31 Tage RPG-Quest 8/31 Was ist das Verrückteste was Dir beim Rollenspiel passiert ist (ingame)?

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Das verrückteste was mir in-game passiert ist. Jetzt fang ich nochmals von vorne an. Es gab soviele verrückte In-game Geschichten, doch ein Charakter der hängengeblieben ist (nicht unbedingt im absolut positiven Sinn davon) ist Sanchy, die Halbling Diebin die später zur Assassinin wurde. Es war eine “ganz normale” Fantasyrunde, abermals spielte sie in den vergessenen Reichen und es war eine längere Kampagne, bei der ich auch gelegentlich am Spielertisch saß, doch viele Abende auf der anderen Seite verbrachte. Ich denke das verrückte in-game an Sanchy war das verrückte Outgame ihrer Spielerin. Nein, nicht falsch verstehen, die Runde war absolut unvergesslich und positiv in vielen Aspekten, die Gruppe war motiviert und brachte auch viel “weiter”, aber die Halbing Meuchlerin, über die sich doch ein Großteil der Storyline legte, vergaß viele ihrer eigenen Taten und Handlungen. Nun wäre das nicht weiter schlimm, wenn sie nicht die Meuchlerin gewesen wäre und sich bei so manchen Magiern bis hin zu Teufelspaktierern unbeliebt gemacht hatte. Es war mir wirklich viel daran gelegen, damals mit der Runde eine Lösung zu finden, aber es war einfach nicht möglich. Kaum war ein Magier / Dämon / Teufel / Adliger hinter Sanchy her, war es ihrer Spielerin nicht wirklich möglich sich daran irgendwie zu erinnern weshalb – und als Spielleiter wollte ich ihr nicht den Verlust des Charakters antun. Trotzdem, für mich eine der absolut verrückten Ingame Geschichten, eine Meuchlerin, die nicht wußte, was sie tat – getan hatte und noch seltener – was sie tun würde 🙂

31 Tage RPG-Quest 7/31 Erzähl von Deinem Lieblingsrollenspielcharakter

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Mein Lieblingscharakter ist eine Shar Priesterin, aber sie ist soviel mehr. Ich hab es unglaublich geschätzt die Gruppe als Victanis Klingenspiel kennenzulernen (Bardin) und immer wieder von Kryscarin (Söldnerin) zu erzählen um am Ende des Abenteuers die Gruppe als Kryscarin selbst zu verlassen (zu zeigen, dass ich gar nicht die Bardin war) – das war mir bei diesem Charakter allerdings am meisten Spaß gemacht hatte war, dass ich mit dem Spielleiter einen anderen, zweiten Handlungsfaden im Hintergrund bedient hatte und in Wirklichkeit Cairoa war, die böse Sharpriesterin, welche die Gruppe immer versucht hat in die Richtung zu steuern, die für sie am passendsten war – das ganze Abenteuer war damals auf den Charakter ausgelegt und ich erinnere mich, dass alle Spieler echt leuchtende Augen hatten als die Auflösung hinterher kam. Ich hab es “leider” aufgelöst, da damit das Weiterspielen natürlich relativ unmöglich war und ich ohnehin wieder Spielleiter sein wollte (wir wechselten uns in nahezu allen Runden die ich über die Jahre regelmäßig besucht hatte, ab.) Aber kurz zum Charakter:

