31 Tage RPG-Quest 3/31 Was ist dein Lieblings-Setting?

G_31Tage

Hach, was für eine wunderbare Frage, macht richtig Spaß bisher… Also mein Lieblingssetting…

Ich fürchte die Frage kann ich sehr straight-forward beantworten und wieder ist sie inspieriert von: Curse of the Azure Bonds - Forgotten Realms Adventure

Wie schon erwähnt, damit hat alles begonnen – ich hab Ed Greenwood’s Welt lieben gelernt, ich denke auch, dass es kein Setting gibt mit dem ich mich so eingehend beschäftigt habe. Dragonlance, Dark Sun und Planescape; Birthright, Aventurien, die unterschiedlichen Universen von Warhammer Fantasy und 40k, die Welt von Athas-Toril hat einfach alles was ein Fantasy Setting benötigt und ich hab wirklich viele von ihnen gesehen und ich will nicht bestreiten, dass ich sehr viele von ihnen wirklich schätze.

Was ist so einzigartig für mich an den vergessenen Reichen? Nichts! Sie sind gar nicht einzigartig, sie bieten nur einfach unendliche Möglichkeiten als Spielleiter und Spieler gleichermaßen. Ob es die roten Magier von Thay, die Phaerimm und die Schattenenklave ist oder die Dunkelelven von Menzoberranzan. Ich mag die Städte Amns und die eisigen Steppen des Nordens, ich mag die Anauroch und die Grenzländer Thays mit all ihren Abartigkeiten. Und ich mag die Romane die sich um und in der Spielwelt bewegen. Alles begonnen hatte es mit Jeff Grubb und Kate Novak (CURSE OF THE AZURE BONDS – der Roman) danach klassischerweise mit R.A. Salvatore, danach ging es 1:1 mit Ed Greenwood weiter und mittlerweile schätze ich Paul S. Kemp sehr, der mit Erevis Cale exakt so einen schön düster-heldenhaften Charakter eingebracht hat, wie meine alte Shar Priesterin war. (Bzw. ist  – aber ich fürchte, ich werde nie wieder dazukommen, sie zu spielen).

31 Tage RPG-Quest 2/31 Was ist Dein Lieblings-Regelsystem?

Ich hab noch einiges aufzuholen, deswegen gleich weiter mit der zweiten Frage der:

G_31Tage

Mein Lieblingssystem? Eine sehr gute Frage, ich denke das kann ich trotzdem beantworten.

Mein liebstes System ist jenes, welche die anderen Spieler zum Mitspielen animiert und auch mit ein paar Würfeleinlagen Spaß macht. Das unterscheidet sich jetzt ein wenig von Spielgruppe zu Spielgruppe und insbesondere wenn es darum geht in unterschiedliche Welten einzutauchen. Als alteingesessener AD&D Spieler hab ich sehr viel für die von Paizo weiterentwickelte Variante von D&D 3.5 – nämlich Pathfinder über, das System selbst ist weit von perfekt, aber es macht Spaß und bietet eine Menge Möglichkeiten, außerdem hat es das extreme “Unbalancing” Problem der vorhergehenden Versionen etwas besseren in den Griff bekommen.

Für Science-Fiction muss ich Shadowrun knapp den Vorzug vor Cyberpunk 2020 geben, das Regelwerk scheint mir persönlich ausgereifter und bietet endlose Möglichkeiten, wobei ich es nach wie vor in beiden Systemen nicht geschafft habe eine Spielgruppe zu finden in der Hacker und Rigger wirklich gut in die Gruppe integriert werden. Das würde mich nochmal sehr interessieren.

Abschließend hatte ich auf dem Wintertreffen 2012 der Tanelornies das Vergnügen meine erste Runde Legends of Anglerre zu spielen und muss sagen – das fate-basierte System ist ein toller Allrounder – ein guter Einstieg in Fate, den ich Herrn Kamillo verdanke und wirklich eine Menge Spaß – Flexibilität und es ist definitiv noch auf meiner Intensiv beobachten und lernen Liste gelandet – mit der Absicht noch bis Ende 2013 eine FR Kampagne damit zu leiten.

