat das Gefühl, dass man nach oben fährt und in Wirklichkeit geht es bergab. Das war auch entsprechend beschildert – eine ordentliche Übersetzung gibt es aber für uns nicht.
In Ayr angekommen genießen wir erstmal richtige Fish & Chips an einem kleinen Laden an der Küste und machen danach die Stadt ein wenig unsicher. Der “Hayrdresser” ist ein ganz gut im Gedächtnis gebliebenes Wortspiel und auch sonst hat das kleine schottische Städchen viel Charme. Das obligatorische Pint im Pub schaffen wir nicht, weil wir beim Streunen durch die Straßen ein wenig zu viel getrödelt haben, macht aber nix, das beste Pub stinkt so ekelhaft nach Klosteinen, dass uns der Abschied nicht schwer fällt. Auf der Rückfahrt sind wir auf dem Weg der schottischen Küste und bekommen noch ein paar Infos zu Glasgow, das nebst Edinburgh sicherlich auch eine Reise wert ist. Das Motto des Tages lautet eindeutig “Haste ye back to Scotland!”
Zurück am Schiff freuen wir uns über einen gemütlichen Checkin, die tägliche Sicherheitskontrolle ist an Land vorgelagert und verläuft sich so etwas mehr, nebst ein paar Kiltaccessoire-läden und Krimskrams den man noch unbedingt besichtigt bevor man wieder den ersten von drei Cocktails an Bord schlürft. Ein paar Minuten später haben mich Juli, Kathi und Robert auch zum Bingo eingeteilt – Kathi gewinnt die dritte Runde und den Tagesjackpot. Der Abend klingt feuchtfröhlich aus und so jedes Detail ist dann auch gar nicht mehr vorhanden oder so wichtig.

Belfast calling – also eigentlich war’s ja “nur” der sensationelle Giant’s Causeway (aka Tag fünf)

Tag fünf führt uns entlang der Küste zum Giant’s Causeway, leider haben wir ein kleines sprachliches Problem und deuten “Küstenrundfahrt” als Bootstour. Bevor wir dann wider Erwarten zum Bus kommen, fährt die Ambulanz weg, wir machen uns ein wenig Sorgen, nehmen das aber bei knapp 2500 Leuten an Bord nicht als ungewöhnlich zur Kenntnis. Überhaupt beim Altersschnitt von geschätzten 50 Jahren kann schnell mal etwas passieren oder einer der wenigen Jugendlichen hat’s übertrieben.
Jetzt haben wir, wie gesagt mehr aus einem Missverständnis heraus,  eine laaaaange Bustour gebucht mit Tee-, Kaffeepause und einem traditionell irischen Mittagessen das neben einem Rindsbraten mit Gemüse, Erdäpfel als Mash und in frittierter Form mit Gravy enthält. Wir fahren mitunter durch die Stadt Bushmills namensgebend für den irischen Whiskey und man merkt die Stadt ist sehr stark auf den Tourismus dazu ausgelegt. Mittlerweile gehören die Nordiren allerdings einem mexikanischen Tequilakonzern und das dürfte die Lokalen doch ein wenig im Nationalstolz kränken. Das ist in Nordirland wohl ohnehin eine große Sache nebst dem vor achtzehn Jahren erst beendeten Bürgerkrieg der im Vergleich die Berliner Mauer und alles um diese herum wie ein Kindergartenspiel aussehen hat lassen. Täglich die Bedrohung durch Heckenschützen, in 30 Jahren knapp 3.500 Tote – zahllose Bombenattentate durch die verfeindeten Fronten der IRA und der Ulfer Republicans – klingt nicht gerade sehr nach einem angenehmen Platz zu leben, aber zurück zum Ausflug, die Busfahrten waren lang und “Lassie” unser Guide hatte im Schatten von der brillianten Susan gestern nur wenig Chancen uns wirklich zu begeistern. Insbesondere wo die Tour am Giant’s Causeway den einzig echten Höhepunkt hatte. Die Basaltformationen sehen aus als wären sie viel, aber nicht zufällig dort gelandet und auch die Geschichten des Riesens Fin, der knapp 16m groß gewesen sein dürfte und seinen schottischen Rivalen zu einem Zweikampf herausgefordert hatte und ihn mittels einer Täuschung die sich seine Frau ausgedacht hatte besiegt – hat die Erinnerung an diesen wunderschönen Ort mit einem wohligen Gefühl verewigt – sehenswert ist ein viel zu schwaches Wort um den Platz zu beschreiben. Übrigens die Ambulanz heute morgen hat unseren Kapitän abgeholt, der Schwede ist nicht wieder zurückgekommen und der neue Kapitän ist ein Grieche. Seltsam..