Victanis Klingenspiel

“Tretet ein und kommet näher”, sind wohl die typischen Worte die man mit Victanys Klingenspiel in Verbindung bringt. Die gestandene Abenteurerin erzählt in den Häusern der Adeligen von Luskan bis nach Silbrigmond frei erfundenes und wirklich geschehenes… So würde wohl eine kurze Information über Victanys aussehen, wenn sie jemand beschreiben würde, der nur ihren Ruf kennt…
Die hochgewachsene, fragile Gestalt im Körper einer jüngeren Frau den man nur vorsichtig auf Anfang dreissig schätzen kann, schreit nach einer leicht elfischen Herkunft. Langes dunkelbraunes Haar fällt entlang von hohlen Backenknochen herab und leicht spitze Ohren verschleiern die vorwiegend menschliche Herkunft des grazilen Ganzen. Die Augen in einem dunklen Bernstein verheissen Geheimnisse, die wider erwarten auch gerne erzählt werden. Denn genau diese Erzählungen in Form von langen Abenden ist tatsächlich was Victanys’ bevorzugte Beschäftigung scheint. Ihre langen Reisen an der Schwertküste, teilweise an der Seite der Kriegerin Kryscarin, sind dabei eines ihrer Lieblingsthemen – das andere ist die düstere Bruderschaft und Anhänger der dunklen Sonne Cyric. Unverhohlen trägt sie den Hass und die Verachtung gegenüber jener die den Gott anbeten vor – offenbart die Gefahr die von der dunklen Sonne ausgeht für all jene, welche ihr zu blind erscheinen um sie selbst zu sehen.
Es sind mittlerweile einige Jahre in denen Victanys ihre Geschichten erzählt – und es werden immer mehr. Sie ist sich sehr gut der Tatsache bewusst, dass die Anhängerschaft der dunklen Sonne ein hohes Kopfgeld auf sie ausgesetzt hat – da sie verdeckten Machenschaften mit ungehörig wenig Respekt entgegentritt. Zwischenzeitlich hatte sich Victanys immer wieder kleinen Abenteurergruppen angeschlossen und es besteht sicherlich der berechtigte Vorwurf in diesen Kreisen, dass sie die Mittel und Wege der Gruppen so gelenkt hat um sich den Kultisten entgegenzustellen immer auf der Suche nach gemeinsamen Zielen der Gruppe, die sich in die richtige Richtung bewegten. Bevorzugt nutzt sie dann diese Reisen mit Abenteurer auch dafür, denen eine Darbietung mit anderen Barden geben zu können, welche sie in ihr Bühnenspiel mit einbindet – und angekommen in einer Stadt findet sie schnell Anschluss an den einen oder anderen Kunstliebhaber, der von ihr schon gehört hat. ein paar mehr Informationen gibt es am Ende der Laufbahn von

Cairoa, Schattenpriesterin der Shar (Verehrte Nachtmutter)

Cairoa’s Weg führte sie auf den Strassen von Amn, schon in jungen Jahren hat die Tochter eines skrupellosen, reichen Händlers und einer der leichten Mädchen der Strasse sich für die Vorzüge des Adels interessiert und wurde aufgrund ihrer für ihren Vater untragbaren Aktivitäten in einen Tempel gesteckt um standesgemäßes Benehmen zu lernen… Wie der Zufall so spielte, hatten die Schwestern und Brüder des Tempel alles andere im Sinn als ihr nur gutes Benehmen einzuimpfen – sondern über die ersten Jahre auch ein sehr gutes Bild einer mächtigen Göttin, die über den anderen steht und sich um die Ihren sorgt. Das Bild gefiel Cairoa – so gut, dass sie die Lehren verfolgte und aktiv für die Kirche der Shar tätig wurde. In Amn aktiv für den Glauben tätig zu sein, insbesondere für Shar – war scheinbar inaktiv Informationen zu sammeln und diese zusammenzutragen. Im Alter von siebzehn Jahren begann sie mit einem Leben auf der Strasse, wo sie ihre schon angelernten Fähigkeiten zur Perfektion brachte – Intrigen schmieden – selbst wenn sie am Marktplatz bei einem Diebstahl erwischt wurde – konnte man davon ausgehen, dass man – SIE nicht erkannte – SIE für die Wache unschuldig rüberkam – SIE schnell in den Schatten verschwand sobald sich eine Möglichkeit bot und nicht mehr gesehen war. So war es in Amn…
Als Cairoa für zuviel Aufsehen in der Stadt gesorgt hatte, beschloss sie ihrer Göttin treu ergeben die Schwertküste nach Norden zu reisen um den Glauben zu stärken, im Dunkeln der Nacht auszuziehen und sich bei der
Hohepriesterin Lyaeel’ in der Umgebung von Tiefwasser zu melden. Nach einer beschwerlichen Reise, sowie einer Auseinandersetzung mit einem Anhänger

