Kan/Mad: La Palma

Nach unserem Ausflug auf Lanzarote legen wir früh morgens in La Palma an, die Insel ist auf den ersten Blick deutlich grüner und wirkt: anders.

Wir haben heute keinen Landausflug “gebucht” sondern wollen auf eigene Faust die Hauptstadt erkunden. Nach dem achtstündigen Ausflug gestern und dem geplanten Besuch im Loro Parque morgen nutzen wir das gleichzeitig um ein gemütlicheres Tempo zu wählen. Also frühstücken und danach geht’s per pedes in die Stadt. Im Vortrag zu La Palma sind bei Juli die Highlights “Calle O’Daly”, der lokale Markt und die Balcones de la avenida Maritima hängengeblieben die allesamt unweit unserer Anlegestelle liegen – ideal für einen gemütlichen Spaziergang mit Kamera. Die Stadt ist deutlich farbenfroher als alles städtische was wir Lanzarote gesehen und durchquert haben.

Die Calle o’Daly liegt in einer Einkaufsstraße, uns fallen insbesondere die gepflegten, begrünten Balkone auf, Weihnachtssterne in Torbogenform vor dem Rathaus die in knalligem Rot erblühen.

Wie gesagt sehr farbenfroh und das soll auch auf der avenida Maritima sich nicht ändern. Am Ende dieser liegt eine originalgroße (nicht funktionale) Replik der Santa Maria und wir entscheiden uns von dort noch zur weißen Kirche am Hügel hochzusteigen. Am Weg liegt eine kleine Pflanzen- und Zoohandlung, mehrere Hähne krähen und werden meiner Meinung nach sehr unwürdig gehalten. Eine Vielzahl an Sittichen und anderen Vögeln zwitschern und wir machen uns schnell weiter auf den Weg nach oben. Violette, rote Blumen neben Ohrenkakteen, Flechten, einer Vielzahl unterschiedlicher nie gesehener Blattformen (endemischer?) Bäume und bekannt erdige Vulkanböden verschönern den Aufstieg.

Die Aussichtsplattform ist beeindruckend und wie so oft erwischen wir einen tollen Blick auch auf die im Hafen thronende AidaStella. Durch kleine Gassen und mutig kombinierte Fassaden geht es zurück zum Schiff. Am Hafenzugang zum Schiff (der übrigens sehr zuvorkommend mit einem blauen Leitsystem gekennzeichnet war) kommen wir noch an einer Meerjungfrau mit Katze auf dem Schoß vorbei.

Wir können uns keinen Reim darauf machen und beschließen am späteren Nachmittag die Füße hochzulegen.

SPA Oase

Eines der Highlights der Reise liefern dann am späteren Abend noch Jani & Micha: sie gewinnen das Pub Quiz und stauben ein paar sehr nette Preise ab. Die Konkurrenz war spaßig, die Moderation eher lau. Und die Musik war strafverschärfend (Schlager).

Kan/Mad: Teneriffa

Der letzte Landausflug steht uns auf Teneriffa bevor. Wir fahren wie auch auf den anderen Inseln gegen 08:00 beim Frühstücken im Hafen ein. Teneriffa muss eine tolle Insel gewesen sein – das ist meine erste Wahrnehmung – wären da nicht plattenbauten, riesige Industrieanlagen und Hotelanlagen die nahezu alles an Sicht verbauen. Okay das war “nur” ein erster Eindruck, aber auch als wir uns auf den Weg zu unserem heutigen Landausflug machen sieht man im Bus wieviel mehr diese Insel bebaut ist. Sie ist lebendig, abwechslungsreich mit Bananenplantagen die an flechtenüberzogenes Vulkangestein grenzen und schroffen Brandungen an grünen Hängen unter denen man rote und schwarze Erde und Sand erkennen kann.

Der Loropark (Loro Parque) selbst liegt etwa 30min von unserem Liegeplatz im Hafen, mit dem Bus durch schmale Straßen und Wege erreichbar entfernt.