Vierter Tag – Seetag

Nach einem gemütlichen Aufstehen und dem aktiven Vermeiden des Atlantik Lokals, das für den morgendlichen Start einfach deutlich schlechter ist als das Frühstück beim Buffet. Das tägliche Omelett mit Käse, Zwiebel, Paprika und Tomaten oder auch ein klassisches englisches Frühstück von Juli, der Abschluss mit einer knusprigen Waffel mit Ahornsirup – es lässt sich leben, also gerade noch so. Dann bekomme ich noch die Überraschung des Tages mitgeteilt, ich bin um 17:10 bei der Wellenbrecher Männerkosmetik. Noch weiß ich nicht was mir blüht, aber schauen wir uns das doch mal an.
Damit wir nach getaner Essensarbeit den Tag nicht zu hart beginnen, geht es weiter ins SPA zur Massage für Kathi und zum ersten Saunagang in der Horizont Sauna – mit breitem Panorama und gutem Überblick. Bei der Ruhe nach der Hitze schlafen Lucky und ich am Außendeck ein, als wir aufwachen ist Juli nicht hier. Also machen wir uns auf den Weg zum Vortrag über die Tudors und die Stuarts. Wo wir nicht ansatzweise rechtzeitig ankommen, aber trotzdem noch ein bisserl etwas lernen. Nach so viel Action in der Sauna gönnen wir uns Tee, Kuchen und ein kleines Eis, wo wir Kathi und Juli auch wieder antreffen.
Dann geht es natürlich zurück zum SPA auf Deck elf und zum nächsten Saunagang mit Wahnsinnsaussicht. Mittlerweile (knapp nach 16:00) ist es aufgrund des begehrten Aufgusses deutlich gefüllter, also nutzen wir die gähnende Leere der Tea Lounge zum Ausruhen.
Die “Wellenbrecher” Männerkosmetik ist erholsam, entspannend und entlockt mir wieder die Wahrnehmung, wie viele kleine Schmerzen unsere Frauen täglich wegstecken um Häärchen und Mitesser zu entfernen. Aua, aber ich werde ja mit einer Kopf und Schulternmassage entschädigt und fühle mich erholt. Zwischenzeitlch so sehr, dass ich einen Augenblick einnicke nur um von meinem ersten, kleinen Schnarchen wieder aufgeschreckt zu werden. Ja, sehr entspannend…
Die nächste Verabredung haben wir im Surf & Turf, also in Schale geschmissen und auf zu Wagyu und Langusten, begleitet mit österreichischem (wir riskieren ja besser mal nix beim Wein) Chardonnay aus der Südsteiermark. Ja, so lässt es sich aushalten. Nicht, dass am Seetag zu viel Stress aufkommt und eventuell mal der Bauch ein paar Sekunden hat ohne etwas zu tun.
Wir stellen unsere schicken Kleidungsensembles dann noch vor die Kamera bevor wir Lenni abholen und den Abend ausklingen lassen.