31 Tage RPG-Quest 1/31 Wie bist Du zum Rollenspielhobby gekommen

Nachdem ich ohnehin gerade wieder etwas Zeit für mein sonst schauderlich vernachlässigtes Blog verwende, kann ich die Gelegenheit auch nutzen und die aktuelle Rollenspielaktion wahrzunehmen. 31 Tage, ob ich das wohl durchziehen kann wenn ich wieder arbeite? Ach was soll’s – ich probier es einfach.G_31Tage

Gefunden hab ich das übrigens beim nächtlichen Durchsuchen von Tanelorn und da bin ich auf Clawdeens Blog gestoßen.

Dann mal los…

Begonnen hat alles mit einem C64 und “The Curse of the Azure Bonds”. Das Spiel hat mich in jungen Jahren fasziniert und war mein 1:1 Einstieg in die Welt der Rollenspiele… Gefolgt sind natürlich alle anderen TSR Klassiker, und das obwohl ich sogut wie keine Englisch Kenntnisse hatte, aber für so ein geniale Spiel – also ich hab mich durchgewurschtelt kann man sagen. Das Rollenspielen wurde dann etwas ernster so zu HTL Zeiten, ich hatte meine Liebe zum Rollenspiel kurz vorher in den D&D Regelwerken (in deutsch) gefunden und musste schmerzlich entdecken, dass die englischen Werke wesentlich vielfältiger waren also hat sich auch meine deutliche Englischschwäche durch das Hobby in eine absolute Stärke gewandelt. Nach den ersten Pen & Paper Experimenten hab ich aber erst in der HTL wirklichen Anschluss gefunden – einerseits war schon erwähnte HTL ein Sündenpfuhl an DSA Spielern und ich hatte viel Spaß in der Welt von Aventurien, andererseits ist bei mir ein wahrer Sammelwahn (jeder freie Schilling und später Euro floss in das Hobby) ausgebrochen. Shadowrun, Earthdawn, World of Darkness, Plüsch, Power und Plunder, Toon, Gurps und so weiter – das Regal wächst heute noch (bedeutend langsamer) und ich hatte das Privileg viele Systeme in unterschiedlichen Runden kennen- und schätzen zu lernen.

Im Einstieg war es auch deutlich mehr Powergaming, streben nach Macht und das übliche. Später kam dann öfter der Sitz des Spielleiters dazu und ich denke ich hab eine ganz positive Entwicklung zum Rollenspieler durchgemacht. Ich mag nach wie vor Spielcharaktere mit Einfluss auf ihre Umwelt, hab aber absolut kein Problem damit Heldentode zu sterben, alles für eine Szene zu geben und tendiere normalerweise sehr umsichtig auf meine Mitspieler einzugehen. Ich hab irgendwann am Weg gelernt, dass das Spiel immer dann am meisten Spaß macht, wenn alle Spaß haben und das passiert selten, wenn man nur am eigenen Benefit arbeitet.

Québec, Ottawa und die Ankunft in North Bay

Nachdem ich die Woche mit WordPress einen halben Artikel verloren hatte, hab ich ein wenig den Spaß am Urlaubsbloggen verloren – aber der Ärger hat sich wieder gelegt und ich werde versuchen unsere Reise nochmals kurz zusammenzufassen:

 