Ich möchte dazu festhalten ich hab zwei Blogartikel im Vorfeld gelesen, die schon die großartige Thai-Architektur beschrieben hatten, aber ich war noch viel beeindruckter als ich es erwarten konnte. Von mehreren Freunden hatte ich auch gehört was sie mit dem Loropark verbinden (hängen geblieben ist: Orcahaltung auf engem Raum vor vielen Jahren) und hatte Ressentiments im Vorfeld. Davon ist nichts Negatives geblieben. Der Park ist einladend, freundlich und bietet einer Vielzahl von Spezies eine nahezu artgerechte Haltung, man hat sich mit einer guten Mischung auf Forschung und Zoo angefreundet und die eigene Position ist, wenn man den Geschichten bei der Discovery Tour glauben darf, nichts was ich persönlich bemängeln würde.

Los geht’s für uns am Gorillagehege entlang. Die einzige, sehr erfolgreiche Männer-WG. Vom Silberrücken (das ist primär die Bezeichnung für das dominante Männchen) vertriebene Gorillajunggesellen leben hier zu siebt zusammen. Der israelische Alpha wiegt stolze 198kg, seine schweizerischen, französischen und deutschen Artgenossen kommen auf 150-210kg und sie verhalten sich als hätten sie eine Menge Spaß beim Posing vor und für die Kameras. Das Gelände selbst ist gut gesichert, mitunter auch um Wurfgeschosse abzufangen, da sie aus Langeweile gerne mit Steinen, Ästen oder auch Kot werfen und angeblich sehr gut zielen.

Wir erhaschen noch einen Blick zur Loro (Papageien) Show und es ist ehrfurchtseinflößend wie man unter den azurblauen Flügeln und ihren Winden sitzt und über die beeindruckenden Vögel lernt.

Unsere erste Station ist im Delphinarium, eine Show von sechs Delphinen, welche in verschiedenen Zoos groß geworden sind und sie ist toll in Szene gesetzt. Mit toller Musik kombiniert ist es “natürlich” eine Show, aber man meint die Nähe der Trainer und der Meeressäuger zu spüren und wir sind verzaubert von Sprüngen, Kunststücken und wie gut man uns näher bringt, was man mit einem gestrandeten Tier machen sollte.

Nur mit einer kurzen Pause geht es weiter zu den Orcas. Eines der Weibchen hat 2018 ein Kind (Una) auf die Welt gebracht. Beeindruckend ist nicht nur die Show (da bewegen sich 3 TONNEN durch die Luft wie zuvor die Delphine). Auch hier überzeugt die Show mit einer guten Mischung aus Spaß (Splash Warning unbedingt ernst nehmen, wir haben einige durchnässte Mütter und Kinder gesehen) die zeigen wie viel Maße hier Wasser am Rand bewegt. Oder wieviel Wasser man mit einer Schwanzflosse im Publikum verteilen kann. Auch hier erzählt man eine schöne, lehrreiche Geschichte und stellt klar, dass man keine Wildtiere fängt, sondern die Orcas mit Unterstützung des erfahrensten Team (Seaworld) von diversen Zoos zusammengetragen wurden oder gestrandete Tiere waren die aufgrund Taubheit nicht in die Natur reintegrierbar waren. Auch wenn man hinter den Kulissen nicht photographieren durfte sind es beeindruckende Dimensionen die hier hängen bleiben

Das modernste Pinguinarium der Welt beeindruckt nicht nur mit künstlichem Schnee sondern mit ausgefeilter Technik und einem Wahnsinnsaufwand. Von den 22 Mio Liter Wasser die im gesamten Park vorhanden sind werden nur für die Pinguine pro Stunde 3 Mio Liter Wasser komplett physikalisch und biologisch gereinigt in einem kontinuierlichen Kreislauf mit hohem Energieaufwand der nahezu komplett erneuerbar über PV abgedeckt wird. Dazu muss man wissen, dass der Besitzer und Erschaffer des Parks (Hr. Kiessling) mittlerweile der größte Arbeitgeber Teneriffas ist.