Kryscarin, Söldnerin

Zum ersten Mal wrude Kryscarin in Baldurs Tor gesichtet, eine nicht sonderlich gross-gewachsene Kriegerin mit einem Rapier und mehreren Dolchen an den unmöglichsten Orten ihres Körpers… (So munkelt man bis heute in der Stadt, wenn man diesen Namen hört – und kennen sollte) – Kryscarin hat sich einen Namen bei dem Adelshaus De’barrey gemacht nachdem sie mehrere Daimonen mit ihren Waffen zurück in die Unterwelt geschickt hat (Effektiv handelte es ich um Untote (Zombies und einen rastlosen Geist, der auf Rache aus war, da ihn der jüngste Sohn des Hauses ermordet hatte – in seinem Todesschwur verdammte sich der ehemals ehrenhafte Händler zu einem Leben auf einer anderen Ebene bis er sich gegenüber der Familie gerächt hatte… Die Zombie konnte man mit einem stillen Gebet an Shar aufeinander hetzen und es mit geschicktem Schauspiel so aussehen lassen, als wäre es ein gefährlicher Kampf indem die Kriegerin einen vermeindlichen Daimon auf einen anderen warf und ihre eindrucksvolle Klinge tief und tiefer in die Körper der Untoten stiess…) Es vergingen nur wenige Tage, nachdem Kryscarin (bzw. Cairoa) aufgedeckt hatte woher die Zombies in der Nacht kamen und was sie vorhatten. Einer einfachen Antwort ihrer Göttin folgend schickte die Priesterin dem jüngsten Sohn im Schlaf in einen Traumwandel – einer Brücke durch die Nacht folgend… Vereinzelt gab es Gerüchte, der Sohn des Hauses hätte sich selbst in den Tod gestürzt – der Geist war befreit und Kryscarin schon längst vom Ort des Geschehens verschwunden – während einzelne Geschichten über die Daimonenkriegerin bis heute in Baldurs’ Tor kreisen.
Anderenorts zu einer späteren Zeit sah man die Kriegerin vor den Toren von Tiefwasser, die sich mit Angriffen organisierter Grünhäute konfrontiert sahen – man kaufte jeden “Mann” – auch Kryscarin heuerte an – die Kriegerin musste an die Oberfläche treten um offen vorzugehen – einem Informanten zufolge hatte die Priesterin erfahren waren Anhänger der dunklen Sonne in diesen Vorfall verwickelt um von einer anderen, dünkleren Mission abzulenken. Die Cyricisten benutzten und täuschten die Orks und Hobgoblins darüber hinweg, dass die Wache von Tiefwasser ein gar mächtiges orkisches Artefakt (eine Axt die Yurtruz geweiht war) deckte – da es einige Adelige es gestohlen hatten um sich zu bereichern. (Während die Cyricanhänger die Ablenkung benutzten um ganz andere Fäden zu ziehen…) – Während die meisten Söldner dazu auserwählt waren die Front gegen die Orks zu halten, ergab es sich (Verführung eines Hauptmannes hat gar seltsame Effekte), dass Kryscarin ganz andere Routen patroullierte – innerhalb Tiefwassers – und von ihrer Göttin geleitet fand sie sobald einige der dunklen Sonnenanbeter die den jungen Adeligen … …. …. einen ganz anderen Kunstgegenstand abgenommen hatten – der junge Hauptmann der Wache zeigte sich (auch hier waren Kryscarin’s Reize durchwegs förderlich) hocherfreut, als die Sölderin ihm von regen Schmuggel informierte und es bedurfte keiner zusätzlichen Motivation um einzelne Anhängerschaft festsetzen zu lassen… In der Zwischenzeit war der Kunstgegenstand auf seltsamste Weise in den Schatten der Nacht verschwunden. Nachdem der Kontakt mit den Cyricisten abbrach, gaben auch die koordinierten Angriffe der Grünhäute unter dem Deckmantel der Nacht schnell nach… Ein Empfehlungsschreiben des jungen Hauptmannes war der Dank mit dem sich Kryscarin auf den Weg nach Norden machte – um als Cairoa die Hohepriesterin Lyaeel in der Gegend von Niewinter zu finden. Der Auftrag Shar’s war eindeutig im Norden – als eines der wichtigsten Zentren wurde Luskan auserkoren – und dort trieben sich Anhänger der
dunklen Sonne umher – es gab Gerüchte einer Konspiration mit einem oder mehreren der berüchtigten Magier von Luskan. Als Kryscarin konnte die Söldnerin die sich in Baldur’s Tor und Tiefwasser einen kleinen Ruf verschafft hatte nicht nach Luskan reisen – Cairoa musste über eine neue Identität nachdenken – die auch bald gefunden war in der Bardin Victanis.