Invergordon – Tag drei

Der erste Landausflug führt uns von Invergordon ins Gebiet des Clans Munro, auf eine Reise zwischen schottischen Schlössern und Loch Ness. Mitten in den Highlands, die ein drittel des Gebiets Schottlands ausmachen aber nur etwa 8% der Einwohner, lernen wir kurz nach dem Anlegen “Susan” kennen, die mitverantwortlich ist, dass unser Ausflugstag der etwa 8 1/2 Stunden dauern wird ein wundervoller ist – Kategorie: something to behold. Beim Grundkurs “Gälisch für Anfänger” lernen wir Worte wie Strath (breites Tal) und Glen (schmales Tal), Inver (Mündung) und das Invergordon nicht die Mündung von Gordon war sondern nur jemand der nachträglich den Namen der Ortschaft angepasst hatte.
Wir lernen schon am Weg warum Loch Ness schwarz ist (torfige Erde) und, dass der See der zweittiefste und voluminöseste des vereinten Königreichs ist, aber nicht der größte. Nessie kann sich in einem Becken austoben welches knapp 230m tief ist, durchschnittlich 1500m breit und etwa 35km lang. Ich hab schwarzer See erwähnt, oder? Zum Baden ist er nur für hartgesottene Kaltbader geeignet da er kaum wärmer als 5,5°C wird, er liegt übrigens am Great Glen.
Nebst strahlendem Sonnenschein treibt unser erster Halt uns direkt an Loch Ness an die historischen Ruinen von Urquhart, nebenbei ist das natürlich für Lenni der ideale Ort um sich etwas auszutoben. Ein paar Bilder und schon bekommen Juli und ich schelte, da wir 5min zu spät am Bus ankommen – Strafe: wir sollen singen (die haben ja keine Ahnung, für wen das eine Strafe wäre 🙂 ) – 10min Verspätung würde bedeuten, dass man tanzen und singen darf und nach fünfzehn Minuten darf man tanzen und singen wo der Bus stand.
Im Anschluss geht es weiter nach Inverness, der lokalen “Großstadt”, die von Königin Elisabeth II zum Jahrtausendwechsel als solche benannt wurde. Hier gibt es alle mögliche Industrie (Blutteststreifen) und ein wunderbares, ruhiges Krankenhaus. Kurzfristig hat man das Gefühl, Susan macht absichtlich Werbung dafür, wir sind allerdings beruhigt, dass von unseren 35 Leuten im Bus niemand vor oder nach der Reise den Bedarf zu einem Aufenthalt verspürt. Das kleine Städtchen ist lebenswert grün, wir halten direkt an der Kirche die wohl mit Pokemon GO! wirbt und auch für ihr gratis WLAN berühmt zu seien scheint. Im Highland Kilt Store von Fraser deckt sich Robert mit ein paar Gimmicks ein die super zu seinen neuen Anzügen passen und wir streunen auch durch den viktorianischen Markt, der uns aber wider Erwarten keine Fish & Chips bringt, also schauen wir noch flink zu Marks & Spencer auf eine Kleinigkeit zu beißen bevor es weiter nach Cawdor Castle fahren. Das Schloß wird nach wie vor bewohnt – also manchmal. Die Inneneinrichtung ist nicht halb so sehenswert wie die wundervolle Gartenanlage mit Labyrinth und die CCC (Chainsaw carving company) hat hinter der Burg ein kleines Meisterwerk hinterlassen an dem wir wieder die Photoapparate glühen lassen. Die Rückfahrt nutzt Susan um uns noch über die Schlacht von ******* an der die Jakobiten von den Hanoveranern verschnichtend geschlagen wurden zu erzählen, für die kommenden 40 Jahre waren sehr viele der schottischen Traditionen wie Kilt tragen oder Dudelsack spielen oder ähnliches strafbar. Am Rückweg lernen wir noch über die teuersten Flaschen Whisky, die um 50.000 – 150.000 € Besitzer gefunden haben, die teuerste von der lokal ansässigen Distillerie “große Wiese” Dalmore. Die Lagerhäuser sind tief schwarz gefärbt vom verdampften Alkohol, etwa 2% des Alkohols pro Jahr entweichen aus den Fässern, welcher von den Schotten liebevoll “Angel’s share” genannt wird, das entspricht etwa 100 Millionen Flaschen Whiskey im Jahr die hier an die Engel direkt weitergegeben werden, damit stellen die Schotten nachhaltig sicher die glücklichsten Engel auf der gesamten Welt zu haben.
Zurück am Schiff entscheiden wir uns diesmal für ein Abendessen im La Vela der italienischen Kombüse. Drei Sorten Pizza am Tag und Pasta die man selbst zusammenstellen darf. Der Service ist tatsächlich etwas italienisch, da wir alle zu unterschiedlichen Zeitpunkten unsere Hauptgerichte einnehmen, macht aber nix, die Pizza ist gemessen an der Distanz / Luftlinie Italien gut mit dünnem, knusprigen Teig und wir stibizen uns noch ein kleines Dessert am Weg zur Bar wo wir den Abend bei Klavierklängen langsam ausklingen lassen.
Motto des Tages: Friendship is like Whisky, the older the better. Too much of anything is bad, but too much of good Whisky is barely enough.