Ein weiteres Highlight nach der Führung ist das Aquarium, welches neben Rochen (yay) und Haien (uii) auch eine Vielzahl an Neonkorallen beheimatet. “Bemängeln” würde ich nur, dass im direkten Vergleich man nicht sehr einfach weiß welche Lebenswesen wo sind, die Beschriftungen sind als für Besucher (mich/uns) nicht so gut wie wir es aus Wien, London, Dublin, Amsterdam usw. gewohnt sind. Sonst möchte ich den Loropark uneingeschränkt empfehlen. Für uns waren die 4 Stunden deutlich zu wenig aber trotzdem genug um eine Menge positiver Eindrücke mitzunehmen. Für mich das Highlight unserer Reise und das noch dazu am perfekten Tag, da wir heute Abend mit Reiner seinen 70er feiern. Passenderweise erhält er von Juli und mir eine Patenschaft eines bunten Aras (allerdings nicht in Teneriffa sondern in der Nähe von Oberlungwitz) und wir verbringen feiernd ein Abendessen zusammen bevor wir den Abend an der Bar ausklingen lassen. Ein paar Runden werden zu der Band getanzt bevor wir um knapp nach Mitternacht die Aidastella in Gran Canaria anlegen sehen. Was für ein toller Abschluss einer tollen Familienreise.

Juli hat leider eine sehr harte Nacht (Kieferschmerzen) und wir sind morgens noch in der Krankenstation des Schiffes, immerhin ist sie reisefähig und wir können am Morgen gemeinsam mit Marius und Micha in den Bus zum Flughafen steigen.

Fazit: ein toller, abwechslungsreicher Urlaub den Juli und ich so nicht geplant hätten, aber definitiv genossen haben.

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Kan/Mad: farbenfrohes Lanzarote

Nach unserem zweiten, gemütlichen Seetag hat es uns an die erste Insel in Spanien (abseits unserer Ankunftsinsel) verschlagen. Wir lassen uns die Insel von Manfred zeigen, seines Zeichens einheimischer Reiseführer und mit tatkräftiger Unterstützung von unserem Busfahrer Valentin kurven wir durch eine Landschaft, die das Wort Abwechslung definiert haben könnte.

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Würde man die Aufnahmen in schwarz-weiss machen, kommt’s sehr nahe an eine Mondlandschaft mit gelegentlicher Wüste heran. Die dominierenden Farben sind schwarz, rot und ocker, einiges davon mit Flechten überzogen. Manfred stellt bei Abfahrt klar “Lanzarote hat keine Berge sondern Vulkane” – macht Sinn, die gesamten Kanaren haben das ja gemein. Juli und mein persönliches Highlight ist der Nationalpark Timanfaya, der seines Zeichens einen Teufel als Maskottchen hat. Gut, dass ich auch eines dabei habe. Die Location ist super erschlossen.IMG_20200109_120301

Im Park zeigt man uns eindrucksvoll, dass unter uns eine riesige Blase mit heißer Luft ist, die noch immer ausreicht, um den Sand so zu erhitzen, dass man die Lavasteinchen kaum anfassen kann. Ein paar Meter tiefer gegraben, ist die Hitze ausreichend, um etwas Agavenstroh innerhalb von wenigen Momenten zu entzünden. Und als Show zum Abschluss wird ein Liter Wasser in einen sprühenden Geysir verwandelt, so überraschend laut, dass wir beim kurzen Videodreh alles Verwackeln…

Leider konnte man im eigentlichen Montañas del Fuego nicht aus dem Bus raus. So abwechslungsreich farblich und von den Oberflächen – das hätten wir eigentlich gerne näher erlebt. Immerhin wissen wir jetzt den Unterschied von ?A??-Lava und P?hoehoe Lava. Erstere sind scharfe, große Brocken, die aufgrund hoher Viskosität beim Abkühlen aufgebrochen sind und auf denen man nicht gehen kann. Geprägt sind die Worte durch die Sprache der Hawaiianer. Pahoehoe Lava ist hingegend dünnflüssig gewesen (niedrigviskos) und hinterlässt ebene, angenehme Oberflächen beim Abkühlen. Der Vormittag endet nach einem Zwischenstop bei den Dromedaren dann bei einem verzichtbaren Mittagessen – gut wir haben so etwas ja schon auf unserer ersten Inselrundfahrt in England erlebt und die Qualität war durchwegs vergleichbar bzw. verzichtbar.