Victanys, Bardin

Eine gar seltsame Bardin ist sie, denn sie singt nicht und spricht nur in den Stücken die sie aufführt und doch schafft sie es oft mit kleinen Tricks die Mengen zu begeistern – sie auf ihre Seite zu ziehen und Emotionen zu wecken, denn Emotionen sind das Geschäft der Barden…
Victanys war schnell geboren – legt man die schweren Kleider einer Kriegerin ab und zeigt man mehr Haut kommen die Männer von alleine. Weckt man Emotionen in den Stücken die man selbst mit Leidenschaft schreibt und erzählt – kommen die Frauen. Man muss schockieren – Tierschädel und Blut verwenden – sagen es wären die Knochen des alten Bürgermeisters, die Eingeweide des einäugigen Mörders – man muss die Fantasien und Vorstellungen der Realität verschmelzen lassen… Aber viel wichtiger, man kann diese Vorstellungen nutzen – Victanys erzählte die Geschichten von Kryscarin im nördlichen Raum der Schwertküste anders als sie waren. Furchterregend – und doch subtil war der Charakter von Kryscarin unbeeindruckend einfach – und doch stellte sie sich Tod und Teufel entgegen – sie nutzte die Emotionen der Zuschauer gleichzeitig um Hass und Zorn auf die Anhänger der dunklen Sonne zu legen und Bewunderung für die Söldnerin eines anderen Lebens zu schaffen. Es war die Aufgabe einer Priesterin den Volk zu zeigen wo es hingehen musste – den Pfad zur Erleuchtung oder der Verdammnis klar zu markieren. Hier hatte sie die Möglichkeit gefunden. Umso glaubhafter waren ihre Intrigen geworden. Victanys war bekannt dafür offen gegen die dunkle Sonne vorzugehen – doch waren ihre Vorstellungen rar und begehrt bei den adeligen Luskans wie auch den Noblen Silbrigmonds… Die Vorstellungen waren nie lange angekündigt. Spontan, mitreissend und ebenso abrupt zu ende. Die Anhänger der dunklen Sonne mussten ein hohes Kopfgeld auf die Bardin gesetzt haben…
Nachwort: Es war nicht sehr einfach die richtigen auszuwählen – gemeinsam mit dem Hohepriester schmiedete sie also den Plan… Ein Geas musste auf jeden der Helden gelegt werden und der Verdacht auf die Cyricisten gelegt werden – der Hohepriester hatte den Zauber beendet – die Maskerade war perfekt und so sah keiner was gespielt wurde – nun war es an Cairoa die Helden zu lenken – denn gegen das Böse würden sie gemeinsam kämpfen. Sie empfand keine Skrupel, den es war im Interesse des höheren Guten – es war zu Ehren ihrer Königin der Nacht – und es war ein weiterer Schlag gegen die Dunkle Sonne – sie hatte weise gewählt, bald würden die Magier Luskans wieder vereint unter dem Banner von Shar sein – sie wussten es vielleicht nicht, aber schon durch ihre Magie waren Sie an Shar gebunden – ein Band dem keiner entkam.
Wenige Tage später hatten sie gemeinsam dem Gegenschlag der Cyric-Anhänger widerstanden – und waren den widerspenstigen Magier los – es sollte ihm eine Lehre sein. Nun ja, es war zu spät für ihn sich zu ändern – sie hatten ihn gemeinsam zu Cyric geschickt – wo er für alle Ewigkeit bleiben sollte…
Doch langsam, wurde es zu eng für Victanis – sie brauchte eine neue Identität – die Reise würde sie als Kryscarin starten – aber sie würde wohl jetzt wo Gefahr drohte und die Krieger sie schon skeptisch ansahen die Nacht nutzen und ihrer und der Wege der Gefährten die sie begleitet hatten würden sich trennen.

31 Tage RPG-Quest 6/31 Was für einen Würfeltyp verwendest Du am liebsten?

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Choose your weapon. Im Pen & Paper sind es meist Worte und früher oder später auch mal: Würfel.

Mein persönlicher Favorit ist der D12, Zwölfseiter oder Dodekaeder.

Warum? Einerseits ist er nach wie vor unterrepräsentiert in der Rollenspielwelt. Selbst in der dritten Edition kam er nur mit der Greataxe in Verwendung, meiner Meinung nach ist er aber vielseitig und repräsentiert gerade im Kampf ein hohe Spannungsfeld (sollte ein Waffe sein die von der schmerzfreien Breitseite bis zum “Köpfen” fast alle Auswirkungen vertreten könnte. Für mich wäre das eigentlich die klassische Kriegssense gewesen, aber egal…

Wenn es zum Material kommt mag ich meine kleinen Metallwürfel sehr gerne, sie sind immer angenehm kühl und haben auch entsprechend hohes Gewicht, dass sie trotz geringer Größe gut in der Hand liegen.

Farbe? Okay, eigentlich egal solange man sie gut lesen kann – rot/schwarz sieht gut aus und sehr lesbar, oder gelb/schwarz auch eine gut-lesbare Option die hübsch anzusehen ist.

Das wichtigste Zubehör ist allerdings mein rot-schwarzer Würfelbeutel, den mir eine liebe Freundin vor ein paar Jahren geschenkt hat, damit ist alles immer griffbereit und ohne entsprechende Transportmöglichkeit kann der beste Würfel ja nichts, oder?

31 Tage RPG-Quest 5/31 Was ist Deine Lieblingsrollenspielklasse?

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Klasse. Das schränkt ein wenig das System ein und ist nicht ganz einfach zu beantworten finde ich, aber ich werde versuchen das einfach spielsystemabhängig zu beantworten:

High-Magic Fantasy: Im High-Level Fantasy Bereich muss ich neidlos zugeben, ich steh auf magische Klassen, vorzugsweise Buchmagier mit einem sehr trockenen Humor und anfangs ohne jeglicher Erfahrung “im Feld” – eine Paraderolle die mir schon öfter sehr viel Spaß bereitet hat. Ich liebe die Magie und ihre Spielweisen und mein Lieblingscharakter (all-time) war eine Priesterin, die sich als Barding & Söldnerin ausgegeben hat.