Nach Montréal sind wir bekanntlich in Québec gelandet, die mit Abstand sehenswertere Stadt, von der wir uns am dritten Tag losgesagt haben (oder losgerissen) um entlang des Saint Laurent Rivers nach Nordosten zu fahren und dort uns Wale anzusehen…. Wale im Landesinneren? Ja, da der Saint Laurent (einer der größten Ströme Nordamerikas) direkt vom Atlantik eine frische (ja, es war kühl) Strömung und mit ihr allerlei Meeresgetier abkriegt. Whale-watching war unbeschreiblich, viel mehr als man auf unseren Bildern sehen kann ist es das stetige hin-und-her suchen an Deck des Schiffes nach Luft-Wasser Stößen oder Walkörpern die je nach Art zwischen wenigen Metern bis zu drei dutzend Meter lang werden können. Wenn wir unserer stetig kommentierenden Bootsführerin glauben schenken darf war der zweite Wal einer der wirklich größeren (wenn auch kein Blauwal). Sehr spannend sind die kleineren Beluga-wale die dort heimisch sind und sich aus dem Gebiet auch nicht wegbewegen. Ich glaube neben dem Heliflug über Niagara war das mein absolutes Highlight im Urlaub… Sonst kann man nur sagen, dass Québec einen sehr angenehmen Charakter als Stadt hinterlässt, etwas ruhiger und geordneter und ansprechender als manch andere Stadt hier – sie hat obendrein noch Kultur und das sieht man ihr an. Unser Quartier in Cháteau-Richer war “Gite un air d’ete” und für mich die absolute Empfehlung für diese Region. Unsere Gastgeber (Linda und Claude) haben uns das ohne Übertreibung beste Frühstück bereitet, dass man sich vorstellen kann und was will man mehr als ein Quartier etwas außerhalb – direkt am Strom gelegen mit Jacuzzi im Garten, bei dem man den Sternenhimmel und die Nacht im Warmen genießen kann? Aber irgendwann (am nächsten Tag) wollten wir weiter.

Ottawa war unser nächster Stop auf der Liste. glücklicherweise (nicht so wie am Weg von Kingston nach Montréal) auch ohne gröbere Staus oder Zwischenfälle auf der Straße. Einquartiert haben wir uns im Byward Blue Inn, welches uns aufgrund seiner Downtown Lage angesprochen hat, zu Recht. Das Hotel selbst ist nicht übermäßig “toll”, auch nicht wirklich günstig, aber man findet sich mitten in der Stadt wieder und wir hatten das erste Mal seit unserer Ankunft in Kanada Regen ab dem ersten Morgen. Den Abend hatten wir zum Glück noch für einen Ausflug durch die nähere Umgebung genutzt, ohne wirklich das Nightlife zu genießen, aber um einen ersten Eindruck zu bekommen. Am nächsten Tag haben wir uns durch ein paar Malls bewegt und den Tag zur Regeneration genutzt. Am Tag vor unserer Abreise wollten wir erst ins Museum of Science & Technology (leider geschlossen am Montag) dafür waren wir im Space & Aviation Museum und sind dort vorab gleich in die Star Wars Identities Ausstellung gestolpert. Schöne Ausstellung, hat Spaß gemacht – nur leider ist bislang meine e-Mail mit der “eigenen” Star Wars Identität nicht angekommen, sehr schade. Eigentlich sogar ärgerlich.
Im Aviation Bereich hat es natürlich insbesondere meine Frau von links nach rechts gezogen – ich hab die Zeit für mich genutzt um etwas weiterzulesen nachdem ich 1 1/2 mal durch die Ausstellung geschlendert bin.

Mittlerweile sind wir in North Bay angekommen, die Reise auf der 417 / Highway 17 ist unbeschwert und mit sehr wenig Verkehr entlang einer ausgesprochen schönen Gegend. Leider sind wir ein paar Wochen zu spät für einiges was man hier am Weg hätte sehen können und in North Bay wurden wir im Sunside Inn ohnehin mit den Worten begrüßt “Was macht ihr denn hier – hier ist es langweilig” – oder so ähnlich kann man das übersetzen. Naja, wir sind seit mehr als 2 Wochen on the Road(trip) durch Kanada und wir werden hier wohl auch die eine oder andere schöne Ecke finden – oder wir genießen einfach die Landschaft mit einem Buch oder Laptop & iPad oder so. Langweilig wird uns sicherlich nicht und ein bisserl Erholung find ich persönlich gerade auch gar nicht so verkehrt.