Wenigstens gibt es auch hier wieder tolle Gelegenheiten, sich Eindrücke vom Vulkangestein zu holen und der Nachmittag sollte uns noch eine andere Seite, die grüne Seite im Norden von Lanzarote zeigen. Ein kurzer Zwischenstop in einer Bodega lässt uns süßen und weniger süßen Wein kosten. Qualität definitiv besser als der Essig beim Mittagessen, noch nicht ganz überzeugend aber bei einem sprichwörtlichen Schluck, den wir uns teilen müssen. Wir wollen auch nicht viel Zeit auf den Wein ver(sch)wenden und sehen uns lieber die kreative Kultivierung an, welche uns bei einigen der abgebildeten Fotos zeigt, dass in den Kratern Reben sind, die bis zu 100kg Weintrauben tragen. Uff.

Der vorletzte Halt führt uns zum Aussichtspunkt Mirador de Haria, von wo wir den Norden in seiner Pracht erkunden dürfen, die Ortschaft Haria selbst sieht aus wie eine Hexe, die auf ihrem Besen reitet. Am Horizont begleitet uns das Meer als weiterer, farblicher Kontrast zu grün/rot/schwarz/ocker. Am Abend wäre es hier wohl noch etwas schöner, aber die Kulinarik hat uns gegen Mittag schon enttäuscht und wir haben noch einen letzten Programmpunkt auf unserer Tour vor uns.

Der Abschluss sollte noch ein Highlight werden: die Jameos del Agua sind ein natürlicher Tunnel, durch den vor vielen Jahren Lavaflüsse geflossen sind. In ihm sind Munidopsis polymorpha zu finden, kleine weiße blinde Krebse. Das eigentliche Schauspiel ist aber die künstlichere Gestaltung der Höhle, wir gehen einen schmalen Stufenabgang hinunter, um von einem riesigen Kaktus empfangen zu werden. Die Höhle ist bezaubernd und beidseitig sind die Stufenabgänge liebevoll in den Stein gearbeitet. Eine Theater-, Oper- und Konzertlocation auf der anderen Seite verspricht, dass ein zweiter Besuch sich hier jederzeit auszahlen könnte. Wir verlassen die Tour mit tollen Eindrücken der Landschaft und einer Vielzahl von weißen Häusern mit grünen oder braunen Fensterrahmen – typisch Lanzarote eben.

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Kan/Mad: Madeira, Delfine, Lavahöhlen und Poncha, Poncha, Poncha!

Kurz vor und nach Sonnenaufgang blicken wir das erste Mal über das Pier hinweg auf – okay, erst war das große “Venture” Kreuzfahrtschiff, aber der zweite Blick ging direkt auf die Insel.

Die Vorfreude war entsprechend groß, hatten wir doch gestern im Vortrag schon die wundervolle Flora der portugiesischen Insel angepriesen bekommen und uns im Vorfeld für ein Whale- & Dolphinwatching angemeldet. Also ging’s kurz vor 9, direkt nach dem Frühstück los. Die Anlegestelle war auch ganze 500m Gehweg entfernt vom Verantstalter, was uns eine 5min Busfahrt eingebracht hat (wäre wohl nicht zumutbar gewesen). Aber was sag ich, die Biologin/Seefahrerin die uns kurz begrüßt hat eine sehr charmante Ader und wir finden  uns wenige Minuten später im Atlantik wieder. Die Zodiactour ist zwar nicht von Walen gesegnet, aber wir treiben ab und zu mit ein paar Delfin(-flossen) und erhalten eine tolle Tour um die südliche Insel – Juli und ich stellen fest: so hatten wir uns die Rundfahrt damals in Dublin erwartet, erhalten hatten wir ja eine Bustour.

Die Action am Wasser ist toll und unsere Hintern werden durchwegs wellenerprobter durch die Rückreise. Die Landschaft verzaubert uns schon vom Wasser aus. Einfach unbeschreiblich grün und einladend – frühlinghaft, so wie die Portugiesen die wir im Laufe des Tages kennenlernen.