Low-Magic Fantasy: In Welten wie Midnight mag ich Barden, soziale Charaktere liegen mir im allgemeinen denke ich sehr und ich schätze sowohl die Möglichkeit der Manipulation, wie auch der Unterstützung die man der eigenen Gruppe oft damit bieten kann.

Warhammer 40k: In den düstersten Far-Future Welten von 40k hab ich keine eindeutige Favoriten, da macht mir der Abschaum (in Dark Heresy) ebenso viel Spaß wie der Adeptus Astartes Krieger …

Shadowrun / Cyberpunk Settings: Soziales Chamäleon, keine Frage – in Cyberpunk Settings war meine “GERADE NOCH IRGENDWIE SO” überlebende Barkeeperin mein absoluter Favorit und ich schätze hier Charaktere, welche die Richtung ein wenig angeben können.

World of Darkness: Werwölfe (wenn man das als Klasse sehen will) aber das hatten wir ja schon hier.

31 Tage RPG-Quest 4/31 Was ist Deine Lieblingsrollenspielrasse?

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Meine Lieblingsrollenspielrasse unterscheidet sich von meinen bisherigen Favorites ein wenig – ich liebe die Werwölfe der oWoD. Ich hab die World of Darkness in den späten 90er Jahren kennengelernt und intensiv mich in Vampire the Masquerade betätigt (aktiv im LARP) und es war die Zeit wo Werwölfe einfach unglaublich positiv rüberkamen. Ich mag den starken Bezug zum “Pack” / Rudel und ihre Einzigartigkeiten die ihnen White Wolf damals mitgegeben hat. Ich fand das Setting ansprechend und innerhalb der Rasse war soviel Möglich, die Werwölfe hatten sich ja nicht ganz strikt in Rasse/Klasse Schemen trennen lassen. Es war einerseits ihr Geburtsmond (Ragabash, Gilliard, Philodox, Ahroun und… noch einer sollte es sein) und andererseits ihre Herkunft / Abstammung. Und da waren es für mich klar die Children of Gaia – offen und sozial, herausfordernd und so vielschichtig.

In Fantasysystemen tendiere ich oft zu Menschen, hab da eine deutliche Entwicklung vom Zwergspieler gemacht – die kleinen bärtigen Stämmigen schätze ich aber auch nach wie vor sehr. In Shadowrun haben es mir Trolle angetan, ich kann gar nicht sagen wieso – das war auch schon immer so, ich spiele sie zwar nur selten, da sie sozial ein wenig problematischer sein können und auch einfach nicht zu übersehen sind, aber sie sind großartig! In der Welt der Drachenlanze waren es dann natürlich die Draconians, wie jeder der “The Doom Brigade” gelesen hatte neidlos anerkennen musste sind es einfach die missverstandensten Charaktere auf der Welt der Drachenlanze….

(und so könnte ich das ewig weiterführen, aber wenn ich eines wählen müsste – dann die Herren hier):

tribebook-children

31 Tage RPG-Quest 3/31 Was ist dein Lieblings-Setting?

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Hach, was für eine wunderbare Frage, macht richtig Spaß bisher… Also mein Lieblingssetting…

Ich fürchte die Frage kann ich sehr straight-forward beantworten und wieder ist sie inspieriert von: Curse of the Azure Bonds - Forgotten Realms Adventure

Wie schon erwähnt, damit hat alles begonnen – ich hab Ed Greenwood’s Welt lieben gelernt, ich denke auch, dass es kein Setting gibt mit dem ich mich so eingehend beschäftigt habe. Dragonlance, Dark Sun und Planescape; Birthright, Aventurien, die unterschiedlichen Universen von Warhammer Fantasy und 40k, die Welt von Athas-Toril hat einfach alles was ein Fantasy Setting benötigt und ich hab wirklich viele von ihnen gesehen und ich will nicht bestreiten, dass ich sehr viele von ihnen wirklich schätze.