Tag zwei aka erster Seetag

Wie schön es doch ist, wenn man faul in der Kabine knotzen kann bis zum vereinbarten Treffpunkt und dieser erst um 10:30 (inklusive einer Stunde Zeitumstellung also 11:30) ist – allerdings schon fast zu spät um noch in Ruhe Frühstücken zu können, dafür war noch genau 30min Zeit. Dafür waren sowohl die frisch gemachten Omeletts, wie auch die Waffeln vom Prädikat “nomnom”. Juli genießt ihr erstes englisches Frühstück (Baked Beans, Würstchen, Spiegelei) welches mit Pancakes und original Sirup abgeschlossen wird. Nebst Obst, Obst und nochmals Obst.

Der Vortrag im Theater war unser nächster variabler Fixpunkt, Mythen und Legenden in Schottland rund um unser Zielgebiet war das Thema und doch gut aufbereitet erfahren wir einiges über die Geschichte der nördlichen Insel des vereinten Königreichs. Insbesondere unser morgiges Ausflugsziel “Inverness, Castle Cawdor, Castle Urgquhart und Loch Ness sind nochmals im Spotlight. Letzteres Schloss wohl mit einem französischem Garten direkt am Atlantik – frei nach dem Motto “wenn man sich schon sonst nichts leistet”. Am Bug konnte man ziemlich gut auch fühlen, wie sich das Schiff in den Wellen bewegt. In der Bar am Rückweg konnten wir die Reflexionen der Sonne an den Wellen beobachten und wir haben kurzerhands beschlossen gleich die Gunst der Stunde zu nutzen und den Whirlpool an Deck 11 auszunutzen, während Juli und Robert sich über Currywurst und Pommes hermachen.

In der Himmel und Meer Lounge durften wir dann ausprobieren was es heißt einen notfallersatzungeeignet-Barkeeper mit Kardomom und Koriander experimentieren zu lassen. Die Vital-Shakes/Smoothies hatten eine Menge Balaststoffe die einen ungewollten, oagen Müslicharakter hinterließen. Würgs! Den restlichen ersten Seetag verbrachten wir damit uns fürs Abendessen auszuruhen, gleich zum zweiten Mal in Folge im Atlantik – diesmal gab es ein Schwertfischtartar gefolgt von einer weiße Spargelcremesuppe mit Morcheln bzw. Melonenkaltschale mit Minzöl, als Zwischengang Gartengemüse mit Salat auf schwarzer Olivenerde und als die vier Hauptgerichte Ente, Hokkaido, Hummer-Linguini und Kalbsrücken. Den Abschluss gab es mit Käseplatte, Schokoladentörtchen mit Zitronensorbet oder einer kleinen Erdbeer Panna Cotta. Alles in allem, ein gemütlicher zweiter Tag aka erster Seetag und morgen geht’s endlich ab in die Highlands!

Anreise Hamburg

Mit dem 07:15 Flieger ging es in Richtung Hamburg. Das hieß um 04:00 aufstehen, Zähne putzen, ein Glas Orangensaft und Chai und los aber was tut man nicht alles für den Urlaub. Die Koffer von 4 1/2 Personen passen auch neben 6 Personen gut in den Sharan und Herbert hat für die Urlauber in den sauren Apfel gebissen und uns am Flughafen abgesetzt. Um 08:55 geht es von Flughafen in Hamburg weiter in Richtung des Hafens.