Nach einer kurzen Stärkung geht’s weiter indem wir uns in Richtung Sao Vincente zu den Lavahöhlen aufmachen – mit einem Reiseführer per Taxi auf die andere Seite der Insel. Die Lavahöhlen haben es in sich, sind gut ins Szene gesetzt und als einziger Wermutstropfen bleibt die filmische Aufarbeitung, insbesondere der Abschluss im 3D “Kino” welches gefühlt 10 Jahre kein Update erhalten hat, ruckelt und eher pro Kopfweh wirkt. Schade, wäre ohne dem Film am Ende ein besserer Eindruck geblieben.

Naja, wir machen uns auf dem Rückweg noch auf zu einer Empfehlung unseres Fahrers, zum Taberna/Poncha – zum Poncha trinken. Das Madeirische Nationalgetränk bestehend aus: Rum, Zucker und etwas Saft. Sehr empfehlenswert, erfrischend und abwechslungsreich.Juli besteht am Rückweg noch auf einen kleinen Umweg ins malerische Fischerdörfchen Camara des Lobos und es sieht genauso aus wie am Vortag im Theatrium bei der Präsentation: verschlafen, bunt und mit wilder Fauna aufwartend, die alten Herren der Insel spielen Skat und mehr und mehr scharen sich um sie, emotional und – sagen wir einfach: erlebenswert.

Am späteren Nachmittag treffen wir wieder auf den Rest der Familie, probieren Coral, das lokale Bier und entscheiden uns für noch eine Runde Poncha bevor wir wieder an Bord gehen. Was für ein toller erster Landtag. Wenn das so weitergeht werden das wieder eine Menge Bilder zum Sortieren und noch mehr Eindrücke zu behalten. Morgen geht’s erst mal zum Seetag 2/2 am Weg zurück zu den Kanaren.

Kan/Mad: Seetag am Weg nach Madeira

Wow, sieht der Sonnenaufgang auf See wieder toll aus.Kurz nach acht Uhr sind wir munter und genießen die ersten Sonnenstrahlen. Leichter Wellengang macht das Erlebnis für uns perfekt. Urlaubsfeeling. So richtig.Den ersten von zwei Seetagen nutzen wir zur weiteren Erkundung des Schiffes und Markus findet den zweiten MaiTai der Reise vor Mittag.

Juli, Jani, Marina und Tom Vergnügen sich bei Airhockey; Juli und ich bei einer Runde Tischtennis.

Zusammenfasst uns geht es sehr gut.Mittagessen im Bella Donna, dem italienischem Restaurant und um 1400 den Vortrag zu Madeira und Lanzarote. Yay, etwas kulturelle Vorbereitung für die nächsten Tage. Den Nachmittag lassen wir sehr gemütlich angehen im Bademantel in der Saunalandschaft. Der japanische Themenabend im “East Restaurant” ist in Ordnung (kulinarisch etwas enttäuschend). Nach einem Besuch im Casino bekommt Juli noch ein Ständchen für Ihre Haare gesungen und Markus mützelt gemütlich vor sich in der Kabine hin. Die Vorfreude auf die portugiesische Insel Madeira ist groß und beim nächsten Öffnen der Augen legen wir schon (fast) im Hafen von Funchal (Bedeutung: Stadt des Fenchels).

Kan/Mad: Anreise Gran Canaria

Uff, 04:00 Tagwache, Duschen, Tee und Kater nochmal kurz flauschen. Dann waren wir mit zwei Koffern und Rucksäcken am Weg nach Schwechat, gaben Gepäck auf und sitzen im EW5904. Die ersten Minuten nach dem Abflug schaffen Juli und ich es noch zu dösen… Der Flug ist lange und etwas langweilig. Über den Wolken sieht man genau nix, ausser Wolken und so ganz ohne Verpflegung kommen wir nach fünf Stunden hungrig und ohne Entertainment in Gran Canaria an. Wo wir in den Aida Bus 9 verfrachtet werden. Wenigstens geht es zügig voran, kurz nach 1300 sind wir durch den Checkin schon am Schiff. Und sitzen bei unserer ersten Mahlzeit. Burger + Limo.