Was ist so einzigartig für mich an den vergessenen Reichen? Nichts! Sie sind gar nicht einzigartig, sie bieten nur einfach unendliche Möglichkeiten als Spielleiter und Spieler gleichermaßen. Ob es die roten Magier von Thay, die Phaerimm und die Schattenenklave ist oder die Dunkelelven von Menzoberranzan. Ich mag die Städte Amns und die eisigen Steppen des Nordens, ich mag die Anauroch und die Grenzländer Thays mit all ihren Abartigkeiten. Und ich mag die Romane die sich um und in der Spielwelt bewegen. Alles begonnen hatte es mit Jeff Grubb und Kate Novak (CURSE OF THE AZURE BONDS – der Roman) danach klassischerweise mit R.A. Salvatore, danach ging es 1:1 mit Ed Greenwood weiter und mittlerweile schätze ich Paul S. Kemp sehr, der mit Erevis Cale exakt so einen schön düster-heldenhaften Charakter eingebracht hat, wie meine alte Shar Priesterin war. (Bzw. ist  – aber ich fürchte, ich werde nie wieder dazukommen, sie zu spielen).

31 Tage RPG-Quest 2/31 Was ist Dein Lieblings-Regelsystem?

Ich hab noch einiges aufzuholen, deswegen gleich weiter mit der zweiten Frage der:

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Mein Lieblingssystem? Eine sehr gute Frage, ich denke das kann ich trotzdem beantworten.

Mein liebstes System ist jenes, welche die anderen Spieler zum Mitspielen animiert und auch mit ein paar Würfeleinlagen Spaß macht. Das unterscheidet sich jetzt ein wenig von Spielgruppe zu Spielgruppe und insbesondere wenn es darum geht in unterschiedliche Welten einzutauchen. Als alteingesessener AD&D Spieler hab ich sehr viel für die von Paizo weiterentwickelte Variante von D&D 3.5 – nämlich Pathfinder über, das System selbst ist weit von perfekt, aber es macht Spaß und bietet eine Menge Möglichkeiten, außerdem hat es das extreme “Unbalancing” Problem der vorhergehenden Versionen etwas besseren in den Griff bekommen.

Für Science-Fiction muss ich Shadowrun knapp den Vorzug vor Cyberpunk 2020 geben, das Regelwerk scheint mir persönlich ausgereifter und bietet endlose Möglichkeiten, wobei ich es nach wie vor in beiden Systemen nicht geschafft habe eine Spielgruppe zu finden in der Hacker und Rigger wirklich gut in die Gruppe integriert werden. Das würde mich nochmal sehr interessieren.

Abschließend hatte ich auf dem Wintertreffen 2012 der Tanelornies das Vergnügen meine erste Runde Legends of Anglerre zu spielen und muss sagen – das fate-basierte System ist ein toller Allrounder – ein guter Einstieg in Fate, den ich Herrn Kamillo verdanke und wirklich eine Menge Spaß – Flexibilität und es ist definitiv noch auf meiner Intensiv beobachten und lernen Liste gelandet – mit der Absicht noch bis Ende 2013 eine FR Kampagne damit zu leiten.

31 Tage RPG-Quest 1/31 Wie bist Du zum Rollenspielhobby gekommen

Nachdem ich ohnehin gerade wieder etwas Zeit für mein sonst schauderlich vernachlässigtes Blog verwende, kann ich die Gelegenheit auch nutzen und die aktuelle Rollenspielaktion wahrzunehmen. 31 Tage, ob ich das wohl durchziehen kann wenn ich wieder arbeite? Ach was soll’s – ich probier es einfach.G_31Tage

Gefunden hab ich das übrigens beim nächtlichen Durchsuchen von Tanelorn und da bin ich auf Clawdeens Blog gestoßen.

Dann mal los…

Begonnen hat alles mit einem C64 und “The Curse of the Azure Bonds”. Das Spiel hat mich in jungen Jahren fasziniert und war mein 1:1 Einstieg in die Welt der Rollenspiele… Gefolgt sind natürlich alle anderen TSR Klassiker, und das obwohl ich sogut wie keine Englisch Kenntnisse hatte, aber für so ein geniale Spiel – also ich hab mich durchgewurschtelt kann man sagen. Das Rollenspielen wurde dann etwas ernster so zu HTL Zeiten, ich hatte meine Liebe zum Rollenspiel kurz vorher in den D&D Regelwerken (in deutsch) gefunden und musste schmerzlich entdecken, dass die englischen Werke wesentlich vielfältiger waren also hat sich auch meine deutliche Englischschwäche durch das Hobby in eine absolute Stärke gewandelt. Nach den ersten Pen & Paper Experimenten hab ich aber erst in der HTL wirklichen Anschluss gefunden – einerseits war schon erwähnte HTL ein Sündenpfuhl an DSA Spielern und ich hatte viel Spaß in der Welt von Aventurien, andererseits ist bei mir ein wahrer Sammelwahn (jeder freie Schilling und später Euro floss in das Hobby) ausgebrochen. Shadowrun, Earthdawn, World of Darkness, Plüsch, Power und Plunder, Toon, Gurps und so weiter – das Regal wächst heute noch (bedeutend langsamer) und ich hatte das Privileg viele Systeme in unterschiedlichen Runden kennen- und schätzen zu lernen.