Dort angekommen und nach ersten Koordinationsschwierigkeiten, wo man denn das Gepäck abgeben kann gibt es ein fischiges Frühstück bei “Fisch und So”. Danach ging es durch einen Teil des Hamburger Hafens weiter zum “Eierkarl” – der mit dem Leitsatz “Hier gift dat seowes gemackten, Klöten-Köm” der wohl soviel bedeutet wie “Hier gibt’s selbstgemachten Eiersaft” eine Verkostung von vanilligem “Original”, nussigem “Haus” und fruchtiger “Helene”. Das Ratsherrn West Coast IPA war auch ausgezeichnet.
Treffsicher haben wir uns dann noch zur Eingewöhnung der längeren Zeit am Schiff die Ausstellung U-434 angesehen. Genauer gesagt, wir haben das ehemalig sowjetische Spionageuboot inklusive Führung unsicher gemacht. Das war toll, Justus unser Guide mit WGT 2014 Staff Shirt war sattelfest bei Fragen und hat uns näher gebracht wie 84 Menschen, davon 16 Offiziere, 16 Unteroffiziere in einem U-Boot auf engstem Raum bei durchgehend 40°C bis zu im Maschinenraum sogar 70°C funktionieren. Bei Flüsterfahrt, die bis zu neun Tage lang möglich war mit der Vorgabe keinen Mucks von sich zu geben. Und auch wenn es zu den meisten Dingen keine Aufzeichnungen der Details gab, meinte Justus es wären bis zu 9 Tage in Folge wo die Besatzung kein Essen, keine Klogänge und eigentlich auch gar keine Bewegungen machen durften. Die Matrosen, die großteils am blanken Boden schlafen mussten hatten 3 Monate auf See und danach 3 Monate Landgang. Die Offiziere waren 10 Monate auf See und hatten jedes Jahr 2 Monate Landgang. Ich empfehle dringend ein U-Boot zu begehen, dann hat man einen Eindruck wie wenig Platz das für 84 Menschen war. Die maximale Körpergröße von 1.65m und das maximale Körpergewicht von 60kg sind da sicherlich sinnvoll. Ach was red ich, wenn es nach mir ginge wäre die maximale Körpergröße 1.50cm damit man nicht an jeder Luke sich den Kopf anhaut. Die Offiziersmesse war dagegen schon echter U-Boot Luxus, sie war auch gleichzeitig ein OP-Tisch. Ich denke neben den Medizinern hatten es nur die Chef de Kombüse noch halbwegs gut mit ausreichend Platz in der Küche. Im Aufsatzturm, der übrigens geflutet wird und sonst nur zum Schutz vor der Gischt war bei Überwasserfahrten gab es die einzigen Minifenster im gesamten Boot, an anderer Stelle wäre das zu riskant wegen des enormen Drucks. Die U-434 war für 20m Periskoptiefe ausgelegt, hatte knapp 5.400 Pferdestärken und konnte mit Werftgarantie auf 400m absinken, den maximalen Tiefgang den sie erlebt hat war 440m – bei 600m wäre sie konstruktiv am Ende und den >60bar in der Tiefe materialseitig erlegen. Ich denke das schockierendste war für mich der Maschinenraum, bei verwendetem Dieselantrieb soll es hier etwa 70°C gehabt haben, durchgehend und das bei rationiertem Wasser von ca 1l / Tag. Nahezu unvorstellbar. Das U-Boot hat umgerechnet übrigens etwa 110 Mio Euro gekostet, ein vergleichbares Exemplar der Amerikaner oder Deutschen kostet im Vergleich knapp 1 Millarde. Da war der Preis für die Erstehung durch zwei Deutsche von knapp 1 Mio und nochmals soviel für den Umbau, inklusive Wendeltreppen wohl ein Schnäppchen. Auf jeden Fall ist man später für jeden m² in der eigenen Kajüte dankbar und es war ein tolles Erlebnis das nicht zuletzt ob unseres Guides eine Empfehlung in Hamburg ist.
Nach der Abgabe des Gepäcks ging es weiter zum Check-in, wo wir mitgeteilt bekommen, dass in Julis Gepäck ein Wurfmesser gefunden wurde. Sehr uncharmant formuliert von einem original deutschen Zollbeamten war erstmals die Stimmung im Keller, nebst der einfachen Wahrnehmung “wir haben sicherlich keine Wurfmesser dabei”. Das Wurfmesser sollte uns aber die nächsten Tage als Running-Gag begleiten – wird schon passen und wir werden das klären. Der erste Halt war daraufhin in der TUI-Bar an Deck 6, ein Aperol Spritz (Juli), Swimming Pool (Kathi), Campari Orange mit frisch gepresstem Orangensaft (Robert) und einen Caipirinha (Markus). Nach dem dritten Cocktail besserte sich die Laune langsam und wir konnten noch Beweisbilder machen, dass wir quasi alleine die Bar belagert hielten. Wenig später sollte es zur ersten Erkundungstour durch das Schiff gehen. 13 Decks – mit Outside Bars, Sportmöglichkeiten einer sehr aufmerksamen Crew, soweit man das am ersten Tag schon sagen kann – ja doch es ist ein guter Start. Die Klärung der Wurfmesser-Affäre würde noch weitere drei Gänge zur Rezeption beinhalten, konnte aber als hübsches Kiltaccessoire doch erklärt und geklärt werden. Alles halb so wild und “Much ado about nothing”. Um 18:15 ging es dann zur Seenotrettungsübung, neben dem 7 kurz 1 lang Warnsignal wurde uns vorgeführt wie man eine Schwimmweste anlegt – danach durften noch ein paar Hundert Leute darauf warten, dass ein paar andere Menschen ausgerufen wurden, der eine aus unserer Gruppe der nicht anwesend war, darf das am zweiten Tag in einer Einzelsession mit dem Kapitän nachholen *gähn*.
Um 19:00 quetschten wir uns noch in die Abendgarderobe und konnten die MeinSchiff 1 unter den Klängen von Unheilig – große Freiheit ablegen sehen. Wir haben uns das von Deck 11 oder 12 angesehen und auch die Gelegenheit genutzt ein paar Bilder zu machen, man legt ja nicht jeden Tag in Hamburg ab und die österreichische Marine kann so etwas seit knapp 100 Jahren nicht mehr anbieten.Den Abendausklang hatten wir im Restaurant. Ein Rindstartar und einen Zander als Vorspeise, gefolgt von Käsesuppe und einem Blattsalat als Zwischengang bevor es zu Barrakuda mit Kokosreis und Kochbanane oder dem Rinderfilet in einer Chili-Schokoladenreduktion kam. Als Nachspeise gab es Erdbeer-Lycheemousse oder ein Pralinenmousse mit Mandarinen. Abseits des Rotweins, der das Prädikat “Spucken nicht schlucken” hatte, war Cola-Zitrone das Modegetränk des Abends, dem alle außer Kathi folgten. Robert war da der Trendsetter – tolle Sache. Nachdem wir um 04:00 den Tag begonnen hatten, war es dann umso schöner den Abend in der Kajüte schon vor Mitternacht zu beenden und uns auf den ersten Seetag vorzufreuen mit einer zusätzlichen Stunde Schlaf.
Stilblüten des Tages:
Wenn wir ein Magazin für Männer (Beef) und ein veganer Magazin kaufen, haben wir doch auch geniale Beilagen zum Essen.