Letzter Tag in Montréal – Umgebung (Tag Zehn)

Am letzten Tag in der Umgebung von Montréal sind wir dem Reiseführer mit der Empfehlung die Autoroute 15 nach Nordwesten zu fahren gefolgt…

Nach der morgendlichen Inanspruchnahme des Wash & Fold Services in 4275 Saint Jacques ging es ohne große Verzögerungen in Richtung Nordosten dem etwa 1.000m hohen Gebirgen in weiterer Entfernung auf der Spur bis zu einer kleinen Stadt Namens Sainte Agathe-des-Monts. Auf den ersten Blick, wenn man in die Stadt fährt sieht sie ein wenig “normal” aus, aber im Stadtzentrum offenbart sie eine Offenheit, Abwechslung und wundervolle Lage, die den Tageseindruck von “OMG that’s the Indian Summer!” zu einem tollen Höhepunkt geführt hat.

Was in Montréal den Einwohnern regelmäßig fehlen dürfte, holen sie sich halt hier ab, es ist eine gute Stunde Autofahrt, aber wohl zu jeder Jahreszeit gut investiert. Das Städchen liegt zwischen Anhöhen (lokal würde man sie vll sogar als Berge bezeichnen) und Seen und hat schon ein kleines “Paradies auf Erden” Etikett verdient. Leider ist ein Großteil der Seen nicht einfach zugänglich (da Privatbesitz) und laut Reiseführer wohl auch in guten Händen, da so manche Hollywoodgröße sich hier Besitz zugelegt hat. (Silvester Stallone, Madonna und Donald Sutherland – letzterer kommt ja aus Neubraunschweig, einem nochmals östlicheren Teil Kanadas).

Stärkung zu Mittag gab es dann noch bei Pizza Hut, Klaudia hat’s geschmeckt – ich hatte bei Double Pepperoni with Cheese nicht ganz “Pfefferoni Wurst” erwartet, aber nach etwas Sezierarbeit war es zumindest essbar. (Bin ja selbst schuld, dass ich beim Essen immer so schwierig bin) – auf unserem Rückweg sind wir noch beim lokalen Supermarkt (Metro) gehalten – und es war – beeindruckend – lasst es mich so beschreiben: Was ein Österreicher in einem deutschen Supermarkt beim ersten Betreten fühlt (uff, soviel – braucht man das alles – naja, sieht schon interessant aus…) so ging es heute meiner Frau im kanadischen Supermarkt. Gefühlte 30 lokale Sorten Orangensaft (in diversen Mischungen) im Kühlregal und mindestens ebensoviele Cookies (mit Ahornfüllung, mit diversen Schokoladefüllungen usw usf.)

Am Rückweg wollten wir eigentlich noch im Dorf des Weihnachtsmannes anhalten, aber in unserer Richtung war leider Abfahrt #1 nicht vorhanden und Abfahrt #2 barrée (gesperrt). Sollte nicht sein, wäre interessant gewesen, aber es ist ja auch noch lange nicht Weihnachten, also auch halb so wild. Als wir wieder in Montréal waren haben wir uns spontan nochmals für La Ruche entschieden auf einen Tee (Markus) und eine heiße Schokolade und ein Café Baiser – dort haben wir unser Quartier für Quebec ausgewählt und einen ersten Plan für die frankokanadische Altstadt gemacht.

Am Weg zum B&B beim Wash & Fold Service vorbeigeschaut und jetzt noch etwas Rast und Ruhe bevor es morgen auf den nächsten Roadtrip geht. Geplant wäre der Chemin du Roy (Weg des Königs oder so ähnlich) nach Quebec, der uns durch die Cantons-de-l’Est führt, die durch enge Täler und herausgeputzte Städtchen glänzen soll – wir sind gespannt.