Im Einstieg war es auch deutlich mehr Powergaming, streben nach Macht und das übliche. Später kam dann öfter der Sitz des Spielleiters dazu und ich denke ich hab eine ganz positive Entwicklung zum Rollenspieler durchgemacht. Ich mag nach wie vor Spielcharaktere mit Einfluss auf ihre Umwelt, hab aber absolut kein Problem damit Heldentode zu sterben, alles für eine Szene zu geben und tendiere normalerweise sehr umsichtig auf meine Mitspieler einzugehen. Ich hab irgendwann am Weg gelernt, dass das Spiel immer dann am meisten Spaß macht, wenn alle Spaß haben und das passiert selten, wenn man nur am eigenen Benefit arbeitet.

Québec, Ottawa und die Ankunft in North Bay

Nachdem ich die Woche mit WordPress einen halben Artikel verloren hatte, hab ich ein wenig den Spaß am Urlaubsbloggen verloren – aber der Ärger hat sich wieder gelegt und ich werde versuchen unsere Reise nochmals kurz zusammenzufassen:

 

Nach Montréal sind wir bekanntlich in Québec gelandet, die mit Abstand sehenswertere Stadt, von der wir uns am dritten Tag losgesagt haben (oder losgerissen) um entlang des Saint Laurent Rivers nach Nordosten zu fahren und dort uns Wale anzusehen…. Wale im Landesinneren? Ja, da der Saint Laurent (einer der größten Ströme Nordamerikas) direkt vom Atlantik eine frische (ja, es war kühl) Strömung und mit ihr allerlei Meeresgetier abkriegt. Whale-watching war unbeschreiblich, viel mehr als man auf unseren Bildern sehen kann ist es das stetige hin-und-her suchen an Deck des Schiffes nach Luft-Wasser Stößen oder Walkörpern die je nach Art zwischen wenigen Metern bis zu drei dutzend Meter lang werden können. Wenn wir unserer stetig kommentierenden Bootsführerin glauben schenken darf war der zweite Wal einer der wirklich größeren (wenn auch kein Blauwal). Sehr spannend sind die kleineren Beluga-wale die dort heimisch sind und sich aus dem Gebiet auch nicht wegbewegen. Ich glaube neben dem Heliflug über Niagara war das mein absolutes Highlight im Urlaub… Sonst kann man nur sagen, dass Québec einen sehr angenehmen Charakter als Stadt hinterlässt, etwas ruhiger und geordneter und ansprechender als manch andere Stadt hier – sie hat obendrein noch Kultur und das sieht man ihr an. Unser Quartier in Cháteau-Richer war “Gite un air d’ete” und für mich die absolute Empfehlung für diese Region. Unsere Gastgeber (Linda und Claude) haben uns das ohne Übertreibung beste Frühstück bereitet, dass man sich vorstellen kann und was will man mehr als ein Quartier etwas außerhalb – direkt am Strom gelegen mit Jacuzzi im Garten, bei dem man den Sternenhimmel und die Nacht im Warmen genießen kann? Aber irgendwann (am nächsten Tag) wollten wir weiter.

Ottawa war unser nächster Stop auf der Liste. glücklicherweise (nicht so wie am Weg von Kingston nach Montréal) auch ohne gröbere Staus oder Zwischenfälle auf der Straße. Einquartiert haben wir uns im Byward Blue Inn, welches uns aufgrund seiner Downtown Lage angesprochen hat, zu Recht. Das Hotel selbst ist nicht übermäßig “toll”, auch nicht wirklich günstig, aber man findet sich mitten in der Stadt wieder und wir hatten das erste Mal seit unserer Ankunft in Kanada Regen ab dem ersten Morgen. Den Abend hatten wir zum Glück noch für einen Ausflug durch die nähere Umgebung genutzt, ohne wirklich das Nightlife zu genießen, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen. Am nächsten Tag haben wir uns durch ein paar Malls bewegt und den Tag zur Regeneration genutzt. Am Tag vor unserer Abreise wollten wir erst ins Museum of Science & Technology (leider geschlossen am Montag) dafür waren wir im Space & Aviation Museum und sind dort vorab gleich in die Star Wars Identities Ausstellung gestolpert. Schöne Ausstellung, hat Spaß gemacht – nur leider ist bislang meine e-Mail mit der “eigenen” Star Wars Identität nicht angekommen, sehr schade. Eigentlich sogar ärgerlich.
Im Aviation Bereich hat es natürlich insbesondere meine Frau von links nach rechts gezogen – ich hab die Zeit für mich genutzt um etwas weiterzulesen nachdem ich 1 1/2 mal durch die Ausstellung geschlendert bin.