 

PS: Bilder gibt es erst nach dem Urlaub. Sorry!

Rockharz 2015

Rockharz 2015

(aka Zelten Segeln unter der Regenbogentriskele)

Das Rockharz 2015 ist vorbei. Es war mein erstes Rockharz und auch wenn die generelle Masse mir etwas zu einheitlich war (ich hab es letztes Jahr doch sehr genossen mich mit Schweden, Holländern, Portugiesen und Japanern an einem Tisch zu finden) und es nicht 100%ig “asshole-free” war (da gab’s diese zwei Situationen – eine beim Ankommen und die andere während des Konzerts der apokalyptischen Reiter) wird es mir sehr positiv in Erinnerung bleiben. Ich denke aufgrund der lieben Gesellschaft mit der wir angereist sind.

Musikalisch gab es natürlich auch einiges, das mir in Erinnerung bleiben wird.

Donnerstag

Majesty – kurzweilig aber hat mich nicht 100%ig überzeugt. Das ist aber auch ziemlich unfair von mir, ich denke es war ein Problem mit dem Posing des Bassisten und der Stimme des Sängers.

Skálmöld – hat Potential – leider nur aus der Distanz mitbekommen…

Letzte Instanz – unverändert. Ohne Robin Sohn (aka Sebstian Lohse) einfach nicht mehr letzte Instanz. Ich fand “Willkommen im Paradies” okay, hab leider vermisst, dass sie mehr von dem alten Zeugs gespielt hätten. War trotzdem okay dort gewesen zu sein, man(n) muss denen ja auch mal ‘ne Chance geben. On the upside: sympathischer Zugang zum Publikum.

Epica – macht Spaß.