Und der Nachmittag ist bevor wir die Kabine beziehen können sehr relaxed, nahezu verschlafen.

Kaffeepause zur tollen Teeauswahl an Bord und eine sehr gemütliche Eingewöhnung.

Bis 2100 die Pflichtalarmübung hinter uns liegt.
Um 2200 mützeln wir schon fast in der Kabine als die Aida Stella ablegt.

Vorbereitungen für die Kanaren

Wir schreiben das Jahr 2020. Plötzlich ein neues Jahrzehnt? Naja, 2019 war ausgesprochen intensiv für uns und auch die ersten Tage von 2020 sind wir noch mit den Vorbereitungen im Haus (Umzug, Parkett verlegen/verkleben, Möbel anbringen usw.) beschäftigt. Passenderweise feier Reiner mit uns seinen 70. Geburtstag – auf den Kanaren, inklusive einer Kreuzschifffahrt. Also genau die richtige Zeit um das alte Blog auszupacken, Updates einzuspielen und das Theme anzupassen – denn die nächsten Tage werden hoffentlich wieder sehr eindrucksvoll. Reisen werden wir von Wien nach Las Palmas per Flugzeug (schwimmen war uns dann doch zu langsam) und von dort mit der Aida Stella um die Kanaren inklusive Madeira. Continue reading Vorbereitungen für die Kanaren

Menüvorschlag für Maurach

Liebe Familie,
der Urlaub steht vor der Türe und ich habe mir vorgenommen die vor uns liegenden Tage zumindest einmal täglich in der Küche zu stehen – mit dem Verständnis, dass gutes Essen ein Teil eines tollen Urlaubs sein soll. Was ich dazu von Euch brauche? Das Angebot steht natürlich, dass ich nicht nur für Juli und mich in der Küche stehe. Also meldet Euch wo ihr “dabei” sein wollt – dann wird es für alle ausreichend geben.

Was auf der Speisekarte steht:

Samstagmittag
Käsespätzle und Speck-Käsespätzle mit grünem Salat

Samstagabend
Süsskartoffel-Avocado “Salat” mit fruchtiger Vinaigrette

Sonntagmorgen
Kaiserschmarren mit Zwetschkenröster

Sonntagabend
Original Wienerschnitzel von der Schale (vorausgesetzt ein guter FLeischer ist in der Nähe) mit Erdäpfelsalat (einen mit und einen ohne Mayonnaise)

Montagmittag
Chili con Carne

Montagabend
Krautsalat-Sandwiches mit Avocado und Krenmayonnaise

Dienstagmittag
überbackene Lachscanneloni mit Gurkenrahmsalat

Dienstagabend
Mozzarella, Basilikum und Paradeiser

Hier ist der Doodle – bitte bis spätestens 29.6. mit Namen eintragen wo ihr dabei seid. (Wäre ideal, weil ich mich dann auch drauf vorbereiten kann falls wir teilweise zu neunt essen und die entsprechenden “Reindln” (Töpfe usw.) mitbringen. Aka ich tät’s gerne wissen um Zeit usw. abschätzen zu können. PS: Im Doodle gibt es einen Tippfehler, wer ihn findet darf ihn behalten!
http://doodle.com/poll/tsume2494r7nfe58

Jam Session aka Marmelade Tag

Wow, was für ein Tag. Knapp nach 21:00, seit 09:00 auf und unterwegs, den Balkonkleingarten auf Vordermann gebracht und die lange geplante Marmelade-Jam-Session in die Tat umgesetzt. Ach und ein paar Kilo Erdbeeren hatten wir auch besorgt. Ein Drittel davon sieht übrigens so aus:

Lasst Euch nicht täuschen, das war unglaublich anstrengend – zum Zeitpunkt an dem ich den Eintrag um Bilder erweitere (Sonntag 08:30) tut mir noch immer alles weh. Trotzdem zu zweit macht alles mehr Spaß und es war eine olfaktorische Erlebniswelt.