Mittlerweile sind wir in North Bay angekommen, die Reise auf der 417 / Highway 17 ist unbeschwert und mit sehr wenig Verkehr entlang einer ausgesprochen schönen Gegend. Leider sind wir ein paar Wochen zu spät für einiges was man hier am Weg hätte sehen können und in North Bay wurden wir im Sunside Inn ohnehin mit den Worten begrüßt “Was macht ihr denn hier – hier ist es langweilig” – oder so ähnlich kann man das übersetzen. Naja, wir sind seit mehr als 2 Wochen on the Road(trip) durch Kanada und wir werden hier wohl auch die eine oder andere schöne Ecke finden – oder wir genießen einfach die Landschaft mit einem Buch oder Laptop & iPad oder so. Langweilig wird uns sicherlich nicht und ein bisserl Erholung find ich persönlich gerade auch gar nicht so verkehrt.

Letzter Tag in Montréal – Umgebung (Tag Zehn)

Am letzten Tag in der Umgebung von Montréal sind wir dem Reiseführer mit der Empfehlung die Autoroute 15 nach Nordwesten zu fahren gefolgt…

Nach der morgendlichen Inanspruchnahme des Wash & Fold Services in 4275 Saint Jacques ging es ohne große Verzögerungen in Richtung Nordosten dem etwa 1.000m hohen Gebirgen in weiterer Entfernung auf der Spur bis zu einer kleinen Stadt Namens Sainte Agathe-des-Monts. Auf den ersten Blick, wenn man in die Stadt fährt sieht sie ein wenig “normal” aus, aber im Stadtzentrum offenbart sie eine Offenheit, Abwechslung und wundervolle Lage, die den Tageseindruck von “OMG that’s the Indian Summer!” zu einem tollen Höhepunkt geführt hat.

Was in Montréal den Einwohnern regelmäßig fehlen dürfte, holen sie sich halt hier ab, es ist eine gute Stunde Autofahrt, aber wohl zu jeder Jahreszeit gut investiert. Das Städchen liegt zwischen Anhöhen (lokal würde man sie vll sogar als Berge bezeichnen) und Seen und hat schon ein kleines “Paradies auf Erden” Etikett verdient. Leider ist ein Großteil der Seen nicht einfach zugänglich (da Privatbesitz) und laut Reiseführer wohl auch in guten Händen, da so manche Hollywoodgröße sich hier Besitz zugelegt hat. (Silvester Stallone, Madonna und Donald Sutherland – letzterer kommt ja aus Neubraunschweig, einem nochmals östlicheren Teil Kanadas).

Stärkung zu Mittag gab es dann noch bei Pizza Hut, Klaudia hat’s geschmeckt – ich hatte bei Double Pepperoni with Cheese nicht ganz “Pfefferoni Wurst” erwartet, aber nach etwas Sezierarbeit war es zumindest essbar. (Bin ja selbst schuld, dass ich beim Essen immer so schwierig bin) – auf unserem Rückweg sind wir noch beim lokalen Supermarkt (Metro) gehalten – und es war – beeindruckend – lasst es mich so beschreiben: Was ein Österreicher in einem deutschen Supermarkt beim ersten Betreten fühlt (uff, soviel – braucht man das alles – naja, sieht schon interessant aus…) so ging es heute meiner Frau im kanadischen Supermarkt. Gefühlte 30 lokale Sorten Orangensaft (in diversen Mischungen) im Kühlregal und mindestens ebensoviele Cookies (mit Ahornfüllung, mit diversen Schokoladefüllungen usw usf.)

Am Rückweg wollten wir eigentlich noch im Dorf des Weihnachtsmannes anhalten, aber in unserer Richtung war leider Abfahrt #1 nicht vorhanden und Abfahrt #2 barrée (gesperrt). Sollte nicht sein, wäre interessant gewesen, aber es ist ja auch noch lange nicht Weihnachten, also auch halb so wild. Als wir wieder in Montréal waren haben wir uns spontan nochmals für La Ruche entschieden auf einen Tee (Markus) und eine heiße Schokolade und ein Café Baiser – dort haben wir unser Quartier für Quebec ausgewählt und einen ersten Plan für die frankokanadische Altstadt gemacht.

Am Weg zum B&B beim Wash & Fold Service vorbeigeschaut und jetzt noch etwas Rast und Ruhe bevor es morgen auf den nächsten Roadtrip geht. Geplant wäre der Chemin du Roy (Weg des Königs oder so ähnlich) nach Quebec, der uns durch die Cantons-de-l’Est führt, die durch enge Täler und herausgeputzte Städtchen glänzen soll – wir sind gespannt.