Alestorm – zum dritten Mal live gesehen, kein einziges Mal bereut – die werden jedes Mal besser. Fun-pirate-metal vom Feinsten.

Hammerfall – für mich noch immer “billiger” als Manowar, aber wahrscheinlich der erste Sänger des Festivals der singen kann.

Fiddler’s Green – eines der Festival Highlights. Egal ob es die umfunktionierte Wall of Death war, in der es um unauffälliges Antapschen geht oder die Aufforderung bei den Temperaturen die T-Shirts höher fliegen zu lassen, der Haufen war einfach sympathisch, die Lieder sind und bleiben zum Mitsingen und es war ein würdiger erster Festivaltag.

Freitag

Die ersten Bands hab ich nicht so richtig geschafft… War auch nicht übermäßig motiviert hier Experimente zu machen.

Delain – hab ich etwas zu spät gesehen, sind aber durchwegs eine Empfehlung wert.

Coppelius – hätt ich mir wirklich gerne angehört – aufgrund des tollen Sounds (gefühlt: Bass 100%; Höhen -88%) kann ich nur sagen: Chello und Kontrabass sind tolle Instrumente. Sympathischer Haufen, wenn sie nach Wien kommen, wär’s sicherlich ‘nen (ver-) Besuch wert.

Schandmaul – immer noch gut. Selbst vor tausenden Menschen und mit schlechtem Sound.

Fear Factory – ist und bleibt mir zu amerikanisch.

W.A.S.P – diesmal nur das Ende gesehen, aber die haben’s schon noch drauf.

Eisbrecher – Alex in 100% Partymode. Miststück und selbst ein kurzer Pokemon Rap konnten hier nix verkehrt machen. Ich hatte ‘ne Menge Spaß.

Tanzwut – hatten ‘nen miesen Slot, zu Beginn der Merseburger Zaubersprüche (die hier den alkoholgeschwängerten Metalheads im Bett helfen sollten) war die Energie weg. (Oder es war “dafür” einfach nicht genug Strom da) – die Jungs haben cool reagiert und versucht mit den Dudelsäcken noch etwas zu retten. Nach den (gefühlten) 30 Minuten Pause war’s dann aber auch ziemlich sehr vorbei – schade. Hätte sicherlich mehr getaugt und Potential für ein ähnlich bombastisches Ende wie Tag eins gesorgt.

Samstag

Cripper – nein, ich mag noch immer keine gröhlend-grunzenden Frontfrauen, auch wenn die Musik stellenweise echt okay war.

Hell – Judas Priest light. Eigentlich gefallen mir die UK Rocker sogar besser. War einfach eine coole Show, eine Menge Spaß und überhaupt. Also Hell war wirklich lustig und musikalisch auch gut erträglich.

Artillery – hmmm, ja ging so. War als Hintergrundbeschallung okay.

Varg – hat mich wirklich ein paar Minuten gekostet, bis ich die Referenz zu den Vargen (mystischen Wölfen) geschafft hab. Aber waren durchwegs hörenswert.

Die apokalyptischen Reiter – Spaßmetal mit Hintergrund. Immer sehenswert, immer hörenswert. War toll – freu mich schon auf das nächste Konzert von den Apo4.

Eluveitie – Folkpagan – yeah! Call of the Mountains in schwitzerdütsch war für mich ein absolutes Highlight. Auch wenn’s rein akustisch für mich nicht ganz klar (abseits des Refrains) vom Original unterscheidbar war *husthust* 🙂

Dream Theater – klasse Musiker, aber für mich nicht so “die” Festivalband. Trotzdem ein würdiges Ende, für Trollfest und leider auch für Ghost Brigade waren meine Füsse dann schon zu tot. Das tut mir auch ein wenig Leid, wäre sicherlich wieder Spaß gewesen. (2011 Trollfest und 2014 Ghost Brigade sind mir beide sehr gut in Erinnerung)

 

Fazit: Rockharz war Spaß. Mal sehen ob wir 2016 auch mitnehmen, oder ob es doch in Richtung Skandinavien geht (oder wieder nach Tjolmin oder…)