Von den 3kg 3:1 und 2kg 2:1 Gelierzucker haben wir knapp 50% verarbeitet. Nachdem es unsere erste Jamsession war taten wir uns da zugegeben etwas schwer mit dem Schätzen, aber Zucker lagert man viel leichter ein als Früchte, also war’s okay.

Was ist es denn im Juni 2017 geworden:
Erdbeer Mango Ingwer
(1,5kg Erdbeeren, 500g Mango mit 2:1 Zucker)

Mango Papaya Vanille
(750g Mango, 250g Papaya mit 2:1 Zucker)

Erdbeer drei-Minze
(1,5kg Erdbeer, Minze mit 3:1 Zucker)

Erdbeer Weiße-Schoki Chili Rum
(1,5kg Erdbeer, 200g Schoki mit 3:1 Zucker)

Erdbeer Zitronenbasilikum
(1,5kg Erdbeer mit 3:1 Zucker)

Ich bin soooo gespannt!
Der Zwischenstand war dann in etwa so:

Ein Blick zurück über die Schulter

Schon wieder ein halbes Jahr vorbei seit meinem letzten Eintrag. Ist das traurig? Nein, eigentlich nicht wirklich.
Der Anlass für diesen Eintrag ist ein freudiger, mir wurde gestern erst wieder bewußt wie glücklich und zufrieden ich bin. Das Jahr 2017 ist ziemlich nass gestartet, im Januar ein “kleiner” Wasserrohrbruch an der Hauptwasserleitung der mittelfristig dazu geführt hat, dass Wände zwischen Badezimmer – WC – Küche nass waren und es erst sehr spät sichtbar wurde, da besagte Wände verfliest waren. Den März hatten wir deswegen lärmende Geräte im Haus, sodass die Katzen ernsthaft darüber nachdachten auszuziehen. (24-7 Dauerbeschallung durch Ventilatoren) im April und Mai dann noch Heizkörper an den Wänden, aber langsam – heute? nähert sich das Debakel einem Ende. Nebenbei hatte ich Anfang des Jahres schon vor die restlichen Expedits im Wohnzimmer zu ersetzen und es auch getan – 80% Erfolg und zwei defekte Regale inklusive Auseinandersetzung mit dem Lieferanten, der das Gefühl von “KOPFSCHÜTTEL” hinterlässt. Aber es wird spannend, wie man defekte Anlieferungen in 100% okay Kartons erklärt.
Und dann gibt es einfach geniale Wochenenden. Es begann mit einem Nachmittag auf den Inline Skates und gefolgt von einem gemütlichem Freitagabend bei dem Juli und ich mit M³ das erste Time Stories Szenario gelöst haben. Geniale Krautsandwiches gab’s obendrein, ich mag es wenn solche Kleinigkeiten einfach gut klappen. Am Samstag war erst Textil Müller, danach das Einlösen meines Weihnachtsgutscheins bei Grandits und am Abend Anatevka in der Volksoper fällig, bei einer mäßig guten Pizza hab ich dann Silvia und Jürgen kennengelernt und ein sehenswert umgesetztes Musical gesehen.
Damit das Wochenende noch besser wurde, gab’s am Sonntagmorgen ein Frühstück in Bisamberg mit Kurt und Ingrid, gefolgt mit einer kleinen Ausfahrt durchs Weinviertel – das i-Tüpfelchen des Wochenendes war dann der Ausklang bei Andrea und Höhli zum Grillen und gemütlich Quatschen.

Alles in allem, ich hab wiedermal für mich festgestellt, ich hab das Glück in einer wohlbehüteten Gegend zu leben. Mit lieben Freunden um mich meine Tage verbringen zu dürfen. Das Vergnügen lachen zu können und nicht jede Minute darüber nachdenken zu müssen wie ich wohl über die Runden komme. Ich kann über die vergangenen Wochenenden nachdenken und feststellen, dass meine Familie für mich immer greifbar ist. Wie sehr ich froh bin meinen Großvater regelmäßig zu sehen, Gerhard und Ma glücklich ebeenfalls oft am Abend mal in der Nähe zu haben…
Kurzum, einfach glücklich.