Beginn der Kälte

Der Beginn der Kälte, nicht nur passend zur Jahreszeit (die Temperaturen morgen rücken langsam in die Nähe des Dreiphasenpunkts von Wasser) sondern auch passend zum diesjährigen NaNoWriMo. Warum? Nun “Beginn der Kälte” ist bislang mein Working Title zu den ersten paar Tausend Worten. Die Geschichte spielt in den vergessenen Reichen (was für eine Verwunderung, mein Fantasy-Lieblings-RPG-Setting) und beschäftigt sich mit dem Königreich der Göttin Auril. Hauptinspiration war natürlich meine liebe Frau, die seit einigen Jahren immer wieder am NaNoWriMo sitzt und das ziemlich geübt durchzieht. Ich bin gespannt ob ich neben Dienstreisen, Trainingstagen und dem ganz normalen Arbeits- und Privatalltag (Spielrunden vorbereiten, ISO:TS Zertifizierung arbeitsseitig vorbereiten, neuen Mitarbeiter aufnehmen, neuen Mitarbeiter suchen) dazu auch wirklich Zeit ist, oder besser ob ich das gesamte Monat den Kopf dazu besitze mir kontinuierlich die Zeit dafür zu nehmen.

Abseits davon freu ich mich, es ist ein tolles Projekt und als Wintermensch ist es in etwa so schön wie langsam die Welt morgens im Nebel entschwinden zu sehen und zu beobachten wie die wundervollen, farbenprächtigen Blätter des Herbsts dem kühlen Weiß des Winters weichen. Ich bin gespannt ob sich im Winter nicht ein toller Makroworkshop findet, den ich mit meinem Paps wahrnehmen kann, danach haben wir quasi das ganze Jahr gesucht und sind bislang nicht fündig geworden. Weihnachten wird heuer auch etwas ungewohnt im Ablauf, da wir firmenseitig einen Umzug planen.

 

31 Tage RPG-Quest 31/31 Wer war der / die beste SpielleiterInn, bei der Du spielen durftest und warum?

G_31Tage

Das ist eine ungemein schwierige Frage zum Abschluss. Ich denke eine Frage die ich nicht fair beantworten kann, denn viele Spielleiter haben mir auf den Weg etwas “Tolles” mitgegeben. Die Wichtigsten darunter waren:

Ludwig, alte Freunde – quasi seit drei Ewigkeiten. Wir haben Aventurien gemeinsam unsicher gemacht und die World of Darkness und, und, und. Ich hab viel von ihm gelernt und es freut mich, dass wir es (selten) doch noch immer schaffen uns zu sehen und ganz selten auch eine Spielrunde miteinander haben.

Leo, der Superlativ von PSYCHO. Das fünfte Evangelium, die krankesten Charakterkonzepte und Spielwelten. Erlebnisse die ich um nichts missen möchte. Leo hat mir gezeigt wie tief man in eine Spielwelt eintauchen kann und das Tabuthemen durchwegs positiv (für alle) angegangen werden können.

Gregor, Action in Reinform. Gregor bedeutet Action in Reinform. Seine Abenteuer sind von oberflächlich bis tiefgründig weit gestreut, aber es gibt niemanden der Action ansatzweise so gut rüberbringen kann. Nebenbei decken sich ein paar unserer Interessen und so hatten wir immer Spaß. Ein besonderer Bonus – wir schaffen es noch immer regelmäßig, obwohl er aus Österreich ausgezogen ist.

Thomas, erst kürzlich telefoniert. Er ist die reinste Erfahrung wenn es um Schiffe, Tauchen und/oder Piraten geht. Nachdem wir seit vielen Jahren eine Spielrunde gemeinsam leiten bin ich mit seinem Stil bei weiten am Vertrautesten und lerne trotzdem jede Spielrunde noch etwas von ihm. Keiner kennt die Regeln so wie er, aber das angenehme: er nutzt sie nicht aus und stellt so ein wandelndes Lexikon aller Regelwerke dar – zur freien Verfügung aller Spieler.

Abseits davon hatte ich einige Oneshots – “zuletzt” im Wuppertal (schon wieder ewig her). War eine tolle Erfahrung wie nett man in eine bestehende Earthdawn Runde aufgenommen werden kann. Diese Oneshots finde ich immer besonders toll – man erhält Einblicke und sieht meist gravierende Unterschiede beim Anteil von In-game, Action und diversen Handhabungen – selbst wenn es keine besonderen Hausregeln gibt.